Veränderungen nach der Geburt – Das tut der Mutter gut

Veränderungen nach der Geburt solange ich einen dicken Bauch hatte, wurde ich auf Händen getragen, Schonung war das Gebot der Stunde

Veränderungen nach der Geburt als das Baby da war, galt ihm diese Rücksichtnahme. Ich hatte glücklich zu sein und zu funktionieren. Dabei war ich mehr denn je angewiesen auf Hilfe und zumindest moralische Unterstützung.

Veränderungen nach der Geburt - Das tut der Mutter gut

Kommt Ihnen diese Klage bekannt vor?

  • Vor allem die Geburt des ersten Kindes stellt einen ungeheuren Einschnitt in Ihr bisheriges Leben dar.
  • Das Geburtserlebnis hat Sie bis in die Grundfesten erschüttert.
  • Sie sind nicht mehr Herr Ihrer Zeit, die Unabhängigkeit ist dahin.
  • Sie bekommen zu wenig Schlaf, sind wahrscheinlich gerädert von der großen hormonellen Veränderung, und Ihr Baby ist für Sie anfangs ein Wesen von einem anderen Stern.

Veränderungen nach der Geburt - Das tut der Mutter gut

Veränderungen nach der Geburt – Nichts ist mehr so wie es war

In dieser veränderten Situation müssen Sie erst wieder zu sich selbst finden. Gestatten Sie sich Schwäche, Weinerlichkeit, Überempfindlichkeit: Sie stehen Ihnen zu. In dieser Zeit brauchen Sie vor allem Unterstützung, Hilfe, Wärme und Verständnis von Ihrer Umgebung. Es ist toll, wenn Sie sie bekommen. Aber verlassen Sie sich nicht darauf. Passen Sie auf sich auf, haben Sie keine Scheu, auch an sich selbst zu denken.

In einem Punkt sollten Sie allerdings streng mit sich sein:

Tägliche Rückbildungsgymnastik in den ersten 6 Wochen ist ein Muss!

Denn in dieser Zeit hat der Körper die größte Bereitschaft, sich zu regenerieren, danach bringt dieselbe Anstrengung viel weniger Wirkung.

Veränderungen nach der Geburt - Das tut der Mutter gut

Veränderungen nach der Geburt – Körper ins Lot bringen

Nach der ersten Erschöpfung macht es außerdem Spaß, seinen Körper wieder Stück für Stück zurückzuerobern. Sie finden dazu in diesem Kapitel Übungen für den Busen, gegen Krampfadern, Pflegetipps für Haut und Haar und bewährte Gymnastikübungen. Suchen Sie sich das aus, was Ihnen hilft und gut tut. Letzten Endes profitiert auch Ihre Familie, wenn Sie mit sich und der Welt im Einklang sind.

 

Veränderungen nach der Geburt. Die Psyche ins Lot bringen

Die 9 Monate der Schwangerschaft, der Sturm der Geburt, die Gegenwart Ihres Babys lassen Sie verändert zurück. Sehr treffend sagt darüber ein alter Spruch: Man ist wie ein gefällter Baum. Völlig unterschiedlich kann die Geburt verlaufen – während manche Frauen im Rückblick ihre Entbindung als selbst- bestimmt und natürlich empfinden, erleben andere das Geschehen und das Drumherum als Schock, fühlen sich fast vergewaltigt. Deshalb ist es sehr wichtig, über die Geburt zu reden.

 

Veränderungen nach der Geburt. Das Geburtserlebnis verarbeiten

In der ersten Zeit werden Ihre Gedanken immer noch um dieses einschneidende Erlebnis kreisen. Je mehr Sie darüber sprechen können, desto besser. Schön, wenn Sie mit den beiden Großmüttern, mit Schwester oder Schwägerin Erfahrungen austauschen können. Sie teilen Ihr Interesse. Aber auch Freundinnen, die schwanger sind (Vorsicht, erschrecken Sie sie nicht!) oder schon Kinder haben, sind geduldige Zuhörer. In erster Linie aber Ihr Mann vor allem, wenn er mit dabei war.

Bei sehr negativen Erfahrungen hilft Ihnen vielleicht ein Gespräch mit anderen betroffenen Frauen oder mit einem Therapeuten.

Nach der Geburt erleben viele Frauen trotzdem eine Euphorie. Das dient der ersten Kontaktaufnahme, dem »bonding« zwischen Mutter und Kind.

Doch am 2. oder 3. Tag schlägt dieses Hochgefühl um in eine Überempfindlichkeit, ja depressive Stimmung. Diese labile Gefühlslage wird Sie in den ersten Monaten begleiten. Sie werden stabiler, je mehr Unterstützung Sie bekommen und je besser Sie die neue Situation bewältigen. Das alles ist ganz normal und kein Grund, sich als schlechte Mutter zu fühlen.

Veränderungen nach der Geburt – Neuorientierung ist jetzt nötig

Es sind nicht »nur« die Hormone, die Sie in ein Stimmungstief versetzen können. Auch das Leben mit dem Baby ist möglicherweise ganz anders, als Sie es sich vorgestellt haben. Die lebenslange Verantwortung wird Ihnen wahrscheinlich erst jetzt so richtig bewusst. Und die Abhängigkeit Ihres Kindes belastet Sie vielleicht, schließlich sind Sie es nicht gewöhnt, 24 Stunden für ein hilfloses Wesen da zu sein.

Die Erinnerung an Ihre eigene Mutter macht Ihnen vielleicht zu schaffen, womöglich auch das Bild, dass Sie von einer Mutter und mütterlichen Qualitäten haben. Von der Umgebung werden die Ängste, die Sie haben, eher noch geschürt. Wird man Mutter, scheint der Vorhang zu fallen. Ihre Zukunft ist von nun an ausschließlich Ihr Kind. So suggeriert es die Gesellschaft und Sie fürchten das vielleicht auch.

 

Veränderungen nach der Geburt. Mutter sein heißt nicht, ich selbst aufzugeben

Lassen Sie sich nicht in die Enge treiben! Sie können auch als Mutter Ihre eigene Persönlichkeit, Ihre Stärke und Unabhängigkeit bewahren. »Ich bin ich« dieser schlichte Satz gilt auch für Mütter.

 

Veränderungen nach der Geburt, Ihr Körper braucht Zeit

Am Ende der Schwangerschaft wünscht man sich nichts mehr, als den dicken Bauch endlich loszuwerden. Deshalb sind Sie wahrscheinlich nach der Entbindung erst einmal enttäuscht: Wohl tragen Sie Ihr Baby jetzt auf Ihrem Arm, aber irgendwie ist der Bauch nicht weg! Sie verlieren zwar in den ersten Tagen ein paar Kilo, doch das ist vor allem die gelagerte Flüssigkeit.

Die Fettreserven die sich in erster Linie rund um die Taille angelagert haben, bleiben. In die Jeans, die Ihnen vor 9 Monaten passte, passen Sie deshalb nicht mehr hinein! Außerdem schießt die Milch ein. Die Schwangerschaftsstreifen werden verblassen, aber erst nach einem Jahr.

Auch Ihr Busen braucht nach dem Abstillen noch Monate, um wieder in Form zu kommen.

Verstehen Sie die folgenden Tipps, wie Sie Ihren strapazierten Körper pflegen können, nicht als Druck, sondern als Verwöhn-Angebot, als eine »Mütterkur« im positiven Sinne. Es wird Ihnen einfach gut tun, nicht nur das Baby, sondern auch sich selbst zu pflegen, Rückzugsräume zu haben, um wieder Kräfte zu sammeln. Stressen Sie sich nicht damit, aber lassen Sie sich auch nicht gehen – sonst gehen Sie leicht unter.

 

Veränderungen nach der Geburt, Wichtig!

Während der ersten Monate haben Sie vielleicht ein Gefühl von Unwirklichkeit – auch das ist normal. Denn zu groß ist die Umstellung. Ihr Lebensrhythmus ist aus dem Takt gekommen, er wird jetzt von Ihrem Kind bestimmt. Haben Sie auch hier Geduld. Ganz gefangen haben Sie sich wahrscheinlich erst nach einem Jahr. Geben Sie sich diese Spanne. kommen einen grandiosen Busen, und das bleibt während der Stillzeit so. Viel-
leicht haben auch Kaiser- und Dammschnitt ihre Narben hinterlassen, oder Sie haben im Bauch-, Hüft- oder Brustbereich durch die Dehnung des Gewebes hauchfeine, zunächst rote Geweberisse – die Schwangerschaftsstreifen – davongetragen.

Mit anderen Worten: Ihr Körper hat sich verändert. Bis Sie wieder Ihre alte Figur haben, wird noch einige Zeit vergehen. Ihr Bauch ist mit dem Baby schließlich 9 lange Monate gewachsen, und er braucht mindestens soviel Zeit, sich in die alte Form zurück zu ändern.

 

Veränderungen nach der Geburt Annehmen

In einer Leser-Umfrage der Zeitschrift »Eltern« fanden ein Drittel der frischgebackenen Väter ihre Frauen attraktiver und weiblicher als zuvor gut die Hälfte fanden die Partnerin unverändert anziehend. Die Frauen selbst dagegen waren viel strenger mit sich. Jede Zweite war mit ihrem Gewicht unzufrieden, nur jede Siebte fand sich schöner als vorher, und immerhin jede Sechste konnte sich mit dem veränderten Körper überhaupt nicht anfreunden.

 

Veränderungen nach der Geburt. Wir selber müssen also unsere Einstellung ändern!

Machen Sie sich klar, dass Ihr Körper nicht statisch ist, sondern sich lebenslang verändert. Betrachten Sie ihn nicht mit den kritischen Augen einer Model-Agentur. Geben Sie sich auch als Frau nach der Entbindung eine Chance.

 

Veränderungen nach der Geburt. Das tut Ihrem Busen gut

Mit Schwangerschaft und Stillzeit nimmt der Umfang der Brust kräftig zu eine Belastung für die Brust, die Sie durch richtige Pflege ausgleichen können.

Auch wenn Sie früher »ohne« auskamen: Tragen Sie während der Stillzeit einen stark stützenden BH. Das beugt einer Überdehnung des Gewebes vor.

Verzichten Sie auf die beliebten kalten Güsse. Sie könnten die Milchbildung beeinträchtigen. Auch kräftige Massagen sind nicht das richtige, weil die sehr gedehnte Haut das übel nehmen könnte.

Reiben Sie statt dessen täglich Ihre Brüste mit einer unparfümierten Lotion ein (Rückstände von Parfums wurden in Muttermilch gefunden). Auch die Muttermilch selbst hat eine wohltuende Wirkung. Johanniskraut öl pflegt die Haut und beruhigt auch wunde Brustwarzen, ohne dem Baby zu schaden.

Eine gute Haltung macht rein optisch einen schöneren Busen.

Isometrische Übungen, leichte Gymnastik und Schwimmen können Sie auch einem Still Busen zumuten. Üben Sie aber immer direkt nach dem Stillen, wenn die Brüste leicht sind und die Milch nicht so schnell einschießt.

 

Veränderungen nach der Geburt. Wichtig!

Kräftig sporteln vor dem Stillen steigert den Laktatgehalt der Milch: Sie schmeckt weniger süß. Manchen Babys vergeht dadurch der Appetit. Lassen Sie’s also während der Stillzeit langsam angehen.

 

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