Baby – Geschwister zwischen Liebe und Eifersucht

Baby Geschwister sehr widersprüchlich sind die Gefühle, die Eltern gegenüber ihrem größeren Kind empfinden wenn das Baby da ist

Baby – Geschwister einerseits wünschen sie ihm Geschwister, damit es nicht allein aufwächst. Für viele Eltern ist das sogar die Hauptmotivation, Baby – Geschwister zu bekommen. Sie halten das Aufwachsen in Gemeinschaft mit Gleichaltrigen für erstrebenswert. Das kann dazu führen, dass Sie Ihrem Erstgeborenen von einem Spielkameraden vorschwärmen, den es dann auch erwartet. Enttäuschungen sind so nach der Ankunft des Babys unvermeidlich.

Baby - Geschwister zwischen Liebe und Eifersucht

Andererseits haben Eltern oft ein tiefes Mitleid mit dem Erstgeborenen. Sie bedenken, was das Kind verliert, erinnern sich selbst an unangenehme Kindheitserlebnisse und warten förmlich auf die Eifersucht. Durch unbedachte Äußerungen wird das ältere Geschwisterchen regelrecht darauf gestoßen, seine Entthronung zu empfinden.

 

Baby – Geschwister Und die Kinder selbst?

Schon in den ersten Wochen reagieren Babys anders auf Kinder als auf Erwachsene. Sie scheinen ein ganz eigenes Kommunikationssystem mit Kindern, speziell den Geschwistern zu haben – und umgekehrt. Im Prinzip sind unbefangene, selbst geliebte Kinder bereit, auch ihr Geschwisterchen zu lieben. Konflikte treten meist erst später auf, wenn das Baby anfängt zu krabbeln und die Kreise des älteren Kindes zu stören.

 

Baby – Geschwister, so erleichtern Sie älteren Kindern die Situation

Vertrauen Sie auf dieses positive Gefühl, und vermeiden Sie folgende Fehler

1 Wecken Sie in Ihrem Kleinkind nicht die Erwartung, einen Spielkameraden zu bekommen. Besuchen Sie vielmehr Freunde mit Neugeborenen, vielleicht aus dem Kindergarten. Wecken Sie Verständnis in Ihrem Kind für die Hilflosigkeit des Babys, aber auch für seinen Reiz.

 2 Überfordern Sie Ihr Kind nicht mit Betreuungs- und Hilfsdiensten. Es fühlt sich dann schnell zurückgesetzt und ausgenutzt. Trauen Sie ihm andererseits den Umgang mit dem Baby zu. Nur so kann es eine eigene Beziehung zu ihm entwickeln. So viel ältere Geschwister sind vom Baby oft fasziniert – und eine echte Hilfe.

Baby – Geschwister, aber achten Sie darauf, dass das Kind selbst nicht zu kurz kommt.

3 Der Vater oder eine andere Bezugsperson wie die Großmutter ist während der Stillzeit für das ältere Geschwisterchen besonders wichtig. Er oder sie sollte Zeit haben für die Bedürfnisse des oder der Großen.

4 Reservieren Sie bestimmte Privilegien für das ältere Kind: ein Stühlchen neben dem Still Platz , eine bestimmte Vorlese Stunde, eine Kuschel Zeit abends vor dem Einschlafen.

5 Für das ältere Kind ist es oft nicht einfach einzusehen, warum das Baby im Schlafzimmer schläft, es selbst aber im Kinderzimmer bleiben muss. Vielleicht richten Sie schon das Babybettchen im Kinderzimmer her mit dem Verweis, dass das Baby bald dort einzieht. Oder Ihr Kind darf in Ihren Betten einschlafen. Ob es über Nacht dort bleiben darf, müssen Sie entscheiden – die Unruhe wird dann meist groß.

6 Sehr schlicht, aber bewährt ist der Brauch, dass mit der Geburt des Babys dem älteren Kind ein schönes Geschenk gemacht wird, sozusagen im Namen des Neuankömmlings.

Baby – Geschwister, Großeltern heute

Das Bild der Großeltern hat sich gewandelt: jung, aktiv, oft selbst beruflich engagiert, stehen sie meist nicht so voll zur Verfügung wie in früheren Zeiten. Außerdem leben sie häufig nicht am Ort. Einerseits ist das schade, und oft bedauern die jungen Eltern die fehlende Entlastung durch die Großeltern im Alltag. Doch in dieser leichten Distanz kann auch eine Chance liegen.
Denn das Gegenbild zum Ideal sind Großeltern, speziell -Mütter, die sich in die Erziehung einmischen, alles kritisieren und den frischgebackenen Eltern förmlich im Nacken sitzen, weil sie sich das Leben der Kinder zu eigen machen. Das kann nicht gut gehen.

 

Baby – Geschwister Rollenkonflikt

Manchmal kommt noch der Rollenkonflikt dazu. Mutter oder Schwiegermutter können nicht verstehen, dass sich die junge Mutter ihr Leben anders einrichten will, als es der Tradition entspricht. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Kindheit und der eigenen Mutter liefert zusätzlichen Sprengstoff. Andererseits wächst meist die Achtung und das Verständnis für die Leistung der eigenen Eltern, wenn man sich selbst um ein Baby kümmern muss.

Tipp, Baby - Geschwister
~ Wenn die Großeltern weit weg wohnen, unterstützt es ihre Beziehung zum Enkelkind, wenn Sie ihnen in regelmäßigen Abständen Videoaufnahmen oder Fotos Ihres Kindes in Aktion schicken.

 

Hilft Eltern wie Kindern: Toleranz

Die Grundregel für Großeltern heißt Toleranz. Lieber sich etwas zurücknehmen und schweigen, als mit seiner Hilfe zu erdrücken. Großeltern können eine großartige Unterstützung im »Aufziehen« der Enkelkinder sein, sie können entlastend und bereichernd wirken – wenn sie sich mit der jüngeren Generation einig sind und wenn sie ihre Hilfe nicht an Bedingungen knüpfen.

Dazu gehören aber auch Kinder, die ebenso tolerant – diese Hilfe annehmen und zu schätzen wissen. Und die sich darüber im klaren sind, dass Großeltern den Enkelkindern etwas ganz Eigenes mitgeben: Sie lieben die Enkel wie ihre eigenen Kinder, sie sind meist in einer etwas ruhigeren Lebensphase, sie sehen die Kinder aus der Distanz ihres Alters mit einer größeren Gelassenheit, und sie vermitteln Kontinuität und Verlässlichkeit in einer unruhigen, wandelbaren Welt. Schön, wenn es solche Großeltern noch gibt!

Schreibe einen Kommentar