Die Zweiten neun Monate nach der Geburt – Was man beachtetn bzw.vermeiden sollte

Die zweiten neun Monate nach der Geburt , wie sich der Köper umstellt wenn das Baby erstmal da ist, wollen meisten Frauen so schnell wie möglich wieder so sein wie früher

Die zweiten neun Monate doch der Körper und die Seele brauchen Zeit, um sich nach der Geburt umzustellen.

Die Zweiten neun Monate nach der Geburt - Was man beachtetn bzw.vermeiden sollte Vierzig Wochen lang war der ganze Organismus auf Schwangerschaft programmiert. Zehn Monate ist das Kind in Ihnen gewachsen, hat Ihren Körper auf seine Bedürfnisse geformt und mit der Geburt ist diese Funktion nun beendet. Eigentlich ist es ganz logisch, dass der Körper erst einmal Zeit braucht, sich wieder umzustellen. Trotzdem erschrecken viele junge Mütter, wenn sie sich zum ersten mal wieder im Spiegel betrachten. Der Bauch ist wabbelig, das Gewebe ist schlaff, die Brüste sind groß. Statt stolz auf die Leistung ihres Körpers zu sein, wünschen sich die meisten Frauen eine schnelle Rückkehr zur gewohnten Figur. Doch alles braucht seine Zeit, und nicht umsonst spricht der Volksmund von den zweiten neun Monaten.

Die Gebärmutter; die Nachwehen, der Wochenfluss

Die meisten Umstellungen macht der Körper in den ersten Tagen direkt nach der Geburt durch. Aber fast alle Veränderungen dauern bis in die ersten Monate mit dem Kind hinein. Die Gebärmutter muss wohl den abruptesten Wandel voll ziehen. Direkt nach der Geburt ist sie noch so groß wie ein Ballon und wiegt ein bis eineinhalb Kilo. Innerhalb von sechs Wochen schrumpft sie auf Birnen Größe und ist dann nur noch 50 bis 70 Gramm schwer.

Um diesen enormen Wandel durchzumachen, braucht die Gebärmutter Hilfe. Die so genannten Wochenbettwehen bewirken, dass die Blutversorgung reduziert und überflüssige Muskelfasern abgebaut werden. Direkt nach der Geburt kommt es zu einer etwa fünf minütigen Dauerkontraktion, von der die Frauen aber zumeist nichts merken. Nachwehen, etwa bis zum dritten Tag nach der Geburt, spüren nur Frauen, die schon einmal geboren haben. Die Reiz- oder Still Wehen treten jedoch immer dann auf, wenn Sie Ihr Baby stillen. Verantwortlich dafür ist ein Hormon, das beim Stillen ausgeschüttet wird und zu einem spürbaren Zusammenziehen der Gebärmutter führt.

Als weiterer positiver Nebeneffekt der Wochenbettwehen kommt die Blutung im Inneren der Gebärmutter allmählich zum Stillstand. Die Wundfläche im Innern sondert ein Wundsekret ab. Der Wochenfluss oder Lochien dauert vier bis sechs Wochen und ist voller Keime. Hygiene ist deshalb sehr wichtig, auf keinen Fall sollten das Baby oder die Brust damit in Berührung kommen. Wochenfluss ist keine Regelblutung, diese setzt bei nicht stillenden Frauen erst sechs bis acht Wochen nach der Geburt wieder ein, bei stillenden auch später.

 

Das richtige Verhütungsmittel nach der Geburt

Stillen schützt keineswegs vor einer erneuten Schwangerschaft. Andererseits kommt Ihr
Monatszyklus erst dann wieder richtig in Gang, wenn Sie die Still Mahlzeiten reduzieren und schließlich ganz abgestillt haben. Die Verhütung stellt also durchaus ein Problem dar.

~ Natürliche Empfängnisverhütungsmethoden sind nicht angebracht, weil der Zyklus
während des Stillens noch unregelmäßig ist.

~ Die Pille ist nicht geeignet, weil die Hormone in die Muttermilch übergehen und die Milchbildung gehemmt wird. Erst nach dem Abstillen ist sie daher wieder möglich.

~ Die Mini-Pille hingegen kann schon sechs Wochen nach der Geburt wieder genommen werden, weil sie nur Gestagene enthält, und zwar in so geringen Mengen, dass sie in der Muttermilch so gut wie gar nicht zu finden sind. Nachteil: Sie muss täglich zum exakt gleichen Zeitpunkt eingenommen werden.

~ Kondome oder spermizide Mittel bergen ein gewisses Schwangerschaftsrisiko. Zusammen angewendet sind sie jedoch ab der sechsten Woche nach der Geburt ein gutes Verhütungsmittel.

~ Das Diaphragma, das Sie vielleicht vor der Schwangerschaft verwendet haben, muss jetzt nicht mehr unbedingt passen. Lassen Sie es vom Arzt überprüfen. Das hat jedoch erst zwei Monate nach der Geburt Sinn.

~ Die Spirale beeinträchtigt zwar nicht das Stillen, es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sie die noch empfindliche Gebärmutter reizt. Sie kann frühestens acht Wochen nach der Geburt neu gelegt werden später ist noch besser.

 

Kleine Geburtsverletzungen und größere Figur Probleme

Entlang des Geburtsweges finden sich kleinere Geburtsverletzungen: Der Gebärmutterhals ist geschwollen oder sogar eingerissen und musste genäht werden, die Schamlippen und die Scheide sind „wund“. Diese „inneren“ Verletzungen heilen zumeist sehr schnell. Mehr Probleme macht den meisten Frauen der Dammschnitt oder Dammriss, der nach der Geburt genäht wird. Manche Frauen haben schon eine Woche nach der Geburt keine Probleme mehr damit, andere wiederum plagen sich noch Wochen damit herum. Alles, was im direkten Zusammenhang mit der Geburt steht, stecken die meisten Frauen noch ganz gut weg.

Allerdings sind sie sehr betroffen, wenn es um die Äußerlichkeiten geht. Auch wenn man gleich nach der Geburt jede Menge Pfunde wieder los wird , weil nicht nur das Kind, sondern auch Gebärmutter, zusätzliches Blut und Fruchtwasser verschwunden sind, ist der Weg zur Idealfigur noch weit. Elf bis zwölf Kilo verschwinden problemlos, aber an allen anderen Pfunden muss man hart arbeiten. Alles in allem hat sich der Körper auch äußerlich verändert. Die Bauchform ist anders, die Brüste sind größer, und an Oberschenkeln, Bauch, Po und Busen zeigen sich eventuell hässliche Schwangerschaftsstreifen. Ist es einmal passiert, so lassen sich diese „Schönheitsfehler“ nicht mehr so richtig beheben. Die Schwangerschaftsstreifen, die anfangs noch so grell violett erscheinen, verblassen allerdings im Laufe der Jahre ins Perlmuttfarbene, sie sind aber bleibendes Andenken an die Schwangerschaft.

Entgegen verbreiteter Auffassung schützt Stillen nicht vor einer Schwangerschaft

 

Die Zeit heilt alle Wunden

Nicht immer ist die Geburt nach natürlichem Plan verlaufen. Vom Kaiserschnitt bleibt der jungen Mutter ebenfalls eine Narbe. Sie ist im so genannten „Bikini- Bereich“ gesetzt, also am Haaransatz der Schambehaarung. Es dauert einige Zeit, bis diese Narbe vollständig verheilt und die rote Narben Linie verblasst ist. Anfangs ist diese Narbe noch druckempfindlich, so dass man beim Auswählen von Unterwäsche und Badekleidung darauf Rücksicht nehmen muss. Wie schon erwähnt: Wurde das erste Kind per Kaiserschnitt entbunden, muss dieser bei einer zweiten Geburt nicht zwangsläufig wieder notwendig sein. Die Narbe verkraftet nach zwei bis drei Jahren Ruhepause die Belastungen einer zweiten Schwangerschaft problemlos.

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