Säuglingsnahrung und Zubehör für Ihr Baby

Säuglingsnahrung rund um die Säuglingsmilch gibt’s eine breite Palette an Zubehör. Nicht alles davon ist sinnvoll, manches nicht praktisch oder hygienisch.

Säuglingsnahrung  Flaschen in allen Farben und Formen mit und ohne Griff, Sauger für jede Altersstufe, von Brei bis Milch, Trinkaufsätze, Fläschchen wärmer, Sterilisator, Thermobehälter, Abstellboxen und so weiter.

 

Säuglingsnahrung und Zubehör für Ihr Baby Säuglingsnahrung – Flaschen zur Wahl

Flaschen gibt es entweder aus hitzebeständigem Glas oder Kunststoff.

Vorteil der Kunststoffflaschen: Sie sind leicht und unzerbrechlich. Die Nachteile: Sie dürfen sie nur mit Wasserdampf oder in kochendem Wasser aber nicht im Schnellkochtopf sterilisieren, sie täuschen über die Temperatur der Milch hinweg und sie verlocken zum Dauer Nuckeln des Kindes, weil das Baby sie bald schon selber halten kann.

Es gibt dafür sogar sogenannte Greif Flaschen, die in der Mitte zweigeteilt sind, gerade richtig für Baby Hände. Abgesehen von der Gefahr des Dauer Nuckeln lassen sich diese Flaschen sehr schlecht reinigen – sie sind also zusätzlich auch
unhygienisch.

 

Glasflaschen

Glasflaschen sind nicht so hübsch verziert, zerbrechlich und schwerer – aber unkompliziert und sicher frei von bedenklichen Inhaltsstoffen. Die Größen sind unterschiedlich. In Milchflaschen passen circa 250 ml, Teeflaschen sind kleiner und nehmen nur circa 120 ml auf. Alle Flaschen sind mit einem Plastikschraubverschluss sowie einem runden Plastikplättchen versehen, das für einen Transport ohne Sauger in diesen Verschluss eingelegt wird. Einige Flaschen-Hersteller legen auch gleich einen kleinen praktischen Plastik- Trichter zum Einfüllen des Milchpulvers bei.

 

Säuglingsnahrung – Alles über Sauger

Die Flaschensauger – auch die Beruhigungssauger (Schnuller) – gibt’s ebenfalls in zwei Materialien: in braunem Latex, das ist Naturgummi, und in glasklarem Silikon.

Latexsauger müssen nach einiger Zeit ausgetauscht werden, denn sie altern und werden klebrig. Außerdem wurden in einigen Modellen Allergie auslösende Substanzen gefunden – erkundigen Sie sich nach aktuellen Testberichten.

Silikonsauger unterliegen kaum einem Alterungsprozess und sind ausgesprochen einfach zu reinigen. Sie sind allerdings nicht so »bissfest«. Wenn die ersten Zähne da sind, ist bei Silikon Vorsicht geboten. Kochen Sie die Sauger vor der ersten Benutzung mindestens 10 Minuten lang aus.

 

Säuglingsnahrung – Die richtige Form

Auch bei den Formen gibt’s zwei Prototypen. Bisher streiten sich die Wissenschaftler noch um Vorzüge und Nachteile der unterschiedlichen Grundmodelle.

• Die -Naturform- ist den mütterlichen Brustwarzen angeglichen. Sie ist vor allem für das Neugeborene günstig.
• Die zweite Variante ist ein abgeflachter, Kiefer gerechter Sauger, der einem »Überbiss« vorbeugen soll. Er ist nach dem Abstillen sinnvoll, weil er eine gewisse Kiefer Gymnastik bietet.

Säuglingsnahrung – Sauger Typ und Größe

Sauger ist nicht gleich Sauger: Auch auf die richtige Lochgröße kommt es an, denn die bestimmt die Tropf Geschwindigkeit. Tee oder Saft sind dünn flüssig und benötigen kleine Löcher. Säuglingsmilchnahrung (vor allem die oft sämigeren Folgemilch Nahrungen) oder dickflüssige Abendmilch Breis brauchen wiederum einen Sauger mit einem größeren Loch. Je nach Nahrung brauchen Sie also unterschiedliche Sauger Typen (steht auf der Verpackung) – sonst verschluckt sich Ihr Kind oder saugt völlig ergebnislos.

 

Ventil Sauger

Günstig sind auch Ventil Sauger, mit einem kleinen Schlitz an der Seite: Sie verhindern, dass sich der Sauger bei sehr starkem Saugen zusammenzieht. Außerdem gibt es die Sauger (und die Schnuller) noch dem Alter entsprechend in unterschiedlichen Größen: Im Alter von 0 bis 6 Monaten brauchen Sie Größe 1, vom 6. bis 18. Monat steigt Ihr Baby auf Größe 2 um. Für die ganz Kleinen gibt’s eine Extra-Größe, weil Normal Sauger für die ersten Wochen einfach zu groß sind.

 

SCHNULLER - JA ODER NEIN?

Schnuller – oder Beruhigungssauger, wie sie richtiger heißen – sind in aller Munde, denn sie geraten immer wieder einmal in die Schlagzeilen: weil manche der beliebten Gummistöpsel schädliche Stoffe enthalten oder weil der Gebrauch des Schnullers sich negativ auf die Entwicklung des Kiefers auswirkt. Achten Sie beim Kauf auf unbelastetes Material, informieren Sie sich darüber bei der Verbraucherberatung. Bei der grundsätzlichen Entscheidung für oder gegen einen Schnuller hilft Ihnen vielleicht eine nüchterne Aufzählung der Vor- und Nachteile.

Das spricht für den Schnuller:

• Er beruhigt viele unruhige Säuglinge lässt sie oft auch besser in den Schlaf finden.

• Das sogenannte non-nutritive (Leerlauf ) Saugen soll gewisse Vorteile für die Gemütsverfassung von Babys haben.

• Bei nicht gestillten Babys ist der Schnuller unter Umständen sogar günstig für die Kiefer Formung – und besser als die Nuckel Flasche.

• Sein Einsatz beruhigt auch die Eltern. Sie kommen sich weniger hilflos vor, wenn ihr Baby unruhig ist oder weint.

• Schnuller können im 2. Lebensjahr verschwinden, der Daumen nie.

Das spricht gegen den Schnuller:

• Sie sind unhygienisch. Weil sie überall herumfliegen und zu selten sterilisiert werden.

• Mit einem Schnuller bringt man Babys und Kleinkinder zum Schweigen. Das kann die Entwicklung hemmen.

• Stillen ist die beste kieferorthopädische Maßnahme.

• Ohne Schnuller ersparen Sie sich später lästige Kämpfe. Wenn es darum geht, Ihrem Kind den Trost Spender wieder abzugewöhnen: Denn 5 Jährige mit Schnuller sind schon ein merkwürdiger Anblick.

 

Säuglingsnahrung – Muss sein: Peinliche Sauberkeit

Hygiene ist in den ersten Monaten, in denen das Baby noch wenig Schutz vor Keimen besitzt, sehr wichtig. Richten Sie eine Ecke in der Küche zur Zubereitung der Fläschchen ein. Bewahren Sie Flaschen und Sauger am besten in einem Fach des Küchenschranks auf. Es gibt spezielle Flaschenständer, die in der Regel auch ein Fach für Sauger haben.

Sie können die Flaschen aber auch mit der Öffnung nach unten auf ein sauberes, frisch gebügeltes Küchentuch stellen und die Sauger in einem Einmachglas aufbewahren. Richten Sie auch eine Ecke für die Reinigungsgeräte wie Bürsten und Sterilisier Gerät ein, und verwenden Sie sie ausschließlich für das Baby Zubehör.

 

Flaschen und Sauger reinigen

Flasche und Sauger in einer Spülmittel Lauge gründlich waschen: Für beide Teile gibt es passende Bürsten. In hartnäckig verschmutzte Sauger können Sie eine Prise Salz streuen und durch Reiben Speisereste entfernen. Danach Flaschen und Sauger gründlich mit Wasser nachspülen.

 

Sterilisieren: Auskochen oder mit Wasserdampf

In den ersten acht Monaten müssen Flasche und Sauger nach der gründlichen Reinigung sterilisiert werden – später reicht ein 65-Grad-Gang in der Spülmaschine.

Das sind die Möglichkeiten:

• Die Kaltsterilisation mit Hilfe von Chemie ist fast ganz aus der Mode gekommen, denn schlichte Hitze tut’s schließlich auch.
• Einfach: das Auskochen. Flaschen und Sauger werden in einem Topf ganz mit Wasser bedeckt und bei geschlossenem Deckel 5 Minuten sprudelnd gekocht. Danach noch heiß zum Abtropfen auf ein sauberes Geschirrtuch oder in den Flaschenständer stellen. Für diese Version gibt’s Spezialtöpfe mit Einsatz (etwa 25 €).
• Schneller geht’s im Schnellkochtopf, aber bitte ausreichend Wasser einfüllen und keine Kunststoffflaschen darin sterilisieren.
• Am einfachsten ist ein spezieller Dampf-Sterilisator (Vaporisator) mit Einsatz für drei oder sechs Baby Flaschchen. Ein Gerät mit Abstell-Automatik ist besonders praktisch, aber nicht ganz billig (zwischen 35 und 50 €). Vielleicht bekommen Sie es Second Hand.

 

Wichtig!

Auch die Schnuller sollten Sie in den ersten 8 Monaten regelmäßig reinigen und sterilisieren. Später genügt Reinigen mit Spülmittel und anschließendes Abwaschen unter dem
Wasserstrahl.

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