Die alternative Säuglingsnahrung zum Stillen

Die Alternative Säuglingsnahrung es gibt gute Gründe, zur Babyflasche zu greifen. Vielleicht nehmen Sie Ihre berufliche Tätigkeit wieder auf, sind krank oder haben durch die Belastung zu Hause nicht genug Milch.

Die Alternative Säuglingsnahrung oder Sie möchten nach einer Stillzeit von mehreren Monaten wieder unabhängiger sein. Es mag auch sein, dass Sie das Stillen mühsam finden, nicht so gut damit zurecht kommen und einfach mehr zu sich selbst finden möchten.

Die Alternative Säuglingsnahrung zum Stillen Grundsätzlich steht fest: Auch Flaschenkinder wachsen gut ersorgt heran. Vorausgesetzt, sie bekommen die ihrem Alter entsprechende Milchnahrung und außerdem genug Streicheleinheiten. Dass wir trotzdem dem Stillen den Vorzug geben, ist sicher klar geworden. Doch keiner kann und will das Rad der Zeit zurückdrehen. Die Milch aus der Flasche rettet das Leben vieler Kinder und erleichtert Müttern ihre oft schwere Aufgabe. Die Zusammensetzung der Nahrung wird immer weiter verbessert, die Industrie forscht intensiv auf diesem Gebiet. Babys, die mit Säuglingsmilchnahrung aufgezogen werden, entwickeln sich nicht schlechter als gestillte Kinder. Allerdings ist es nicht ganz einfach, die richtige Nahrung und auch das richtige Zubehör aus dem Riesen Angebot zu wählen. Die Flasche verführt oft dazu, das Baby im Eiltempo abzufertigen. Nehmen Sie sich deshalb Zeit und schaffen Sie eine Atmosphäre der Intimität während des »Fütterstündchens«. Denn Nahrung geben bedeutet wesentlich mehr als nur satt machen …

 

Die alternative Säuglingsnahrung – Die richtige Milchsorte

Kuhmilch ist in ihrer Zusammensetzung für Babys ungeeignet, weil sie zuviel Eiweiß und Mineralstoffe und zu wenig ungesättigte Fettsäuren enthält. Deshalb dürfen Säuglinge vor dem 6. Monat Vollmilch noch gar nicht trinken; die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde rät sogar von Vollmilch vor Ende des ersten Lebensjahres ganz ab. Milch sollte in
dieser Lebensphase deshalb immer verdünnt werden. Sind Sie oder Ihr Mann Allergiker, sollten Sie im ganzen ersten Lebensjahr auf Kuhmilch in der Babynahrung verzichten. Wer trotz dieser Bedenken die Milchnahrung für sein Baby selbst zubereiten will, findet Anleitungen und Rezepte dazu in
der Literatur. Fertige Instant-Milchnahrung wird in der Regel auch auf der Basis von Kuhmilch hergestellt, die Verteilung der Nährstoffe ist derjenigen in der Muttermilch angenähert. Doch es ist nicht ganz einfach, sich im Angebots-Dschungel zurechtzufinden.

 

Die alternative Säuglingsnahrung – Was die Bezeichnungen bedeuten

Seit 1992 gilt EG-weit folgende Einteilung der Milchnahrung

• Säuglingsanfangsnahrung ist für die Ernährung des Babys von Anfang an geeignet. Ist sie nur aus Kuhmilch hergestellt, wird sie als Säuglingsmilchnahrung bezeichnet. Es gibt auch Anfangsnahrung auf der Basis von Sojaeiweiß diese darf aber nicht als Milch bezeichnet werden, um die Mütter nicht zu verwirren. Sie können beide während des ganzen ersten Lebensjahrs geben. Bei der Anfangsnahrung gibt es zwei unterschiedliche Gruppen: die Pre-Anfangsnahrung, deren Kohlenhydratanteil wie bei Muttermilch aus Milchzucker (Lactose) besteht. Die Produkte mit der Ziffer 1 dagegen enthalten neben Milchzucker noch Stärke. Als adaptiert wird die Nahrung bezeichnet, wenn ihr Eiweißanteil dem der Muttermilch besonders nahe kommt.
• Folgenahrung beziehungsweise Folgemilch (wenn ausschließlich Kuh-Milch-Eiweiß enthalten ist) wird meist mit der Ziffer 2 bezeichnet. Sie wird zwar offiziell ab dem 4. Monat empfohlen, sollte aber nicht vor dem 5. Monat (20. Woche) angeboten werden. Sie ist die Alternative zu Vollmilch, die im ersten Lebensjahr noch nicht gegeben werden soll. Viele Babys trinken die kalorienreichere Folgemilch eher schlechter als die Stufe-I-Nahrung: Erst wenn diese nicht mehr „satt macht“, könnte es Zeit sein, auf Folgemilch umzusteigen.

 

EXTRA-TIP

~ Bei Pre-Nahrung ist die Gefahr des Überfuttern am geringsten: Diese Milch eignet sich am besten zum »Füttern nach Bedarf«. Das heißt, wenn Sie Ihrem Baby immer so viel futtern, wie es will, wird es nicht dick werden. Füttern Sie von Anfang an Ihr Baby mit der Flasche, ist eine Pre-Nahrung ideal.

Die alternative Säuglingsnahrung – Handelsübliche  Babynahrungen

• Pre-Säuglingsanfangsnahrung: Pre Aptamil mit LCP Milupan, Pre Milumil, Pre Lactana A
(+(lüssig), Humana Anfangsmilch Pre, Pre Hipp, Aponti Pre, A/etemil Pre, Nestle Beba Pre
• I-Säuglingsanfangsnahrung: Aptamit I, Milumit I, Lactana B, Pre (+ßüssig), Humana Dauermilch
I, Humana babyfit I, Hipp I, Holle Bio-Säuglingsmilch nahrung I, Aponti I, A/etemil I, Nestle Beba I
• Folgenahrung:Aptamil 2, Milumil 2, Milumil 2-kristallzuckerfrei,Aptamil 3, Milumil 3, Lactana C (+(lüssig), Humana Folgemilch 2, Humana baby-fit 2, Humana Folgemilch 3, Hipp 2, Hipp 3, Holle Bio-Säuglings-Folgemilch 2, A/etemil HA 2+3 plus, Aponti HA, Nestle Beba 2
• Hypoallergene Milchnahrung: Aptamil HA I mit LCP Milupan, Aptamil HA 2, Milumil HA 1+2, Laaano HA, Humana HA 1+2, Hipp HA I + 2, Hipp Pre HA, A/etemil HA I +2, Aponti HA,
Nestle Be ba Start HA Pre, Nestle Beba HA I +2
• Stark hydrolisierte Milchnahrung (nur nach ärztlichem Rat!): Milupa Pregomin, Milupa Pregomin AS, Alfare
• Handelsübliche Spezialnahrungen: Milupa Comformil, Aptamil AR, Milupa Heilnahrung HN
25, Humana Heilnahrung, Humana Babywasser, Nestle Beba Durchfall-Diät HA probiotisch
• Kuhmilchfreie Säuglingsanfangsnahrung: Alfare, Lactopriv, Humana SL Trinknahrung

 

Antigenreduzierte Nahrungen

Antigenreduzierte Nahrungen , auch als hypoallergen (HA) bezeichnet, sollten nur nach Absprache mit Ihrem Kinderarzt/Ihrer Kinderärztin eingeführt werden. Bei dieser Nahrung wurden die Allergie auslösenden Eiweißbestandteile auf ein Hundertstel der ursprünglichen Menge verringert. Sie eignet sich ab der Geburt für Kinder aus Allergie gefährdeten Familien ausschließlich zur Vorbeugung von frühen allergischen Krankheiten, wenn nicht gestillt wird. Es gibt verschiedene HA-Nahrungen dieses Typs mit jeweils eigenem, oft noch nicht geklärtem Vorbeugung muster; ihre Anwendung ist nicht ganz unproblematisch. Sie sind keinesfalls zur Therapie bestehender Allergien geeignet.

Neben den HA-Nahrungen, die nur zu einem Teil von Allergenen befreit sind (teilhydrolysiert), ist bei den stark hydrolysierten Milchnahrungen eine weit stärkere Spaltung der allergenen Eiweißbestandteile erfolgt. Sie sind sehr teuer, schmecken als Folge der tiefgreifenden Veränderungen bitter und dienen ausschließlich der Behandlung schwerer-Magen-Darm-Störungen, aber auch schwerer Allergien. Über ihren Einsatz sollten Sie ausführlich mit Ihrer Kinderärztin/ Ihrem Kinderarzt beraten.

Die alternative Säuglingsnahrung – Bei einer Sorte bleiben

Wenn Sie eine Milchnahrung gefunden haben, die Ihr Kind verträgt, sollten Sie dabei bleiben. Denn ein Wechsel belastet das empfindliche Verdauungssystem und kann zu Blähungen führen.

• Also bitte nicht alle Pröbchen, die Sie zugeschickt bekommen, durchtesten, sondern vorher eventuell mit dem Kinderarzt zusammen überlegen, welche Milch die Richtige ist.

• Auch wenn die Altersangaben auf den Packungen es suggerieren: Sie müssen sich nicht von Pre-Nahrung über Folgemilch 1 zu Folgemilch 2 durchkämpfen. Folgenahrung hat keine Vorteile: Sie wurde in erster Linie auf Wunsch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für arme Länder produziert, -da sie in der Herstellung erheblich günstiger ist.

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