Wenn es Zeit wird Abstillen? Abstillen und wie wird abgestillt?

Wenn’s Zeit wird: Abstillen? Wie lange soll man eigentlich stillen, fragen sich viele Mütter, die durch widersprüchliche Informationen verunsichert sind.

Wenn’s Zeit wird: Abstillen? Das ganze erste Jahr? Oder soll man aufhören, wenn die Zähne kommen?

Wenn es Zeit wird Abstillen Das Wort »Säugling« kommt von »saugen«, und bis zum 5. bis 6. Monat kann ein Säugling die Nahrung eigentlich nur durch Saugen aufnehmen. Wenn Sie im 3. Monat schon versuchen würden, Ihr Baby mit dem Löffel zu füttern, müssten Sie ihm den Brei regelrecht in den Mund spachteln, wie der Maurer in die Fugen. Ihr Baby ist jedoch kein »Spachtling«. Also beginnt man in der Regel im 5. Monat (20. Lebenswoche) oder auch erst im 6. Monat, Brei vom Löffel zu füttern. Ihr Baby wird sein Mäulchen entgegenstrecken und das Aufnehmen, Kauen und Schlucken schon stolz Wenn’s Zeit wird: Abstillen?genießen.

 

Wenn es Zeit wird Abstillen? -Stillen durch Breinahrung ersetzen

Eine Stillmahlzeit nach der anderen wird nun durch einen Brei ersetzt. Und schließlich kommt der Tag, an dem sich Ihr Baby von selbst abstillt – meist um den 10. bis 12. Monat. Danach trinkt es aus der Tasse. Nur wenige Mütter erreichen eine so ausgiebige Stillzeit. Viele wollen schon bald wissen, wie lange denn Stillen noch sinnvoll ist. Die Vorteile der Muttermilch für die Darm- und Stoffwechselfunktion und auch für die Verstärkung der Infektionsabwehr überwiegen etwa bis zum Ende des 5. bis 6. Monats. Aber auch das ist oft nicht zu schaffen. Grundsätzlich gilt: Jeder Stilltag, den Ihr Baby noch genießen darf, nützt seiner Gesundheit.

Wenn es Zeit wird Abstillen? – Wie wird abgestillt?

• Beginnen Sie mit der Mahlzeit, bei der Sie ohnehin am wenigsten Milch haben. Lassen Sie Ihr Baby zuerst aus der Flasche trinken oder vom Löffel essen, und bieten Sie ihm dann erst die Brust an. So trinkt es nur wenig, und Ihre Milchmenge geht von alleine langsam zurück.
• Nehmen Sie sich für das Abstillen einer Mahlzeit etwa 5 bis 7 Tage Zeit.
• Dann ersetzen Sie die nächste Mahlzeit ebenso nach und nach. So können Sie binnen etwa 3 Wochen ganz abstillen wenn Sie nicht die morgendliche und abendliche Stillmahlzeit für je ein besinnliches Beisammensein weiter beibehalten wollen.

Wenn es Zeit wird Abstillen? – Das unterstützt das Abstillen

Ein paar Maßnahmen verhindern, dass Ihr Busen unnötig strapaziert wird

• Trinken Sie weniger als sonst – und natürlich keinen Milchbildungstee!
• Tragen Sie einen engen BH und ziehen Sie die Träger straff, um die Brüste hochzuschnüren.
• Wenn die Brüste schmerzen, können Sie kühle Quarkwickel machen, auch um einer Entzündung vorzubeugen: Magerquark (Zimmertemperatur) fingerdick auf eine Mullwindel streichen, auf die Brüste legen, mit einem Frotteehandtuch abdecken. Eine halbe Stunde einwirken lassen, danach mit lauwarmem Wasser abspülen.
• Pumpen Sie nicht zwischendurch ab, da Sie sonst die Milchbildung anregen.
• Hormonhaltige Abstilltabletten strapazieren den Kreislauf erheblich: Besser, Sie kommen ohne aus.

Wichtig!

Manchmal muss sehr schnell abgestillt werden:

Eine Krankheit oder eine dringende Reise zwingen Sie, binnen Tagen abzustillen. Hier
müssen Sie Ihren Frauenarzt bitten, Ihnen ein Abstillmedikament (Pravide) zu verordnen,
damit die Milchmenge schnell zurückgeht und sich kein Milchstau bildet, der schmerzhaft ist
und vielleicht sogar eine Mastitis zur Folge haben könnte .

Vorsicht:  Dieses Mittel kann Kreislaufbeschwerden verursachen.

Wenn Ihr Kind noch nicht verzichten will

So manches stillerfahrene Baby kämpft wie ein Löwe um die Brust und lehnt den Flaschensauger rigoros ab. Schon einige Mütter haben bei soviel starkem Willen den Abstillplan wieder aufgeben müssen.
• Das hilft: Versuchen Sie, die Milch mit dem Löffel zu füttern. Das braucht allerdings Geduld. Einfacher ist es oft den Vater oder eine andere vertraute Person zu bitten, das Kind zu füttern, denn er hat schließlich keine Brust zu bieten. Sie werde staunen. wie schnell Ihr Baby sich den neuen Realitäten an passt und in sein Schicksal mit dem Sauger fügt.

Machen Sie sich klar: Je älter Ihr Kind wird, desto weniger wird es verzichten wollen. Wer gegen Ende des 9 bis 10- Monats noch nicht abgestillt hat, wird auch im zweiten Lebensjahr wahrscheinlich weiterstillen. Wenn Sie dazu mit allen Konsequenzen bereit sind – „kein Problem. Wenn nicht, dann sollten Sie rechtzeitig die Initiative ergreifen.

 

SPEZIELL FÜR VÄTER

~ Für Ihre Frau ist es sehr schwer, Ihr Baby ohne Hilfe abzustillen. Und wenn es etwas vertröstet werden muss, um die Stillabstände (vor allem nachts) zu verlängern, ist sie geradezu ungeeignet: Das Baby will natürlich sofort an den nährenden Busen. In dieser Situation ist es eine ungeheure Erleichterung, wenn Sie diese Aufgabe liebevoll, aber bestimmt übernehmen. Von Ihnen wird das Baby den Sauger eher akzeptieren als von seiner „Quelle“. Voraussetzung ist allerdings. dass nicht Sie Ihre Frau zum Abstillen drängen. Es muss ihr eigener, freier Entschluss sein. Wenn das so ist,
kann das Abstillen und der Übergang zu Flasche oder Löffel der erste zu einer gleichberechtigten Elternbeziehung sein – unabhängig von biologischen Gegebenheiten.

Schreibe einen Kommentar