Hilfe bei Stillproblemen in den ersten Wochen sind normal

Hilfe bei Stillproblemen sie sind oft schuld daran, dass im Laufe der ersten 6 Wochen viele Mütter »aufgeben«, obwohl sie gerne länger gestillt hätten

Hilfe bei Stillproblemen eine große Hilfe bei diesen Problemen ist der Rat einer erfahrenen Hebamme oder die Unterstützung durch Stillberaterin und Stillgruppe.

 

Hilfe bei Stillproblemen in den ersten Wochen sind normal Hilfe bei Stillproblemen

Denn viele Schwierigkeiten sind vorübergehend und können gemeistert werden. Lassen Sie sich also nicht so schnell entmutigen oder sich weismachen, das andere Mütter viel »besser« können oder gar, das es die Mühe nicht lohnt. Es ist für Sie im Nachhinein ein unbefriedigendes Gefühl, gezwungenermaßen abgestillt zu haben. Wenn Sie mit Ihrem Stillproblem fertig werden und am Ende alles wunderbar klappt – welch ein Glück!

 

Hilfe bei Stillproblemen – Schmerzhafte und wunde Brustwarzen

Natürlich ist das erste Ansaugen Ihres Kindes ungewohnt. Wenn’s sich um ein kleines »Barracuda-Baby« handelt, das einen starken Zug hat, kann es sogar etwas unangenehm sein. Aber nach den ersten Tagen sind Sie daran gewöhnt – schmerzhaft ist es dann nicht mehr. Anders, wenn Ihr Baby nur die Warze greift oder die Warze nicht richtig im Mund liegt. Doch das können Sie schnell korrigieren. Unangenehm wird es aber, wenn Ihre Warzen wund sind – und das passiert häufig in den ersten Tagen. Gerade hellhäutige Frauen, die ihre Brüste nicht vorbereitet haben und ihr Baby in den ersten Tagen zu lange anlegen, bekommen schnell gereizte, rissige, schließlich blutige Warzen.

 

Stillhütchen

Es gibt wohl Stillhütchen, die Sie zur Schonung auflegen können, aber ist die Warze erst wund, dauert die Heilung durch die Beanspruchung einfach länger. Seien Sie deshalb in den ersten Tagen und Wochen extrem vorsichtig, denn durch die verletzte Warze können Keime eindringen und eine Brustentzündung (Mastitis) auslösen. Wunde Warzen und Entzündung können einer Mutter das Stillen schnell verleiden. Nach den ersten Wochen ist Ihre Brust zwar irgendwann abgehärtet, doch vorher können Sie sie schützen:

 

Das können Sie tun

• Trockene Wärme von einer Rotlichtlampe zwischen den Stillmahlzeiten oder im Sommer ein Viertelstündchen Sonnenbad »oben ohne« tun wohl.
• Lassen Sie die letzten Milchtropfen der Mahlzeit auf der Warze trocknen – sie haben heilende Wirkung.

• Ein Tropfen Rotöl (Johanniskrautöl, aus der Apotheke) auf die Warzen nach jedem Stillen wirkt Wunder. Sie müssen es vor dem nächsten Stillen nicht extra abwischen.
• Salben sollten nicht routinemäßig angewendet werden. Lassen Sie sich hier erst von Ihrem Frauenarzt beraten
• Weniger schmerzhaft wird das Stillen mit Latex-Stillhütchen (Apotheke), die Sie auf die Brustwarze aufsetzen. Babys können damit kräftig saugen, wenn sie auch eine etwas verminderte Milchmenge aushalten müssen. Nach wenigen Tagen können Sie wieder normal stillen.
• Legen Sie das Baby auf der weniger gereizten Seite zuerst an, damit auf diese Weise der Milchfluß-Effekt auch auf der wunden Seite schonend eintreten kann und damit das Ansaugen weitgehend schmerzlos ist.
• Lassen Sie Ihr Baby an der gereizten oder wunden Brust nicht länger als 10 Minuten pro Seite trinken; lieber verkürzen Sie die Stillabstände.

 

Hilfe bei Stillproblemen – Ihr Baby will ständig trinken?

Sie sehen blass und müde aus, und trotzdem gestehen Sie es nur ungern: Ihr Baby stiehlt Ihnen den letzten Nerv. Es will immerzu trinken – nach kurzer Mahlzeit hält es kurze Ruhe, und schon geht es wieder los. Zweifellos gibt es unruhige, zarte oder Trink faule Kinder, die Wochen- ja gar monatelang mehr als die übliche Zahl an Mahlzeiten brauchen. Sehr häufig ist aber etwas anderes geschehen, und meist handelt es sich um besonders »pfiffige« Babys. Sie haben schon früh gelernt, dass sobald sie schreien, Mama zur Verfügung steht. Vielleicht hat Ihr Kind- einmal nur wenig getrunken und statt nach 3 bis 4 Stunden schon nach einer Stunde wieder gekräht. Vielleicht haben Sie auch sein Geschrei Missverstanden, es angelegt und das hat Schule gemacht! Vielleicht liebt es Ihr Baby einfach, viel zu saugen, und stillt bei Ihnen nicht nur seinen Hunger, sondern auch sein Saugbedürfnis.

 

Das können Sie tun

Natürlich müssen Sie erst im Gespräch mit dem Kinderarzt klären, ob Ihr Kind gut und alters gemäß entwickelt ist – dann kann es nämlich nicht ständig Hunger haben! In der Folge sollten Sie versuchen, die Abstände zwischen den einzelnen Mahlzeiten auszudehnen.

• Lenken Sie es ab, spielen und singen Sie mit ihm, machen Sie einen Spaziergang. Sicher wird es erst protestieren, denn durch die vielen kleinen Mahlzeiten wird es wahrscheinlich recht wenig auf einmal trinken. Aber je größer Sie die Abstände halten können, desto üppiger fällt die einzelne Mahlzeit aus und desto friedlicher wird Ihr Kind.
• Eine große Hilfe ist es, wenn ein Dritter – am besten Ihr Mann – das Baby ablenkt, ihm vielleicht zur Beruhigung eine Flasche Tee gibt.
• Rechnen Sie damit, dass diese »Umerziehung« nicht ganz ohne Kummer und Geschrei abläuft. Aber lieber diesen Kampf durchstehen, als entnervt das Handtuch zu werfen und abzustillen.

 

Hilfe bei Stillproblemen – Brauchen Stillkinder Tee?

Muttermilch sättigt nicht nur, sie ist außerdem noch salz- und eiweißarm und löscht daher auch ideal den Durst. Das gleiche gilt für alle unsere in Europa zugelassenen Säuglingsmilchnahrungen. Wenn man allerdings die Prospekte von Babytees liest, kann man sich nur wundern, das die Menschheit bisher ohne Babytee überlebt hat. Stellen Sie sich doch einfach vor: In Afrika, wo es viel heißer ist, gibt es keinen Tee. Das Wasser dort ist verseucht, und der Tee damit gefährlich. Es geht auch ohne.

Grundsätzlich gilt: Gesunde Säuglinge bis zum vollendeten 5. Monat (20.Woche) brauchen keinen Babytee.

 

Hilfe bei Stillproblemen – Die Milch reicht nicht

Irgendwann kommt der Tag, an dem Sie den Verdacht haben, dass Ihre Milch nicht reicht. Ihr Baby wacht nachts wieder auf und schreit, ist tagsüber eher unruhig oder nach der Mahlzeit unzufrieden. Sie haben richtig geraten – die Milchmenge reicht nicht mehr. Vermutlich ist Ihr Kind kräftig gewachsen und hat bis hierher gut zugenommen. Nun braucht es einfach mehr.

 

Das können Sie tun

Keine Panik – vertrauen Sie auf Ihr Baby. Es steuert seinen Bedarf selbständig:
Legen Sie es häufiger an, auch nachts, wenn es danach verlangt. Nach 2 bis 3 Tagen hat Ihr Hormonsystem die Botschaft verstanden, die Milch fließt reichlich, und Ihr Baby findet seinen Rhythmus wieder.

• Wenn Sie in jedem Fall weiter voll stillen wollen, ist es nötig, doch einmal Ihre tägliche Milchmenge festzustellen. Das können Sie sehr einfach mit einer Wiege Probe: Legen Sie über zwei Tage das Baby vor und nach jeder Mahlzeit auf die Waage; die jeweilige Differenz addieren Sie und erhalten so die Gesamt Trinkmenge. Trinkt Ihr Kind zu wenig, wird sich Ihre Kinderärztin oder Ihr Kinderarzt mit Ihnen beraten, was zu tun ist. Es könnte ja zum Beispiel sein, das Sie sich einfach nicht richtig ernährt und nicht ausreichend getrunken haben.

• Es kann viele Gründe für zu wenig Milch geben: zu viel körperliche Aktivität, Stress mit mehreren Kindern zu Hause, Überforderung mit der neuen Situation, Kummer und schließlich die ständige Sorge, die Milch reiche nicht. Wahrscheinlich wissen Sie am besten, was ganz speziell Ihr Problem ist. Besprechen Sie es mit Ihrem Mann, Ihrer Mutter, Freundin oder einer anderen Vertrauensperson. Versuchen Sie, eine Lösung zu finden, die Ihnen mehr Ruhe und Abstand verschafft. Es gibt vieles, was 2 bis 3 Monate warten kann – bis das Stillen nicht mehr so wichtig ist.

• Legen Sie sich ruhig einen Tag mit Ihrem Baby ins Bett. Ruhen Sie, konzentrieren Sie sich aufs Kind, ignorieren Sie einfach die Außenwelt. Sie werden sehen: Nach 24 Stunden haben Sie wieder genug Milch.

• Es gibt Getränke und Speisen, die milchbildend wirken. Insgesamt ist eine ausreichende Ernährung und viel Flüssigkeitszufuhr wichtig. Wenn Sie beides beachten, unterstützt das die Milchbildung.

• Sollte es einmal nicht so sein, weil Sie vielleicht nach längerer Stillzeit »gestresst« sind und ohnehin nicht mehr lange weiterstillen wollen, sollten Sie erwägen, ob Sie mit dem Zufüttern von Flaschennahrung beginnen. Bedenken Sie aber, das Sie damit den Abstill Prozess beginnen.

 

Hilfe bei Stillproblemen -Was Sie übers Abpumpen wissen müssen

Vielleicht bleibt es Ihnen nicht erspart, und Ihr Baby muss in die Kinderklinik verlegt werden. Lassen Sie sich bitte nicht zum Abstillen verleiten. Oft ist es gerade ganz besonders wichtig, das ein erkranktes Baby die Milch der Mutter weiter erhalten darf! Vorübergehendes Abpumpen der Milch und Füttern mit der Flasche, bis Ihr Baby wieder selbst an Ihrer Brust trinken darf, ist die richtige Lösung. Die meisten Entbindungskliniken sind darauf eingestellt: Sie erhalten elektrische Pumpen und müssen natürlich die Technik erst lernen. Sind Sie schon zu Hause, so können Sie in einer Apotheke oder einem Sanitätshaus eine Pumpe leihen. Bitten Sie eine Hebamme, Ihnen die Notwendigkeit für diese Maßnahme zu bescheinigen, damit die Krankenkasse die Leihgebühren übernimmt.

Geht es nur um kleine Milchmengen, die abgepumpt werden müssen, so genügt eine einfache Handpumpe, die Sie in der Apotheke erwerben können. Die Handpumpe kann auch sehr hilfreich bei einem Milchstau sein, wenn nach den ersten Lebenstagen des Babys die Milch einschießt und die Brust so hart wird, .das das Baby die Warze nicht richtig fassen kann. Hier hilft das Abpumpen kleiner Mengen, um dem Baby das Saugen zu ermöglichen. Beim Abpumpen gelten im Grunde die gleichen Regeln wie beim Stillen. Allerdings fließt die Milch oft langsamer, weil der Schlüsselreiz fehlt. Legen Sie die Pumpe regelmäßig, mindestens alle 3 bis 4 Stunden an, und pumpen Sie beide Seiten ab. Pumpen Sie zu selten, geht die Milchmenge zurück.

 

EXTRA-TIP

Wenn Sie einen wichtigen Termin haben, den Sie ohne Baby wahrnehmen müssen, oder aus anderen Gründen einmal eine Stillmahlzeit mit der Flasche geben wollen, können Sie die Milch vorher abpumpen.

Hilfe bei Stillproblemen – Haltbarkeit der Milch

Dank ihrer antibakteriellen Eigenschaften ist Muttermilch lange verwendbar. Wenn sie nach dem Abpumpen im Kühlschrank bei 4 „C aufbewahrt wird, kann sie ohne weiteres 24 Stunden auf den Transport in die Klinik warten. Sollten Sie überschüssig ab gepumpte Milch aufbewahren wollen: bei Tiefkühl- Temperaturen ist sie 6 bis 8 Wochen haltbar. Dazu die abgepumpte Milch unverzüglich in gereinigte sterilisierte Tee Fläschchen aus Glas gießen, mit Deckel verschließen, anschließend mit einem Etikett versehen, auf dem das Datum notiert ist. Immer jeweils die Menge eines
Pump Vorgangs abfüllen – keinesfalls zu bereits abgefüllter Milch neu abgepumpte dazu gießen.

Wichtig

Nicht nur die Behältnisse, auch die Milchpumpe sollte nach jedem Gebrauch gereinigt und sterilisiert werden. Zum Gebrauch tauen Sie eine Portion im Kühlschrank auf. Muss es schnell gehen, können Sie sie auch im Wasserbad erwärmen.

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