Das erste Anlegen – richtiges Stillen will gelernt sein

Das erste Anlegen was kann es schöneres geben, als das Kind, was über neun Monate im Bauch herangewachsen ist das Innigste zu geben.

Das erste Anlegen wichtig ist, dass Sie sich selbst und Ihrem Baby Zeit geben, bis alles gut klappt.

Das erste Anlegen - richtiges Stillen will gelernt sein Wie bereits beschrieben, ist der Milch Such Reflex eines Neugeborenen in den ersten bei den Stunden nach der Geburt am stärksten. Dies ist der ideale Zeitpunkt, um mit dem Stillen anzufangen: Ihr Baby ist sehr wach und nimmt die ersten Eindrücke auf. Besonders wenn es Ihr erstes Baby ist, sollten Sie unbedingt die Hebamme oder eine erfahrene Säuglingsschwester bitten, Ihnen beim ersten Anlegen behilflich zu sein. Denn es mag sich einfach anhören aber zum Stillen gehört weitaus mehr als nur das Kind in Richtung Busen zu heben.

Entscheidend ist eine entspannte Körperhaltung, eine innere und äußere Ruhe und dass Ihr Kind die Warze richtig in den Mund nimmt. Achten Sie immer darauf, dass die Lippen die ganze Warze umschließen sowie etwas vom umliegenden Warzenhof dazu. Babys, die nur an der Warze nuckeln, haben ihren Müttern ruck, zuck die Brust lädiert.

Das erste Anlegen – Der Milcheinschuss

Sobald das Baby an Ihrer Brust saugt, wird ein bestimmter Reflex ausgelöst: Die Hormon Quelle Hypophyse im Gehirn schüttet das Hormon Prolaktin aus. Es kurbelt die Milchbildung an. Etwa am zweiten bis fünften Tag nach der Geburt ist der Prolaktin-spiegel so hoch, dass die Milch in den Milchdrüsen einschießt. Und eben genauso empfinden viele Frauen diese Reaktion. Plötzlich fühlt sich ihr Busen ganz anders an als sonst – er kann heiß, schwer, groß, rot und knotig werden. Aber nicht immer muss dieser Milcheinschuss schmerzen – vielfach spielt auch die Psyche eine Rolle. Gleichgültig, wie Ihre Mutter, Schwiegermutter, Schwester oder Freundin den Milcheinschuss nach einer Geburt erlebt haben – so muss es nicht auch zwangsläufig bei Ihnen sein!

 

Das erste Anlegen – Günstige Startbedingungen

Machen Sie sich einfach frei von negativen Gedanken – dies ist die beste Voraussetzung für ein schönes Stillen. übrigens: Manche Frauen merken vom Milcheinschuss fast gar nichts – sie stellen lediglich fest, dass ihr Baby auf einmal nach dem Anlegen sehr satt und zufrieden wirkt.

Das erste Anlegen – Kompressen beruhigen die Brust

Wenn die Brust einmal ganz prall gefüllt und gestaut ist, helfen warme und kalte Umschläge: Wärme vor dem Stillen (warme Waschlappen, Rotlicht oder ein warmes Duschbad) öffnet die Poren und lässt die Milch leichter fließen, Kälte danach beruhigt und beugt beginnenden Entzündungen vor. Lassen Sie sich von der Krankenschwester Quarkwickel, Retterspitzumschläge oder Eispackungen bringen. Ebenfalls wichtig: ein gut sitzender BH!

 

SEKT MACHT MILCH

~ Lassen Sie die Sektkorken knallen – bei zu viel des Guten gibt’s dann Quark und Eis. Zur Förderung des Milcheinschusses wollen wir Ihnen den Geheimtipp nicht vorenthalten: Sekt fördert die Milchbildung. Mächtig Grund zum Feiern haben
Sie ja! Ein Gläschen Schampus wirkt oft Wunder – notfalls tut’s auch ein Piccolo zu zweit aus der Klinik-Cafeteria. Übrigens auch für später zu merken, falls in Stress Zeiten vorübergehend die Milch knapp wird. Aber: Bitte keinen Sekt mehr trinken, wenn die Milchproduktion bereits (wieder) in Gang gekommen ist!

Stillen

Jede Mutter stellt sich heute die Frage: Möchte ich mein Baby stillen oder mit der Flasche großziehen? Längst ist Stillen keine Selbstverständlichkeit mehr. Die Entscheidung unterliegt seit Jahrzehnten dem Trend. Die Generation unserer Mütter zum Beispiel hat kaum noch Still Erfahrung, denn vor rund 30 Jahren war das Stillen absolut verpönt – modern war die Flaschennahrung. In den siebziger Jahren dann die Wende: Zurück zur Natur, zurück zur Natürlichkeit – Stillen kam wieder in Mode. Immer mehr Studien belegen, wie wichtig Stillen für Mutter und Kind ist, und immer mehr Ärzte und Hebammen machen sich dafür stark, den Müttern das Stillen nahe zu legen. Zum Glück – denn dem Baby die Brust zu geben hat bedeutende Vorteile.

 

Bringt Stillen nur Vorteile?

Nicht ganz – der Fairness halber müssen auch die Nachteile genannt werden, z. B.: Mütter, die stillen, sind allein für die Ernährung ihres Kindes zuständig. Es sei denn, sie pumpen hin und wieder Milch ab, die dann auch der Partner geben kann. Ähnliches gilt für die Nachtruhe: Eine stillende Mutter muss immer aufstehen. Und: Sie ist in der Ernährung eingeschränkt. Auf Alkohol sowie blähende Lebensmittel wie Zwiebeln, Knoblauch muss sie auch in den kommenden Wochen weitgehend verzichten.

 

GUTE GRÜNDE FÜR DAS STILLEN

~ Muttermilch enthält Nährstoffe in einer bestimmten Zusammensetzung, die perfekt auf die Bedürfnisse Ihres Babys abgestimmt ist

~ Muttermilch ist reich an Abwehrstoffen, die Ihr Baby vor Krankheiten schützen. Deshalb werden gestillte Kinder seltener krank. Erkranken gestillte Kinder, werden sie dank der zugeführten Abwehrstoffe schneller gesund.

~ Muttermilch schützt Ihr Baby vor Allergien, besonders, wenn es in den ersten sechs Monaten voll gestillt wird.

~ Stillen knüpft enge Bande zwischen Mutter und Kind. Die Fütterung an der Brust bedeutet direkten Körperkontakt: Ihr Baby spürt Ihre Wärme, Nähe und Liebe sind eine ideale Basis, um Urvertrauen zu entwickeln.

~ Stillen fördert die Rückbildung der Gebärmutter auf ihre Ausgangsgröße und mindert den Wochenfluss.

~ Stillen ist praktisch: Die Milch ist keimfrei, gut verpackt, stets bestens temperiert und immer verfügbar, wenn Ihr Baby sie gerade braucht Dies werden Sie ganz bestimmt in einigen Wochen zu schätzen wissen.

~ Mütter, die ihrem Baby die Brust geben, sparen in den ersten sechs Monaten rund 500 Euro (keine Babynahrung, keine Flaschen, keine Sauger, keine Energie zum Reinigen der Flaschen etc.).

~ Stillen mindert das Brustkrebsrisiko.

~ Nicht zu vergessen: Stillen ist Seelen Balsam für die Mütter. Auf einzigartige Weise sind sie ihrem Baby ganz nahe. In dieser sehr intimen Zeit verschmelzen Mutter und Kind zu einer vertrauten Einheit, die ein Leben lang anhalten kann.

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