Der erste Brei von süß bis herzhaft

Der erste Brei feste Nahrung ist zunächst etwas völlig Ungewohntes für Ihr Baby

Der erste Brei Konsistenz und Geschmack wollen erst einmal überprüft werden, nicht selten wird der erste Löffel angeekelt und unter Schütteln wieder ausgespuckt.

Der erste Brei von süß bis herzhaft Hat Ihr Kind sich dann an die Karotten gewöhnt, folgt der Fleisch-Gemüse-Brei als nächste Herausforderung an die Geschmacksnerven. Deshalb können Sie nicht gleich eine ganze Mahlzeit ersetzen. Auch hier wie in allen Entwicklungsprozessen beginnen Sie am besten geduldig in kleinen Schritten.

 

Erst nur ein paar Löffel …

Beginnen Sie mittags mit 1 bis 2 Teelöffeln Karottenmus oder Obstmark nach der halben Stillmahlzeit oder Flasche. Anfangs können Sie gut Frühkarotten aus dem Gläschen nehmen, denn Sie brauchen ja nur Mini-Mengen. Nehmen Sie am besten ein kleines Glas. Sie können es angebrochen im Kühlschrank 1 Tag aufbewahren. Beim Obst können Sie natürlich auch portionsweise 1 bis 2 Löffelchen Banane pürieren oder etwas Apfel fein reiben. Frühestens ab Mitte des 5. Monats können Sie dann mittags einen »richtigen« Kartoffel-Karotten-Brei mit Fleisch und Fett füttern.

 

Mittags – GEMÜSE-KARTOFFEL-FLEISCH-BREI

Diesen Brei können Sie von nun an das ganze erste Lebensjahr geben. Er enthält in idealer Kombination alle Nährstoffe, die Ihr Baby braucht. 1 mal pro Woche können Sie das Fleisch durch ein kleines Eigelb ersetzen. Sie geben es vor dem Pürieren in den Topf und kochen es nochmals mit den Karotten auf.

1 Kartoffel von etwa 50 g
100 g Karotten
30 g mageres gehacktes oder fein geschnittenes Fleisch von Lamm, Rind,
Geflügel oder Schwein
3 EßI. Wasser
1 Eßt. Butter oder ungehärtete Margarine

Die Kartoffel in der Schale kochen. Inzwischen die Karotten schälen und kleinschneiden. Mit dem Fleisch und dem Wasser in einem Topf etwa 15 Minuten dünsten. Wenn nötig, Wasser zugeben. Die Kartoffel pellen, klein schneiden und mit dem Fett zugeben. Mit dem Pürierstab kurz pürieren. Wenn nötig, mit etwas abgekochtem Wasser verdünnen.

 

VORRATS-MITTAGSBREI

Der Mittagsbrei kostet etwas Zeit und ist durch die kleinen Mengen nicht einfach zu kochen. Praktisch ist es, ihn für den ganzen Monat auf Vorrat zu kochen und in Tiefkühlbeuteln portionsweise einzufrieren.

Für 30 Portionen

900 g mageres Fleisch
0,51 Wasser
1 Prise Fenchelsamen
1,5 kg Kartoffeln
3 kg Karotten

Nach dem Auftauen: pro Portion 1 Eßl. Butter oder Keimöl

Das Fleisch mit dem Wasser und den Fenchelsamen im Schnellkochtopf bei Stufe 1 etwa 45 Minuten garen. Inzwischen die Kartoffeln gut waschen und in der Schale in einem Normaltopf garen. Die Karotten waschen, schälen und kleinschneiden. Das gare Fleisch aus der Brühe heben, die Karotten Stückchen hineingeben und bei Stufe 1 im Schnellkochtopf etwa 6 Minuten garen. Das Fleisch kleinschneiden, portionsweise im Mixer mit etwas Brühe und Karotten Stückchen fein pürieren. Die heißen Kartoffeln pellen und durch die Kartoffelpresse drücken. Den Kartoffelschnee mit dem Karotten- Fleisch-Mus mischen.

 

BEIKOST· BREIREZEPTE

In Tiefkühlbeuteln Portionen von etwa 200 g nach Alter und Appetit etwas mehr oder weniger) abfüllen und im Tiefkühlgerät einfrieren. Zum Essen eine Portion in der Mikrowelle oder im heißen Wasserbad erhitzen, mit 1 Eßlöffel Butter oder Keimöl verrühren.

Wichtig!
~Schmecken Sie die Breie für Ihr Kind nicht ab, denn dann kommen Sie auch nicht auf den
Gedanken, »noch zuwürzen«. Ihr Baby verträgt nämlich noch kein Salz. Für seine sensiblen
Geschmacksnerven ist das Eigenaroma von Milch, Getreide und Obst völlig ausreichend!

Übrigens: Zum Durst löschen können Sie zwischen durch abgekochtes Wasser oder Tee geben.

Breie ab dem 5. und 6. Monat

Diesen Abendbrei sollten Sie frühestens vom 5. Monat an füttern. Keine Sorge Sie müssen Ihrem müden Kind jetzt nicht vor dem Schlafengehen das Löffeln beibringen dieser Brei ist dünn flüssig und wird mit der Flasche gegeben. Sie brauchen dazu den kreuzweise eingeschnittenen Breisauger.

Der erste Brei von süß bis herzhaft

Für den Abend VOLLMILCH-GETREIDEBREI

200 ml pasteurisierte Vollmilch
20 g Baby- Vollkornflocken
3 Teel. frisch gepreßter Orangensaft

Die Milch zur Hälfte mit den Vollkornflocken anrühren, zum Kochen bringen und je nach Flocken 1 bis 2 Minuten kochen lassen. Vom Herd ziehen und die restliche Milch unterrühren. Den Saft zugießen, in die Flasche füllen und kurz schütteln. Ist das Baby wund, ersetzen Sie den Orangensaft durch milden Birnen- oder Karottensaft aus dem Reformhaus.

Erst im 7. Monat wird die Nachmittags- Milchmahlzeit durch einen milchfreien Obst-Getreidebrei ersetzt. Auch wenn es Ihnen gegen den Strich gehen sollte Dieser Brei wird ohne Milch zubereitet, sonst bekommt Ihr Kind nämlich zuviel Eiweiß. Mit Instant- Flocken (ohne andere Zutaten, also kein Fertigbrei!) ist dieser Brei im Nu und preiswert hergestellt.

Für Nachmittags OBST-GETREIDEBREI

1 süßer Apfel
1 Stück weiche Banane
oder 1 bis 2 Beeren
100 ml Wasser
20 g Instant-Getreideflocken
1 Eßt. Butter oder Keimöl

Den Apfel waschen, schälen und vom Kerngehäuse befreien, zusammen mit Banane oder Beeren pürieren. Das Wasser aufkochen, die Getreideflocken damit anrühren. Das Fett unterrühren und den Brei mit dem Obstmus (etwa 100 g) vermischen.

 

Wenn die Zähnchen kommen

. .. sollte Ihr Kind etwas zu Beißen haben. Ist es mit dem Zahnen sehr früh dran, sollten Sie ihm mit einem Beißring helfen. Doch nach dem 9. Monat darf es Brotkanten und Apfelstückchen knabbern. Auch die Breie dürfen jetzt stückiger werden.

DIE ERSTEN ZÄHNE

Die ersten Milchzähne brechen frühstens im 6. Monat durch – bei manchen Babys auch erst I bis 2 Monate später. Meist kündigen sie sich durch vermehrten Speichelfluß an. Oft bemerken Sie den Durchbruch erst, wenn das Zahnspitzchen schon zu sehen ist. Manchmal sind jedoch die Zahnleisten gerötet und geschwollen, Ihr Baby ist weinerlich und hat wenig Appetit. Fieber tritt nur sehr selten auf, für die meisten Beschwerden sind andere Begleiterkrankungen verantwortlich. Brotkanten oder Karotten zum Beißen, kühlbare Beißringe und leichte Massage der Kauleisten mit Salbeitee lindern das Unbehagen. Bis zum I. Geburtstag sind in der Regel alle 8 Schneidezähne durchgebrochen, dann folgen die Backenzähne.

Wichtig!
~ Apfelstückchen darf Ihr Baby noch nicht essen, solange es nicht wirklich oben und unten Zähne hat und richtig kauen kann. Vorher kann Ihr Baby die harten Stückchen nicht am Gaumen zerdrücken, und es besteht die Gefahr, dass es sich verschluckt und etwas davon einatmet!

Am Ende des ersten Lebensjahres darf Ihr Kind morgens, mittags und abends bei Ihnen mitessen – wenn Sie milde, leicht verdauliche Gerichte zubereiten.

Zum zweiten Frühstück etwas Obst oder vielleicht auch einmal einen Joghurt . Und auch nachmittags tut sich etwas. Der Nachmittagsbrei wird nach und nach durch eine Zwischenmahlzeit ersetzt: Obst Stückchen und ein paar Butterkekse oder ein Stückchen Brot.

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