Schwangerschaft Vierter Monat von der 13. bis zur 16. Woche

Schwangerschaft vierter Monat der Bauch wölbt sich ein wenig nach vorn, wie stark, hängt von Ihrem Körperbau und Ihrer Größe ab

Schwangerschaft vierter Monat die Brüste haben sich meist schon etwas vergrößert. Vielleicht ist auch die Linea Nigra, eine dunkle Linie zwischen Nabel und Schambein, erkennbar.

 

Schwangerschaft Vierter Monat von der 13 bis zur 16 Woche Die Mutter verändert sich

Freuen Sie sich – die kritischen ersten zwölf Wochen sind vorüber! Ihre Schwangerschaft ist nun in eine stabilere Phase eingetreten, und das Risiko einer Fehlgeburt ist von nun an sehr viel geringer. Beschwerden wie morgendliche Übelkeit, ständige Müdigkeit und Spannungsgefühle in den Brüsten haben nachgelassen oder sind sogar völlig verschwunden. Bei vielen Schwangeren ist der Busen zwar jetzt nicht mehr so empfindlich. Er wächst aber trotzdem immer weiter. Frauen, die bisher ungern einen BH getragen haben, sollten ihn spätestens jetzt anziehen.

Ein gut stützender BH hilft, dass der Busen auch später in Form bleibt. Hin und wieder können die Brustwarzen jucken, denn in der Brust vermehrt sich das Drüsengewebe.

 

Erste Milch tropfen fließen – Schwangerschaft vierter Monat

Manche Frauen bemerken, dass bereits jetzt auf Druck etwas Flüssigkeit aus den Warzen austritt – ein Signal, dass sich die Drüsen und Milchkanäle schon auf die Produktion der so genannten Vormilch einstellen. Die Gebärmutter hat sich bereits so stark vergrößert, dass sie zwei bis drei Querfinger breit über dem Schambein zu tasten ist. Aus ihrer ursprünglichen Größe eines Hühnereies hat sie sich zur Größe Ihrer Faust entwickelt. Von nun an werden Sie durchschnittlich 250 Gramm pro Woche zunehmen, und allmählich wird Ihr Bauch rundlicher.

Wie schwanger Sie tatsächlich aussehen, hängt von Ihrem Körperbau ab. Während manche Frau schon jetzt gerne den kleinen Babybauch mit Umstandsmode hervorhebt, ist bei anderen noch gar nichts zu sehen. Durch vermehrte Wasseransammlung können Schwellungen an Händen und Füßen auftreten. Wer zu Krampfadern und Hämorrhoiden neigt, kann sie jetzt schon bekommen.

 

Natürliche Schönheit

Kein Grund zur Besorgnis ist eine verstopfte Nase oder gelegentliches Nasenbluten. Verantwortlich dafür ist der erhöhte Hormonspiegel, der die Nasenschleimhäute anschwellen lässt. Hormone sind es auch, die Ihr Gesicht verändern: Viele Frauen, die vorher mit Unreinheiten kämpften, bekommen eine klare, frische Gesichtshaut und einen wunder-bar rosigen Teint. Wassereinlagerungen im Unterhautgewebe polstern kleine Fältchen und Linien auf und straffen das ganze Gesicht. Es wirkt glatt und ebenmäßig. Andere Frauen wiederum leiden unter bisher noch nie dagewesenen Hautunreinheiten. Gelegentlich können kleine rote Flecken im Gesicht, an Händen und Armen auftauchen.

Doch keine Angst: Schwangerschaftsbedingte Probleme mit der Haut verschwinden nach der Entbindung von allein wieder. Ab jetzt werden die Brustwarzenhöfe dunkler, und es kann sich eine dünne braune Linie, die Linea Nigra, vom Brustbein bis zum Schambein – also längs über den Bauch – ziehen.

Bei dunkelhaarigen und braunäugigen Frauen zeigt sich die Pigmentierung ausgeprägter.

 

Schwangerschaftsstreifen verblassen wieder

Es gibt noch weitere Linien, die jetzt auftreten können: Schwangerschaftsstreifen. Dabei handelt es sich um Millimeter dicke, längliche Streifen, die vornehmlich an Busen, Bauch und Po auftauchen. Warum die eine Frau sie bekommt und die andere nicht, ist ungeklärt. Wahrscheinlich ist es Veranlagung, möglicherweise auch ernährungsbedingt. Schwangerschafts- oder Dehnungsstreifen entstehen, wenn das Bindegewebe dem Druck der Wassereinlagerungen und der Volumenvermehrung nicht mehr standhalten kann. Es reißt ein und ist anfänglich als dunkelrosa bis lilafarbene Linie zu erkennen, die später ein wenig verblasst.

Achten Sie auf vitaminreiche Ernährung – besonders gut ist Vitamin E, da es die Haut elastisch hält. Allmählich sollte die Übelkeit vorüber sein, der Appetit kommt zurück, und das Essen schmeckt Ihnen wieder. Spätestens jetzt ist es also Zeit, sich mit einer ausgewogenen und vollwertigen Ernährung für Sie und Ihr Baby auseinander zu setzen.

 

U NT ER S U C H U N GEN

Bitte beachten:

> 3. Vorsorgeuntersuchung

> gegebenenfalls Fruchtwasseruntersuchung durchführen lassen.

 

Das Baby wächst heran – Schwangerschaft vierter Monat

In seinem „Einzimmer-Appartement“ hat der Fötus nun genügend Platz. So viel, dass er sich rege bewegt, denn die Muskeln arbeiten gut zusammen: Die Gebärmutter ist so groß geworden, dass sie zwei bis drei Querfinger breit über dem Schambein zu tasten ist. Von der Größe eines Hühnereies ist sie zum großen Gänseei gewachsen.

Das Baby strampelt mit Armen und Beinen, spreizt die Zehen, runzelt die Stirn, ballt die Hände zu Fäusten, neigt den Kopf und schlägt hin und wieder einen Purzelbaum – vorwärts wie rückwärts. Im 37,5 Grad warmen Fruchtwasser treibt es schwerelos Akrobatik. Diese Bewegungen fördern nicht nur den Aufbau des Gehirns, sie trainieren auch die Beweglichkeit. So kann das Baby seine Position in der Gebärmutter selbstständig verändern, wenn die Mutter eine fürs Kind unbequeme Haltung einnimmt. Bis zu 20-mal pro Stunde ändert das Baby seine Lage. Zu diesem Zeitpunkt ist dies für die Mutter allerdings noch nicht spürbar.

 

Die Augen schließen sich – Schwangerschaft vierter Monat

Nun verändern sich die Proportionen des winzigen Körpers: Der Kopf wächst langsamer, der restliche Körper legt zu. Der Hals bildet sich, Arme und Beine wachsen, Fingernägel entstehen. Ohren und Augen formen sich, und allmählich sind die Augenlider so groß geworden, dass sie die Augen bedecken. Sie schließen sich jetzt – und öffnen sich erst in drei Monaten wieder.

In diesem Monat steht „Atmen“ auf dem Trainingsprogramm. Dafür nimmt das Zwerchfell seine Arbeit auf. Durch sein regelmäßiges Zusammenziehen und Ausdehnen trainiert es für die Zeit nach der Geburt, dass die Lunge Luft holen und sie wieder ausstoßen kann. Allerdings saugt die Lunge im Bauch der Mutter noch keine Luft, sondern winzige Schlucke Fruchtwasser. Vermutlich dient dies der Entwicklung der Lunge, deren Bläschen erst gegen Ende der Schwangerschaft voll ausgereift sind. Die tatsächliche Sauerstoffversorgung erfolgt über die Plazenta.

 

Schwangerschaft Vierter Monat von der 13 bis zur 16 Woche Der Embryo Anfang des vierten Schwangerschaftsmonats: Angekettet an die lebenswichtige Nabelschnur, schwimmt der Embryo im Fruchtwasser, das ihn mit Nährstoffen versorgt und gleichzeitig seinen zarten Körper vor Stoß und Druck schützt Das Ungeborene kann die Süße des Fruchtwassers bereits schmecken. Es kann hören und registriert, wie es selbst seine Lage im Mutterleib verändern kann.

 

Eine weitere Art, wie das Zwerchfell trainiert wird, ist der Schluckauf. Der kommt unwillkürlich – und bei manchen Babys sogar bis zu lOO-mal pro Stunde. Neben dem Atmen trainiert das Baby jetzt auch das Schlucken und Saugen. Schließlich muss es beides nach der Geburt beherrschen. Schon jetzt trinkt der Fötus winzige Schlucke Fruchtwasser. Auf seiner Zunge sitzen bereits funktionstüchtige Geschmacksknospen; die Speicheldrüsen arbeiten, ebenso wie Magen, Nieren und Darm. Verdauungsrückstände, die fest sind, verbleiben im Darm und werden erst nach der Geburt ausgeschieden. Flüssige Abfallstoffe werden über den Urin ausgeschieden. Auch wenn der Urin ins Fruchtwasser übergeht, verunreinigt er dieses nicht zum einen ist der Urin steril, zum anderen wird innerhalb von 10 bis 12 Stunden das Fruchtwasser durch ständige Neuproduktion immer wieder ausgetauscht.

 

Erste Baby-Haare – Schwangerschaft vierter Monat

In diesem Schwangerschaftsmonat bekommt das Baby einen feinen Pelz. Das so genannte Woll- oder Lanugohaar bedeckt den ganzen Körper. Wozu es dient, ist bis heute ungeklärt. Vermutlich hilft jedes einzelne Härchen, die wasserundurchlässige Käseschmiere festzuhalten, die den Körper des Ungeborenen schützt. Fakt ist aber, dass diese Haare bei der Geburt des Kindes nahezu verschwunden sind – zurück bleibt nur noch das Haar auf dem Kopf.

Gegen Ende dieses Schwangerschaftsmonats entwickeln sich die Genitalien derart, dass per Ultraschall bereits eine Geschlechtsprognose gestellt werden kann. Das Baby ist jetzt etwa 15 Zentimeter groß und wiegt rund 200 Gramm. Sein Kopfdurchmesser misst ca. 35 Millimeter. Seine Hand ist etwa 1,4 Zentimeter groß.

 

Die Plazenta – Schwangerschaft vierter Monat

Das Wort Plazenta kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Kuchen“, daher spricht man auch von „Mutterkuchen“. Die Plazenta ist eine Ansammlung unzähliger Blutgefäße, die sich wie Äste eines Baumes verzweigen. Ihre wurzelähnlichen Fortsätze, die Zotten, haben sich an einer Stelle in die Gebärmutterschleimhaut gegraben. Dort einmal festgewachsen, entwickelt sich das Organ zu einer flachen Scheibe und bleibt bis zum Ende der Schwangerschaft haften.

 

Versorgung mit Antikörpern – Schwangerschaft vierter Monat

Die Plazentazotten mit ihren Blutgefäßen des kindlichen Kreislaufes sind vom mütterlichen Blut umgeben, das Nährstoffe wie Vitamine, Wasser und Sauerstoff anliefert. Diese passieren als winzige Moleküle die porösen Wände der Blutgefäße und gelangen so zusammen mit wichtigen Antikörpern in den kindlichen Blutkreislauf. Gleichzeitig werden über die Plazentazotten Abfallprodukte und Kohlendioxid wieder ausgeschieden.

Außerdem übernimmt die Plazenta eine Filterfunktion, um Gift- und Schadstoffe fern zu halten. Daneben produziert das Organ Hormone, die dafür sorgen, dass die Schwangerschaft bestehen bleibt. Sobald das Baby geboren ist, hat die Plazenta ihre Arbeit erledigt und verlässt die Gebärmutter als „Nachgeburt“. Manche Eltern nehmen sie mit nach Hause, graben sie zum Beispiel im Garten ein und pflanzen ein Bäumchen drauf -das soll Glück bringen …

 

Die Nabelschnur

Aus dem Bauch des Babys hat sich die Nabelschnur entwickelt. Sie verbindet das Kind mit der Plazenta. Dieser lebenswichtige Versorgungsdraht umschließt die wichtigen Blutgefäße des Kindes. Um die Vene schlängeln sich zwei Arterien – und weil die Vene kürzer ist als die beiden Arterien, kräuselt sich die Nabelschnur wie ein Telefonkabel. Die Nabelvene transportiert das mit Nährstoffen und Sauerstoff angereicherte Blut in den kindlichen Körper, während die beiden Arterien das verbrauchte Blut zur Plazenta zurückführen. Und das in rasender Geschwindigkeit:

Für eine Rundreise benötigt das Blut maximal 30 Sekunden. Die Leistung des kindlichen Herzens samt Nabelschnur entspricht der eines Spitzensportlers: Im vierten Monat können etwa 28 Liter Flüssigkeit bewältigt werden, kurz vor der Geburt sind es sogar 340 Liter pro Tag!

 

STARKES DUO

Plazenta und Nabelschnur wachsen mit. Am Ende der Schwangerschaft hat die Plazenta einen Durchmesser von etwa 20 cm erreicht und wiegt ca. ein halbes Kilo. Die Nabelschnur ist gegen Ende der Schwangerschaft mit ihren etwa 60-150 cm lang genug, dass die Mutter ihr neugeborenes Baby im Arm halten kann, während die Plazenta noch an der Gebärmutterwand haftet.

 

Schwangerschaft Vierter Monat von der 13 bis zur 16 Woche Ohne Plazenta kein Leben-der Lebensbaum hängt wie ein buschiges Wollknäuel am etwa 14 Wochen alten Fötus. Nun sind bereits alle Organe angelegt-ab jetzt heißt es wachsen, wachsen, wachse

 

 

 

 

Die Fruchtblase – Schwangerschaft vierter Monat

Erst die Nabelschnur ermöglicht es, dass das Baby in der Fruchtblase mit Sauerstoff versorgt werden kann. Die Fruchtblase besteht aus zwei Zellschichten: Die äußere Membran ist das Chorion, das auch die Nabelschnur umgibt. Sie schimmert leicht silbrig und ist so dünn wie ein Blatt Papier. Das Chorion kleidet die gesamte Gebärmutter von innen aus. Die zweite Zellschicht ist das Amnion. Sie kleidet die Fruchtblase von innen aus und hat sich aus den Zellen des Kindes entwickelt. Das Amnion schließt das Fruchtwasser ein. Beide Zellschichten zusammen sind etwa so dick wie das Gummi eines Luftballons.

Die medizinische Bezeichnung „Amnion“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „kleines Lamm“. Oft werden Lämmer noch eingeschlossen in dieser Membran geboren, daher verwendet man für die Fruchtblase auch die Bezeichnung „Schafhaut“. Die Haut der Fruchtblase besteht ausschließlich aus lebenden Zellen, die aus dem ursprünglichen Zellhaufen stammen. Sie passt sich an die Größenverhältnisse des Babys stets an und wächst mit.

Die Fruchtblase kann bereits vor Wehen Beginn platzen (vorzeitiger Blasensprung) oder während der Geburt reißen. Meist springt sie erst bei der Geburt – idealerweise unmittelbar vor Beginn der Presswehen. Zwar selten, aber hin und wieder schiebt ein Baby seinen Kopf in einer ungeöffneten Fruchtblase durch die Scheide hindurch. Es heißt im Volksmund, dass ein Kind mit solch einer „Glückshaube“ ein glückliches Leben haben wird …

 

Das Fruchtwasser – Schwangerschaft vierter Monat

Das Fruchtwasser hat mehrere Aufgaben zu erfüllen: Es schafft ein Medium, in dem sich das Baby schwerelos aufhalten kann, es hält die Temperatur von ca. 37,5 Grad aufrecht, liefert dem Baby zusätzliche Nährstoffe und schützt es vor Stößen, etwa dann, wenn die Mutter hinfällt. In den ersten Monaten besteht die Flüssigkeit aus Wasser, das durch die Eihäute eindringt und aus der Haut des Kindes austritt. Später besteht es vorwiegend aus dem kindlichen Urin. Fruchtwasser ist reich an Salzen, Mineralien, Zucker und Proteinen; es ist eine sterile Lösung, die regelmäßig alle paar Stunden ausgetauscht wird. Die leichte Trübung stammt von abgestorbenen Fötus Zellen sowie von den Nährstoffen.

In den ersten Wochen ist der Embryo in nur sehr geringen Fruchtwassermengen umhergeschwommen. Etwa im vierten Monat steigt die Menge auf etwa einen halben Liter an. Dies ist der ideale Zeitpunkt, an dem genügend Flüssigkeit vorhanden ist, um eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) durchzuführen.

Je größer das Kind im Laufe der Schwangerschaft wird, desto weniger Platz ist in der Gebärmutter, und die Fruchtwassermenge nimmt ab. Bei der Geburt befinden sich 500 bis 1500, durchschnittlich meistens 800 Milliliter Fruchtwasser in der „Schafhaut“.

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