Ernährung für Mutter und Kind, gesund und schön in der Schwangerschaft

Ernährung für Mutter und Kind viele Schwangere sind sich in einem Punkt einig: Es ist ein Genuss, ohne Skrupel dick zu werden

Ernährung für Mutter und Kind vorbei die Sauregurkenzeit: „Auf Diät sein ‚: Bauch einziehen und auf die schlanke Taille achten ist für die nächsten Monate passe – stattdessen ist ein geöffneter Hosenbund plötzlich gesellschaftsfähig. Trotzdem gilt es, sich gerade in dieser Zeit gesund zu ernähren: Mit einer ausgewogenen Menge an Fetten, Eiweißen, Kohlenhydraten; Vitaminen und Mineralstoffen – denn Ihr Baby isst immer kräftig mit. Das bedeutet aber nicht, dass Sie jetzt für zwei essen sollen …

 

Erlaubt: Dicker werden – ohne Reue

Ernährung für Mutter und Kind, gesund und schön in der Schwangerschaft Während der Schwangerschaft holt sich das Baby alles, was es braucht, aus dem mütterlichen Blutkreislauf. Es zapft Ihre Energie- und Nährstoffvorräte an. Tatsächlich sollte eine Schwangere für zwei essen – allerdings nicht die doppelte Menge. Denn in den ersten Schwangerschaftsmonaten steigt der Bedarf an Energie so gut wie überhaupt nicht an.

Erst ab dem vierten Schwangerschaftsmonat erhöht sich der Mehrbedarf ein wenig: um 200 bis 300 Kilokalorien. Dies entspricht einem halben Liter Milch, einem mit Käse belegten Brot oder zwei Riegeln Schokolade.

Was dagegen enorm ansteigt, ist der Bedarf an vielen lebenswichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. „Nach den offiziellen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung benötigt eine schwangere Frau etwa 2200 Kilokalorien pro Tag.

 

Schönheitsideal contra Bauch

Seit Jahrzehnten hämmert das moderne Schönheitsideal den Frauen ein, dass nur schlanke Frauen mit schmaler Taille attraktiv sind. Dick sein ist unattraktiv? Tatsächlich freundet sich nicht jede Frau mit ihren Rundungen an – nicht einmal in der Schwangerschaft. Viele empfinden besonders die Übergangszeit, in der ihr Baby-Bauch noch nicht klar erkennbar ist, die Hose aber trotzdem schon nicht mehr zugeht, als besonders unangenehm.

Leider erleben Hebammen und Gynäkologen sehr oft aufgebrachte Schwangere in der Praxis, die Panik haben, für ihre aktuelle Schwangerschaftswoche zu viel an Gewicht zugelegt zu haben. überall hören und lesen sie, zehn bis 15 Kilo Gewichtszunahme in der Schwangerschaft wären „normal“ – dementsprechend ist jede Abweichung „unnormal“ und damit bedenklich.

 

Wie viel darf ich zunehmen ? Ernährung für Mutter und Kind

… werden Sie sich vielleicht fragen. Die Antwort lautet: Das kommt darauf an. Etwa auf Ihre Statur (sind Sie von Natur aus sehr schlank oder eher mollig, breit oder eher schmal gebaut?), auf Ihre Körpergröße sowie auf Ihre Fettdepots. Eine Frau, die vor der Schwangerschaft eher dünn war, kann ohne Bedenken auch 18 oder 20 Kilo zunehmen, eine eher kräftige Frau kann auch mit nur sieben Kilo Gewichtszunahme ein gesundes 4000-Gramm-Baby zur Welt bringen.

Wesentlich wichtiger als Kilos zählen ist die Beobachtung des ungefähren Verlaufs der Gewichtskurve. Geringe Abweichungen sind durchaus akzeptabel. Gibt es aber innerhalb weniger Tage massive Gewichtsschübe, könnte dies auf eine schwangerschaftsbedingte Krankheit (Gestose) hinweisen. Dies ist auch der Grund, warum Ihr betreuender Arzt Sie bei jeder Vorsorgeuntersuchung auf die Waage steigen lässt und Ihr Gewicht genauestens kontrolliert.

Entscheidend ist Ihr Gewicht vor der Schwangerschaft. Durch einen Blick in eine Body-Mass-Index- Tabelle (BMI – Tabelle) können Sie grob einschätzen, ob Sie normal-, über- oder stark untergewichtig sind. Die Formel zur Berechnung lautet:

 

BMI= Körpergewicht (kg)

Ernährung für Mutter und Kind, gesund und schön in der Schwangerschaft

Körperlänge (cm) x Körperlänge (m)

Wert unter 19: Sie sind untergewichtig.

Ein Wert 19 bis 24: Sie sind normalgewichtig.

Wert 25 bis 30: Sie sind übergewichtig.

Wert über 30: Sie sind stark übergewichtig.

Jeder Gang auf die Waage bleibt spannend: Wie viel habe ich zugenommen? Machen

Sie sich aber bitte nicht zum Sklaven der Waage!

Wichtig: Die Zahlen gelten nur für das Gewicht vor der Schwangerschaft!

Warum sind die Gewichtsermittlung und die Gewichtskontrolle in der Schwangerschaft so wichtig? Dafür gibt es medizinische Gründe. Bei Untergewicht und mangelnder Gewichtszunahme kann zum Beispiel die Gefahr einer Frühgeburt erhöht sein, und gleichzeitig kann das Baby mit Untergewicht und damit verbundenen schlechteren Startchancen auf die Welt kommen.

Übergewicht dagegen kann leicht mit erhöhtem Blutdruck oder erhöhtem Blutzuckerspiegel einhergehen. Ebenso könnte die Geburt schwieriger verlaufen. Übergewichtige Frauen sollten eines wissen: Machen Sie jetzt bitte keine Diät, um abzunehmen. Eine Schwangerschaft ist der falsche Zeitpunkt zum Abspecken! Denn wer wenig isst, nimmt auch weniger Nährstoffe auf. Stattdessen sollten Sie besonders jetzt auf eine gesunde Ernährung achten. Nicht wie viel Sie essen, sondern was Sie essen, ist entscheidend.

Ernährung für Mutter und Kind hinzu kommt, dass Sie mit jedem abgespeckten Kilo Gift und Schlackenstoffe freisetzen, die Ihrem Baby nicht unbedingt gut tun. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie sich in den kommenden Monaten gesund ernähren können, sollten Sie sich ein gutes Buch zu diesem Thema zulegen oder eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen. Fragen Sie Ihre Hebamme oder Ihren Frauenarzt – beide können Ihnen sicher mit einschlägigen Adressen weiterhelfen bzw. Sie an eine Beratungsstelle vermitteln.

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