Besondere Geburten-Wassergeburt und Zangen- und Saugglockengeburt

Besondere Geburten-Wassergeburt immer mehr Schwangere wissen: Ich möchte mein Kind im Wasser bekommen da es entspannender ist

Besondere Geburten-Wassergeburt seit 1995 gibt es in Deutschland einen deutlichen Trend zur Wassergeburt.

Besondere Geburten-Wassergeburt Kein Wunder: Warmes Wasser hat eine entspannende Wirkung auf die Muskulatur, und das Baby erlebt einen sanften Übergang auf die Welt, und zwar in dem Medium, das es vom Mutterleib gewöhnt ist. Immer mehr Kliniken bieten daher ein Gebärbecken für Wassergeburten an.

 

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TEMPERATUR

Grundsätzlich ist die Wassertemperatur bei einer Wassergeburt nicht mit der eines entspannenden Vollbades vergleichbar. Wenn Sie ins Becken steigen, wird das Wasser um die 35 Grad haben – schön angenehm. Mit der Zeit kühlt es ab,und das ist auch gut so. Denn unter den Wehen kommen Sie kräftig ins Schwitzen. Es gibt allerdings immer noch einige Kliniken mit eher Wassergeburts unerfahrenen Geburtshelfern, die versuchen, die Wassertemperatur konstant zu halten, um es der Schwangeren so kuschelig warm wie möglich zu gestalten. Viele Frauen geben dann völlig erschöpft auf, steigen aus der Wanne und sind enttäuscht, weil sie ihre im Wasser begonnene Geburt an Land beenden müssen.

 

Besondere Geburten-Wassergeburt

Im Internet finden Sie eine Liste von Kliniken, die über eine entsprechende Einrichtung verfügen. Wenn Sie sich für diese Möglichkeit der Geburt entscheiden, sollten Sie sich rechtzeitig erkundigen, ob die dortigen Geburtshelfer Erfahrungen in der Wassergeburtshilfe mitbringen.

Um nicht zu lange im Wasser zu liegen, sollten Sie sich erst dann in die Wanne begeben, wenn der Muttermund bereits einige Zentimeter geöffnet ist.

Die kindlichen Herztöne können auch unter Wasser mittels CTG aufgezeichnet werden. Dammverletzungen bei Wassergeburten sind geringer, denn das entspannende Wasser macht den Dammbereich elastisch.

 

Besondere Geburten-Wassergeburt Geburt in der Wanne geplant:

Um das Baby müssen Sie sich nicht sorgen, es ist die nasse Umgebung gewöhnt. Und die mütterliche Keimflora ist dem Baby ebenfalls seit Beginn der Schwangerschaft sehr wohl vertraut. Machen Sie sich auch keine Sorge mit während der Geburt austretendem Stuhlgang: Er kann schnell und einfach entfernt werden, denn gut ausgestattete Becken verfügen über fix arbeitende Filteranlagen.

Sobald das Baby den Kopf aus dem Wasser hebt, also mit Mund und Nase mit der Luft in Kontakt kommt, beginnt es mit dem selbstständigen Atmen. Bis dahin ist es über die Nabelschnur mit Sauerstoff gut versorgt.

Auch im Wasser hat die Hebamme jederzeit Kontrolle über die kindlichen Herztöne – ein elektronisches Hörrohr oder unterwassertaugliche CTGs machen’s möglich.

 

Zangengeburt

Ein großer Schritt in der Geburtshilfe war die Erfindung der Zange  (auch Forceps genannt) vor etwa 400 Jahren. Sie galt als erstes Instrument, Mutter und Kind während der Entbindung zu helfen.

Dies geschieht auch heute noch nach dem gleichen Prinzip: Zwei „Metalllöffel“ werden in die Scheide eingeführt und seitlich am Köpfchen des Babys angelegt. Dann zieht der Arzt vorsichtig am Kopf.

 

Die  Bedingungen für den Einsatz der Zange:

Der Muttermund ist vollständig geöffnet, und der Kopf des Babys liegt bereits tief im Geburtskanal, ist also schon fast am Ziel.

Der Vorteil:

Sie ist sofort einsatzbereit, z.B. wenn sich die Herztöne des Kindes verschlechtern und das Baby schnell geholt werden muss.
1957 kreierte ein Geburtshelfer aus Schweden die Saugglocke. Sie dockt am Kopf des Babys an. Eine kleine Pumpe saugt die Luft zwischen Kopf und Glocke heraus und erzeugt auf diese Weise ein Vakuum.

 

Saugglockengeburt

 

Der Vorteil:

Die Saugglocke kann auch dann eingesetzt werden und das Baby aus dem Geburtskanal holen, wenn es noch in der Mitte des Beckens steckt. Wann welches Instrument eingesetzt wird, ist meistens von der Situation bzw. der Erfahrung des jeweiligen Arztes abhängig. Dabei geht der Trend in Deutschland eindeutig zur Handhabung der Saugglocke, in den USA dagegen ist es genau umgekehrt.

 

KEINE ANGST

Bitte nicht erschrecken: DruckstelIen auf Wangen und Ohren beim Baby nach der
Verwendung einer Geburtszange sind ganz normal. Nach einer Saugglockengeburt hat
das Baby an der Stelle, wo der Sog ausgeübt wurde, eine kreisrunde, geschwollene
Stelle (Beule) auf dem Kopf. Beides klingt innerhalb weniger Stunden ab. Es ist
allerdings möglich, dass ein Baby nach solch einem Eingriff für einige Tage
Kopfschmerzen hat und gereizt ist. Gehen Sie also jetzt besonders behutsam mit ihm
um – viel Liebe und sanfte Massagen helfen Ihrem Schatz, die Schmerzen zu
vergessen.

Gründe für eine Zange oder Saugglocke:

  • Der Kopf ist im Verhältnis zum Beckenausgang sehr groß
  • das Kind zeigt durch eine langwierige Geburt Stressreaktionen, seine Herztöne sind beeinträchtigt
  •  durch eine in der Austreibungsphase noch andauernde PDA verspürt die Gebärende keinen oder nur einen geringen Drang mit zuschieben.

Wichtig:

Beide Instrumente finden nur dann Einsatz, wenn der Muttermund voll und ganz erweitert ist und der Kopf bereits tief im mütterlichen Becken liegt. Gezogen wird nur während einer Wehe.

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