Zahnen Zahnpflege und Zahnschmerzen des Babys

Das Zahnen des Babys war schon schlimm genug. Aber die Zähne, ihr Wachsen, ihre Pflege und ihre Gesundheit, sind eine unendliche Geschichte.

Läuft mit dem Zahnen alles nach Plan, so bekommt ihr Kind im dritten Lebensjahr die letzten (Milch-)Zähne. Die Zeiten sind allerdings vorbei, in denen sich der Irrglaube hielt, Milchzähne seien nicht so wichtig, weil ja noch mal neue kommen.

Zahnen Zahnpflege und Zahnschmerzen des Babys

Zahnen Zahnpflege und Zahnschmerzen des Babys, alles klar mit den Zähnen?

Bereits die Milchzähne, als Platzhalter für die bleibenden, brauchen intensive Pflege – und man kann nicht früh genug damit beginnen, das den Kindern nahe zu bringen.

Zahnärzte raten dringend, dass sich schon die Zweijährigen regelmäßig, mindestens dreimal am Tag drei Minuten lang, gründlich die Zähne putzen. Am besten natürlich auch nach jedem Schokoladenriegel und jedem Limonaden-Genuss. Das Ideal verkommt im Alltag zur unerreichbaren Utopie, denn die meisten Eltern sind froh, wenn sie das regelmäßige, gründliche Zähneputzen zweimal täglich (morgens und abends) durchziehen können.

Aufklärung tut immer noch Not, deshalb hier Antworten auf die acht wichtigsten Fragen:

Sind schlechte Zähne angeboren? Erblich bedingt ist lediglich die Form des Kiefers. Es besteht eine Veranlagung zu Wachstumsdefekten oder zu Zahnfehlstellungen, nicht aber zur Karies. Der Zahnkiller wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst:

Verantwortlich sind Mikroorganismen im Zahnbelag, die den Zahn angreifen, verstärkt wird das Ganze durch Zucker, der den Vorgang beschleunigt, und durch die individuelle Zusammensetzung des Speichels. Durch gesunde Ernährung und regelmäßige gewissenhafte Pflege können Ihre Kinder lebenslang gesunde und schöne Zähne haben.

 

Das Zahnen. Wann soll man mit dem Zähneputzen beginnen?

Schon die ersten Milchzähnchen müssen regelmäßig geputzt werden. Benutzen Sie dazu ein Wattestäbchen, Mullläppchen oder eine Babyzahnbürste. Die beste Zeit zum Putzen ist nach der letzten Abendmahlzeit.

 

Das Zahnen. Wann braucht das Kind eine eigene Zahnbürste?

Sobald die ersten Zähne da sind, wird es Zeit für eine Zahnbürste. Fürs Selbstputzen ist es jetzt allerdings noch zu früh, denn die Handmotorik des Kindes ist noch nicht so weit, als dass eigenes Putzen ausreichen würde. Nach den Putzversuchen der Kleinen müssen die Eltern noch mal nachreinigen.

Die Zahnbürste braucht einen kompakten Griff, die Borstenfläche sollte nicht zu groß (max. 23 mm) und die Borsten sollten ebenmäßig angeordnet (Multituft-Prinzip) sein.

Zahnbürsten, die regelmäßig mehrmals täglich benutzt werden, sollten alle zwei, drei Monate erneuert werden.

Wie bringt man dem Kind das Zähneputzen bei?

Das Wichtigste ist dabei, ein gutes Vorbild zu sein. Nur so bringt man seine Kinder auch dazu, regelmäßig und intensiv die Zähne zu putzen. Zähneputzen lernen die Kinder durch Zusehen und Nachahmen. Am besten stellt man den Kindern einen Hocker neben das Waschbecken, damit sie sich dabei genau beobachten können.

Zahnen Zahnpflege und Zahnschmerzen des Babys

Zahnen. So putzt man die Zähne richtig: Zuerst die Außenseite gründlich reinigen, dabei die Zahnbürste senkrecht auf und ab bewegen

Zahnen Zahnpflege und Zahnschmerzen des Babys

Zahnen. Dann die Innenseiten der Zähne reinigen. Im Oberkiefer die Zahnbürste von oben nach unten, im Unterkiefer von unten nach oben führen

Zahnen Zahnpflege und Zahnschmerzen des Babys

Zahnen. Beim Putzen der Innenseite der Schneidezähne wird die Zahnbürste senkrecht gehalten

Zahnen Zahnpflege und Zahnschmerzen des Babys

Zahnen. Am Schluss werden die Kauflächen oben und unten gründlich gebürstet

 

Wie macht man dem Kind das Zähneputzen schmackhaft?

Zähneputzen sollte nie unter Zwang geschehen, denn damit nimmt man den Kindern die Lust daran. Besser ist es, sich kleine Geschichten und Figuren auszudenken, die mit dem Zähneputzen etwas zu tun haben. Da ist zum Beispiel die Zahnfee, die regelmäßig nach jedem Zähneputzen den Mund des Kindes besucht und kontrolliert, ob die Zähne auch sauber geputzt sind. Hat das Kind – durch Putz-streik – schlechte Zähne, dann weint die Zahnfee und durch ihre Tränen kriegen die Zähne dunkle Flecken.

Oder die lachenden Zähne: die gesunden, frisch geputzten Zähne sind fröhlich und lachen (stellen Sie das Kind nach dem Zähneputzen vor den Spiegel, damit es das auch sehen kann).

Werden die Zähne nicht geputzt, sind sie traurig und weinen (stellen Sie das Kind vor den Spiegel und zeigen Sie ihm die Tränen, sprich Krümel oder Zahnbelag). Die Fantasie der Kleinen tut ein Übriges.

 

Welche Zahncreme ist die richtige?

Anfangs ist es nicht so wichtig, ob ein Kind nun mit Zahncreme putzt oder ohne. Allein die mechanische Reinigung ist wichtig. Im Angebot gibt es verschiedene Kinderzahncremes, die alle mit Fluorid versehen sind.

Da die Kinder die Zahnpasta nach dem Putzen nicht ausspucken, sondern herunterschlucken, ist es wichtig, dass der Fluoridgehalt nur bei 0,025 Prozent liegt.

Es gibt spezielle Kinderzahncremes mit Fruchtgeschmack (aber natürlich zuckerfrei) und solche, die ähnlich wie die Erwachsenen-Zahnpasten schmecken. Kleinen Kindern kann dieser herbe Zahncreme-Geschmack oft zu intensiv sein.

 

Wie putzt man Zähne richtig?

Ihr Kind muss lernen, immer nach dem gleichen System zu putzen: erst den Mund ausspülen, dann die Zähne von außen, von innen und von oben zu putzen – dann wieder ausspülen. Alle Beläge müssen entfernt werden, auch aus den Zahnzwischenräumen.

 

Ist die Kariesprophylaxe noch wichtig?

Die Kariesprophylaxe durch Fluorid ist nach wie vor (bis ins Schulalter hinein) wichtig, denn sie macht den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Säuren. Zusätzlich sollten die Backenzähne vom Zahnarzt versiegelt werden, um sie gesund zu erhalten.

 

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