Kinderwagen oder Tragehilfe? Babysitze fürs Auto

Kinderwagen oder Tragehilfe in Afrika und Asien tragen arbeitende Frauen ihr Baby rund um die Uhr auf Rücken, Bauch oder Hüften

Kinderwagen oder Tragehilfe bei uns war bis vor zehn Jahren der Kinderwagen das einzig wahre Transportmittel für Babys. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile.

 

Der Kinderwagen

Kinderwagen oder Tragehilfe? Babysitze fürs Auto
Er belastet den Körper der Mutter am wenigsten. Er ermöglicht ihr lange Spaziergänge ohne Erschöpfung, nimmt Einkäufe auf und schafft ein wenig Distanz, die nach schlafloser Nacht manchmal ganz gut tut. Dem Baby bietet er eine Ruhezone, Geborgenheit, Schutz vor Kälte und Krach. Viele Babys schlafen im Wagen oder Bettchen besser als auf dem Arm. Auch gegen Sonne und Hitze bietet der Wagen besseren Schutz. Bei Einkäufen ist ein Wagen mit einer Auflage und einem Trage Netz besonders praktisch, weil Sie alles gut transportieren können.

 

Kinderwagen oder Tragehilfe

Dennoch ist die Auswahl eines Modells gar nicht so einfach, weil man es in der Regel vor der Geburt des Kindes sozusagen nach bestem Wissen anschafft – aber dann hinterher oft ganz andere Erfahrungen damit macht. Sie haben die Wahl zwischen einfachen großen Kinderwagen, Sportwagen, sogenannten Kombiwagen, die sich später in einen Sportwagen verwandeln lassen, und den leichten Buggys in vielen verschiedenen Ausführungen. Da die Preise für einen Kinderwagen mit Zubehör durchaus an die Tausender Grenze rücken können, die Bedürfnisse Ihres Babys sich jedoch bis zum Ende des ersten Jahres ändern, sollten Sie Ihre Wahl sorgfältig treffen.

 

Kinderwagen oder Tragehilfe -Das sollten Sie beim Kauf beachten:

Vorsicht bei den Rädern: Wer auf dem Lande wohnt, ist mit großen Rädern besser bedient, die auch Feldwege bewältigen. Da die Federung solcher Wagen auch meist weicher ist, liegt das Baby hierin ruhiger. Außerdem sind diese Wagen meist besonders stabil und geräumig – aber leider auch schwer.

Wer häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, auf der Etage wohnt oder den Kinderwagen in einem kleinen Auto transportieren muss, sollte ein leichteres platzsparendes Modell wählen, das in der Regel auch kleinere Räder hat.

Probieren Sie das Fahrverhalten aus, bevor Sie den Wagen kaufen. Ich bestellte einen Kombiwagen beim Versandhandel und ärgerte mich monatelang mit einem bockigen Exemplar herum, das nie dahin rollte, wohin ich es lenkte. Außerdem sollten Sie Wagen schieben können, ohne sich zu bücken. Ist Ihr Mann viel größer als Sie — sind höhenverstellbare Griffe wichtig.

Der Kinderwagen sollte sich für den Transport zusammenlegen lassen. Sicherer sind Modelle, die beim Aufklappen automatisch einrasten und vor dem Zusammenklappen erst entriegelt werden müssen.

 

Die typischen Kinderwagen Modelle

Sozusagen das Grundmodell ist der einfache, stabile Kinderwagen ohne herausnehmbare Tragetasche, Sportwagen Aufsatz oder sonstige Extras. Meist hat er große Räder und eine gute Federung, lässt sich aber nicht leicht zusammenklappen und ist recht schwer. Er eignet sich gut für Neugeborene, weil er Platz, Sicherheit und Ruhe bietet. Sobald das Kind aber sitzen kann, müssen Sie auf ein Anschluss Modell wie Sportwagen oder Buggy umsteigen.

Ein Kombiwagen löst dieses Problem weil der Sportwagen »integriert – ist. Kombiwagen haben ein Oberteil, dass sich als Tragetasche abnehmen lässt. Es sollte deshalb leicht, aber trotzdem stabil sein. Bei besonderen Sicherheits- geprüften Modellen kann man das Kinderwagen Oberteil auch als Sicherheitsschale im Auto benutzen. Außerdem gibt’s zu Kombiwagen noch ein Sportwagen Oberteil für das ältere Baby, das bereits sitzen kann beziehungsweise der Kombiwagen lässt sich ohne Aufsatz zum Sportwagen umbauen.

 

Achten Sie darauf, dass sich auch dann noch die Lehne ganz flach in Schlafstellung bringen lässt.

Leicht-Kombiwagen und Sportwagen sind für Neugeborene in der Regel nicht geeignet: sie bieten dem Baby speziell im Winter zu wenig Platz und zu wenig Sicherheit. Sie eignen sich jedoch als Anschluss Modelle, wenn das Kind bereits sitzt. Auch hier sollten Rückenlehne und Fußteil verstellbar sein.

Buggys, die leichtere und platzsparende Alternative zum Sportwagen, sind als Anschluss Modelle für den Kombiwagen oder einfachen Kinderwagen ideal – aber auch erst Ende des ersten Jahres, wenn Ihr Kind sicher sitzt. Bevorzugen Sie leichte Modelle, die können Sie später auch mitnehmen, wenn Ihr Kind zwischendurch schon laufen mag.

Neu: Eine neue, aber teurere Variante ist der Jogger, durch beste Federung und Ballonreifen auch für Querfeldein Spaziergänge und höheres Tempo geeignet.

Und die Innenausstattung? Im Prinzip brauchen Sie für den Kinderwagen keine Extra-Zudecke, nehmen Sie ruhig die aus dem Bettchen. Das gilt auch fürs Baby-Lammfell!. Matratze, Regenschutz und Sonnenschirm gehören meist zum Kinderwagen-Zubehör. Als Matratzen Auflage können Sie Frotteehandtücher verwenden. Zusätzlich notwendig sind 2 Molton Tücher als Schutz für die Matratze sowie 1 Fußsack (im Sommer wattiert, im Winter aus Schaffell). Nützlich ist außerdem ein Einkaufsnetz und -korb für den Kinderwagen.

 

Kinderwagen oder Tragehilfe? Tragehilfen

Trotz aller Vorzüge des Kinderwagens hat sich die Tragehilfe auch bei uns zu Recht durchgesetzt: Ihr Kind ist dicht bei Ihnen, fühlt, hört und riecht Sie. Das tut ihm gut. Sie sind außerdem viel mobiler, was Rolltreppen, Straßenbahnen, Busse und Treppen angeht. Sie haben beide Hände frei, um andere Arbeiten zu erledigen oder für die älteren Geschwister. Stadteltern werden daher auf eine Tragehilfe kaum verzichten können.

Sie haben die Wahl zwischen Tragetuch und Tragesitz. Probieren Sie im Freundeskreis aus, welche Tragehilfe Ihnen zusagt, und beziehen Sie den Vater in die Entscheidung mit ein, denn er soll das Baby auch tragen können. In der prallen Sonne braucht Ihr Baby auch im Tragetuch einen Sonnenhut.

Noch ein Wort zur Benutzung von Tragetüchern: Vor dem Bauch sollten Sie Ihr Baby nur in den ersten Wochen tragen, später wird es zu schwer. Bei der Hausarbeit geht’s dem Kind auf dem Rücken am besten. Es wird enger an Sie gedrückt und ist außerhalb der Gefahrenzone. Auch Ihrem Kreuz bekommt die Rücken Belastung besser. Allerdings haben Sie dann keinen Blickkontakt zu Ihrem Kind. Wenn es sein Köpfchen halten kann, binden Sie es sich auf die Hüfte, das tut seinen Hüftgelenken gut.

 

Das sollten Sie beim Kauf beachten

Kinderwagen oder Tragehilfe? Babysitze fürs Auto

Solange das Baby seinen Kopf nicht halten kann, braucht es dort eine Stütze.

Die Tragehilfe sollte sich stufenlos einstellen lassen, damit der Stoff sich immer eng ans Baby schmiegt. Nur so werden die Erschütterungen beim Gehen aufgefangen und belasten nicht schon jetzt die zarte Wirbelsäule – das spricht für das Tragetuch.

Die Tragehilfe sollte »mitwachsen«, also zuerst den Kopf abstützen, später den Oberkörper frei lassen.

Wenn die Träger – Mutter und Vater – eine sehr unterschiedliche Größe haben, ist ein Tuch unpraktisch: Sie müssen es dann immer neu binden, während Trage Sitze einfacher zu verstellen sind.

Für Rückentragen mit integriertem Stahlrohrgestell ist Ihr Kind erst reif, wenn es sitzen kann.

Tragehilfen sollten waschbar sein. Vor der ersten Benutzung in jedem Fall waschen.

 

Kinderwagen oder Tragehilfe? Gute Fahrt für Babys

Die meisten Babys lieben das Autofahren. Fast alle nehmen begeistert auf was da draußen an den Fenstern vorbeiflitzt, viele empfinden das gleichmäßige Motorengeräusch als beruhigend und schlafen dabei ein. Ein sicherer Autositz ist allerdings ein Muss – auch auf kurzen Fahrten. Gute Babysitze sind teuer, vielleicht können Sie die Sicherheitsschale für die ersten Monate gebraucht kaufen oder aus dem Bekanntenkreis leihen. Das Folgemodell der Normgruppe 1 benutzt Ihr Kind dagegen etwa bis zum Ende des 3. Jahres, hier lohnt sich auch die Neuanschaffung.

 

Wichtig!

Babysitze gehören nicht auf einen Beifahrersitz, der mit Airbag ausgestattet ist! Das kann zur tödlichen Gefahr werden! In solch einem Fall gehört das Baby auf den Rücksitz.

 

Sicherheit im Auto

Keine Autofahrt ohne Babysicherung. Weiche Tragetaschen oder Babynestchen bieten keinerlei Schutz, weil sie heftigen Stößen nicht standhalten.

Für Säuglinge bis 10 kg (etwa 9 Monate) eignen sich Babysitze der Normgruppe 0, die entgegen der Fahrtrichtung auf Beifahrer- oder Rücksitz angebracht werden. Eine Alternative sind Babyschalen und bestimmte sicherheitsgeprüfte Kinderwagenaufsätze der Normgruppe 0, die immer quer zur Fahrtrichtung auf dem Rücksitz angbracht und mit einem zusätzlichen Gurtsystem gesichert werden.

Kinderwagen oder Tragehilfe? Babysitze fürs Auto

Für Kinder von 10 bis 25 kg (ab etwa 9 Monate bis etwa 4 Jahre) gibt’s Sitze der Normgruppe 1 mit Gurtsystemen, die immer in Fahrtrichtung installiert werden. Das Gurtsystem des Kindersitzes sollte sich leicht nach Größe verstellen lassen. Günstig sind Modelle, die sich mit einem Handgriff in Schlafposition bringen lassen, denn gerade bei längeren Fahrten tut das Liegen dem Baby gut, weil es bequemer ist.

Informieren Sie sich bei der Verbraucherberatung und probieren Sie den Sitz wirklich aus, bevor Sie sich entscheiden. Am besten nehmen Sie also zum Anpassen Auto und Baby mit, denn nicht jeder Sitz passt zu jedem Auto Gurtsystem.

Achten Sie darauf, ob der Sitz die neueste Europanorm ECE-R-44 erfllt. Diese Sitze tragen die Nummer E 02 auf einem orangefarbenen Etikett.

Noch etwas: Die Autositze für die Kleinsten (Normgruppe 0) verlocken dazu, die Kinder auch nach der Fahrt im Sitz zu lassen und bei Besuchen darin auf dem Boden abzustellen. Auf Dauer hat Ihr Baby darin aber zu wenig Bewegungsfreiheit. Nehmen Sie dafür lieber die Krabbeldecke mit.

 

Mehr Fahrspass für die Kleinsten

Zugluft ist für Babys tabu: Beachten Sie das bei der Einstellung von Heizung oder Lüftung, und vermeiden Sie die Fahrt bei offenen Fenstern.

Schnuller und Lieblings Stofftiere können kleine Krisen überbrücken.

 

Dies ist der Box-Titel
~Lassen Sie Ihr Kind nie in der Sonne im parkenden Auto: der Hitze Stau kann lebensgefährlich werden.

Angenehm im Auto sind ausserdem Sonnenblenden für Seiten- und Rückfenster (gibt’s in Tankstellen-Shops, Kfz- Zubehör). Sie helfen übrigens nicht nur gegen Sonne: Viele Babys reagieren auf längeren (Autobahn-) Fahrten müde und gereizt, weil sie versuchen, den schnellen Bewegungen des Überholverkehrs mit den Augen zu folgen. Die Blenden verhindern das.

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