Das Baby kommt auf die Welt die Geburtsarten im Überblick

Das Baby kommt auf die Welt die Geburtsarten – die Sanfte Geburt dafür sorgt ein warmes Bad für einen wohligen Start in die Welt

Das Baby kommt auf die Welt die Geburtsarten im Überblick. Dass Neugeborene erholt sich vom Stress und wird durch das warme Wasser an ein ihm vertrautes Medium – das Fruchtwasser – erinnert. Tatsächlich fühlen sich die meisten Babys – auch später in der Badewanne äußerst wohl. Im Wasser haben sie sich viele Schwangerschaftsmonate aufgehalten. Für ein Baby bedeutet es : Geborgenheit, Vertrauen und Liebe so wie zuvor in Mamas Bauch

 

Das Baby kommt auf die Welt die Geburtsarten

Das Baby kommt auf die Welt die Geburtsarten im Überblick Viele unserer Mütter bekamen als Schwangere ihre Hebamme das erste Mal im Kreißsaal zu Gesicht und sagten zu ihr: „Ich bekomme jetzt ein Baby“. Alles, was sie damals wussten, war, dass sie ein Baby bekamen. Aber nicht, wie, was alles auf sie zukommen und was anschließend mit ihr und dem Baby passieren würde. Sie gingen mutterseelenallein in den Kreißsaal und haben alles mit sich geschehen lassen.

Heute ist vieles anders. Eine schwangere Frau bestimmt selbst, wo sie gebären möchte, wer ihr dabei zur Seite stehen soll, welche Geburtsposition sie bevorzugt kurzum: Sie kann bei der Geburt sagen, was ihr gut tut und was nicht. Den aufgeschlossenen Hebammen sei Dank, dass eine Schwangere einen so hohen Stellenwert und diese Entscheidungsfreiheit bekommen hat. Das Bestreben der Geburtshelferinnen ist, nur so viel wie nötig in die Geburt einzugreifen, damit sie so natürlich wie möglich ablaufen kann.

Stets im Wissen, jederzeit auf die medizinisch-technische Geburtshilfe zurückgreifen zu können, bringen die meisten Hebammen und Ärzte Geduld mit, um Mutter und Kind Zeit für die Geburt zu geben.

 

Die sanfte Geburt

Hierbei handelt es sich nicht um eine Geburtsmethode, sondern um das behutsame Willkommen heißen des Neugeborenen. Während der Schwangerschaft ist es ein Baby gewohnt, sich geschützt in einer abgedunkelten, ca. 37 Grad kuschelig warmen Umgebung aufzuhalten – fernab von lauten Geräuschen und hektischem Alltag.

„Geboren werden“ dagegen bedeutet für das Kind, dass es sein geliebtes Terrain verlassen muss und sofort einer neuen Umgebung ausgesetzt ist: Plötzlich ist es kühler, heller und lauter als sonst – und auch noch selbstständiges Atmen ist gefordert. Zwar weiß niemand genau, wie ein Kind den Moment der Geburt empfindet, dennoch ist wissenschaftlich bewiesen, dass sich die Erinnerung an die Geburt in jedem Menschen fest im Unterbewusstsein verankert. Mitunter können die Auswirkungen der Geburt sogar traumatisch sein.

 

Der Vater der sanften Geburt

Der französische Gynäkologe Frederick Leboyer entwickelte Mitte der Siebziger- Jahre eine Methode, um den Eintritt ins Leben so sanft wie möglich zu gestalten. Langjährige Studien in Indien bestärkten den Frauenarzt und Geburtshelfer darin, dass Liebe und Zärtlichkeit in den ersten Minuten ein ganzes Leben prägen. Vorbei die Zeit, in denen Babys unmittelbar nach der Entbindung an ihren Füßchen in die Luft gehalten wurden und einen Klaps auf den Po bekamen.

Tatsächlich belegen Untersuchungen, dass Babys, die nach der Idee von Leboyer empfangen wurden, später weniger weinten, fröhlicher waren und nicht so stark fremdelten. Auch heute bleibt die Vermutung, dass sich ein ausgeglichener Schwangerschaftsverlauf sowie ein sanfter Übergang ins Leben positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirken.

 

Kriterien einer sanften Geburt das Baby kommt auf die Welt die Geburtsarten

  • Entscheidend ist die Atmosphäre im Geburtszimmer: Statt greller Untersuchungsleuchten ist gedämpftes Licht angesagt, die Raumtemperatur ist erhöht.
  • Laute Stimmen und Geräusche erschrecken das Baby. Natürlich muss nicht geflüstert werden, aber anwesende Personen sprechen leise miteinander. Im Hintergrund kann Entspannungsmusik spielen.
  • Die Hebammen fassen das frisch geborene Baby behutsam an und geben es umgehend der Mutter in die Arme. Oder noch besser: Sie nehmen Ihr Kind als Erste selbst mit den Händen hoch und legen es auf Ihren Bauch. Dort ist es schön warm und weich, das Baby spürt den ihm bekannten Herzschlag und erkennt Ihre Stimme wieder. Sofort wird es mit warmen Tüchern zugedeckt, damit auch der Übergang an die Raumtemperatur sanfter erfolgt. Nun kann es zum ersten Mal Streicheleinheiten und Zärtlichkeiten von seinen Eltern spüren. Auch die ersten Untersuchungen finden in den Armen der Mutter statt, um den Kontakt nicht gleich wieder abzubrechen.
  • Die Nabelschnur trennt man erst dann durch, wenn sie nicht mehr pulsiert. Das
    Baby bekommt somit Zeit, sich an die eigene Lungenatmung zu gewöhnen. Anschließend wird das Neugeborene in einem Becken mit warmem Wasser gebadet. Dies erinnert noch mal ans Fruchtwasser und stabilisiert zugleich den Wärmehaushalt. Danach kommt es wieder zur Mutter, die versuchen kann, das Baby zum ersten Mal anzulegen. Bei so viel Liebe und Wärme kann es nur ein fröhliches Kind werden …

 

Aber

Nicht jede Klinik legt Wert auf diesen sanften Umgang nach der Geburt. Informieren Sie sich rechtzeitig vor der Entbindung.

 

Die eingeleitete Geburt

Während der gesamten Schwangerschaft haben Sie ein fixes Datum im Kopf: Am Tag XY ist der errechnete Entbindungstermin. Und wehe, wenn er bereits überschritten ist, und Sie halten Ihr Kind immer noch nicht in den Armen …

 

Ab wann ist es „übertragen“, und was bedeutet das ?

Noch mal eines vorweg: Nur vier von hundert Kindern kommen tatsächlich am errechneten Termin (ET) auf die Welt Schwangere sollten wissen, dass der im Mutterpass dokumentierte Tag lediglich ein Anhaltspunkt ist. 80 Prozent aller Geburten finden in einem Zeitraum bis zu zwei Wochen vor und zwei Wochen nach diesem Termin statt, d. h., die Hälfte davon (40 Prozent) aller Kinder werden übertragen. Allein diese Zahl sollte Sie gelassen stimmen, wenn auch Ihr ET überschritten wird und sich noch kein Geburtsbeginn abzeichnet.

Ab jetzt sind allerdings häufigere Kontrolltermine erforderlich, nämlich etwa alle zwei bis drei Tage. Zum einen wird überprüft, ob Ihr Baby noch gut versorgt ist und sich wohl fühlt. Hierzu dienen sowohl Herzton -Wehen -Schreiber (CTG) als auch Ultraschalluntersuchungen. Eventuell schaut sich Ihr Frauenarzt auch noch mit einer Lampe die Farbe des Fruchtwassers an, wenn der Muttermund schon etwas geöffnet ist.

 

Der Muttermund wird weich

Selbstverständlich sollten auch Ihre eigenen Beobachtungen und mütterlichen Empfindungen in die Situationsbeschreibung mit einbezogen werden. Darüber hinaus dient der Verlauf des Untersuchungsbefundes der Beurteilung, ob sich „etwas tut“: Wird der Muttermund weicher, verkürzt sich der Gebärmutterhals und senkt sich der kindliche Kopf weiter ins Becken hinein? Und bemerken Sie vielleicht auch noch den Abgang des Schleimpfropfes, der den inneren Muttermund bislang immer schützend verschlossen hat – dann lacht das Geburtshelferherz.

 

Jetzt kann es nicht mehr lange dauern …Das Baby kommt auf die Welt die Geburtsarten

… und es besteht kein Grund, aktiv zu werden. Bleibt aber unverändert ein „unreifer“ Befund, sollte man sich frühzeitig Gedanken machen und die zwei Wochen Frist nicht untätig verstreichen lassen. Die Entscheidung, eine Geburt einzuleiten, wird in diesem Fall eher gefällt werden. Suchen Sie rechtzeitig nach den Ursachen für den Stillstand, und besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme alternative Einleitungsmethoden, die für Sie jetzt infrage kommen.

Schließlich wird mittels Urin-, Gewichts-und Blutdruckkontrollen sichergestellt, dass sich jetzt eine eventuell bestehende Gestose nicht verstärkt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass eine Übertragung nichts Außergewöhnliches ist. In großen Praxen hat man es fast täglich mit „Ladenhütern“ zu tun, für die man als Geburtshelfer ein waches medizinisches Auge, aber auch manchmal ein mitfühlendes Herz für eine gute Begleitung in der nerven zehrenden Wartezeit braucht.

 

Mögliche Gründe für eine „Übertragung“

Tatsächlich sind die Gründe häufig in den aktuellen Lebenssituationen zu suchen:
die nicht aufschiebbare Dienstreise des Partners, Krankheiten oder unvorhergesehene Ereignisse im Familien- oder Freundeskreis, der noch nicht abgeschlossene Umzug in eine größere Wohnung, die noch nicht gelieferte Wickelkommode oder der Urlaub des favorisierten Geburtshelfers …

Wenn der Muttermund nach einer Woche über Fälligkeit immer noch fest verschlossen ist und das Kind keinerlei Versuche macht, bei der Mutter Wehen auszulösen oder nach unten zu drücken, sollte man ähnlich wie bei Beckenendlagen-Situationen hinterfragen, ob nicht psychische Gründe mitspielen. Hier ist es immer wieder von Vorteil, wenn sich Schwangere und Hebamme/Geburtshelfer bereits länger kennen und eine vertraute Beziehung aufgebaut haben. Gemeinsam kann man dann versuchen, in einem tieferen Gespräch die Ursachen zu finden. Das Baby kommt auf die Welt die Geburtsarten

 

Jetzt wird alles anders! Das Baby kommt auf die Welt die Geburtsarten

Volle Kreißsäle zu Vollmondzeiten oder bei plötzlichem Wetterumschwung (vor allem im Winter, wenn der erste Schnee fällt) sowie Phasen, wo sich vor dem CTG-Gerät Staus von Schwangeren in der 41. bis 42. Schwangerschaftswoche bilden, weil keine gebären mag, zeigen, dass es noch weitere Faktoren geben muss, die unserem wissenschaftlichen Denken verborgen sind. Vielleicht wollen die Kinder auch nur frühzeitig signalisieren, dass von jetzt an alles anders wird …

 

AMNIOSKOPIE

Manche Ärzte kontrollieren bei Übertragungen das Fruchtwasser.

Bei dieser auch „Amnioskopie“ genannten Untersuchung führen sie ein konisches, ca. 20 cm langes, beleuchtetes Edelstahlrohr durch Scheide und Muttermund unmittelbar bis vor die Fruchtblase.

Die Farbe des Fruchtwassers gibt Aufschluss über den Zustand des Babys: Das Baby kommt auf die Welt die Geburtsarten

Ist das Wasser noch klar und durchsichtig, geht es dem Baby gut. Eine grünliche Verfärbung dagegen bedeutet, dass die Geburt eingeleitet werden sollte. Kritiker halten diese Untersuchung für wenig aussagekräftig, da nur ein geringer Teil des Fruchtwassers kontrolliert werden kann. Liegt zum Beispiel der kindliche Kopf fest im Becken, kann das Fruchtwasser nicht mehr frei zirkulieren, sodass bei dieser Methode lediglich die Menge Fruchtwasser beurteilt werden kann, die unterhalb des Kopfes liegt. Es ist daher durchaus möglich, dass diese Flüssigkeit noch klar ist, die restliche Menge jedoch bereits verfärbt.

Weitere Nachteile sind: Diese Untersuchung ist nur bei einem leicht geöffneten Muttermund möglich und wird häufig von den Schwangeren als unangenehm empfunden.

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