Das Baby ist da – DIE ERSTEN TAGE IM BABY LEBEN

Das Baby ist da was für ein Moment! Herzlichen Glückwunsch, liebe Mutter. – Sie und Ihr Baby haben in den letzten Stunden ein wahres Meisterwerk vollbracht!

Das Baby ist da - DIE ERSTEN TAGE IM BABY LEBEN Das Baby ist da nachdem Ihr Kind rund 40 Wochen in Ihrem Bauch wohnte, ist es nun auf der Welt. Der Augenblick unmittelbar nach der Geburt ist faszinierend und spannend zugleich.

Ist es gesund? Ein Mädchen oder ein Junge? Ist alles dran? Wie sieht es aus?
Fragen über Fragen – und nun haben Sie die Antwort.

Das Baby ist da – Das Bonding

Früher haben unsere Mütter das Neugeborene erst Minuten nach der Geburt zu Gesicht bekommen. Es wurde nach der Entbindung gewaschen und angezogen, ehe es die Mutter in ihre Arme schließen konnte. Heute hat sich zum Glück einiges verändert.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass besonders die ersten Minuten nach der Geburt für die Entwicklung des Urvertrauens entscheidend sind: Kommt das Baby ganz frisch auf Mutters nackten Oberkörper, entsteht eine ganz besondere Beziehung zwischen Mutter und Kind.

Dieses .Bonding“ (englischer Ausdruck für die Prägung einer Bindung) legt den Grundstein für eine lebenslange Beziehung. Wissenschaftler haben dieses Phänomen zuerst bei Graugänsen beobachtet: Das erste Lebewesen, das ein frisch geschlüpftes Küken zu Gesicht bekommt, sieht es lebenslang als seine Mutter an.

Dieser Prägeprozess ist bei Tieren jedoch nur innerhalb einer kurzen Phase möglich. Bei einem Menschenkind ist diese Phase zwar nicht so eng begrenzt, den noch sollte die erste Kontaktaufnahme so bald wie möglich stattfinden.

Wenn das Baby auf Ihrem Oberkörper liegt, können Sie es in aller Ruhe willkommen heißen. Genießen Sie diesen wunderschönen Augenblick.Die Geburt ist vorüber, und für alle die Strapazen werden Sie nun ganz toll belohnt. Das Baby fühlt sich bei Ihnen auf dem Bauch genauso geborgen wie im Bauch – es genießt Ihre Wärme, Ihren Geruch, den bekannten Herzschlag, Ihren Atem und Ihre Stimme.

Seien Sie jetzt ganz behutsam – streicheln Sie das Baby zärtlich über seinen Körper, lächeln Sie es an, und sprechen Sie leise, eher gedämpft, denn so ist es Ihre Stimme gewohnt. Auch die Stimme Ihres Partners erkennt das Baby.

 

VERTRAUEN

Wenn Sie durch eine Vollnarkose die ersten Momente nach der Geburt nicht mit dem Baby teilen können, ist Ihr Partner gefragt. Er sollte dann die Phase des Bondings übernehmen – also das frisch geborene Baby in seinen Armen halten und ihm die wichtigen Streicheleinheiten zukommen lassen. Kann das Baby aus gesundheitlichen Gründen nicht bei Ihnen sein, seien Sie unbesorgt. Das Urvertrauen entwickelt sich natürlich auch noch später, wenn es Ihre Liebe spüren kann.

Das Baby ist da – WILLKOMMEN, KLEINES BABY

Stillzeit. Es ist durchaus möglich, dass es zunächst nur wenig Milch bekommt. Viele Kinder nehmen in der ersten Woche bis zu zehn Prozent ihres Geburtsgewichtes ab. Dies ist also kein Grund zur Sorge. Wenn Sie unsicher sind und glauben, Ihr Baby bekommt nicht genügend Milch ab, fragen Sie Ihre Hebamme oder die Säuglingsschwester um Rat. Sie können Ihnen ganz bestimmt weiterhelfen.

 

KEIN PARFUM

Richtig dufte für Ihr Baby ist der persönliche Körpergeruch seiner Mutter das beste Parfum. Sobald seine Nase auf Ihrer Haut liegt, merkt es sich Ihren natürlichen Duft. Wenn Sie in den kommenden Tagen und Wochen zu einem Parfum greifen, wird Ihr Baby mit seinem Geruchssinn abgelenkt und irritiert. Gut für Babys Nase: Hüllen Sie sich jetzt besser erst mal nicht in eine Duftwolke ein.

Das Baby ist da – was es alles schon kann

Auch wenn Ihr Baby im ersten Moment noch hilflos wirkt, kann es schon eine ganze Menge. So ist es z. B. in der Lage, seine Eltern zu erkennen. Auf eine Entfernung von ca. 30 Zentimeter (Abstand zum Gesicht der Mutter während des Stillens) nimmt es seine Umgebung gestochen scharf und deutlich in Farbe wahr. Hinzu kommt sein ausgeprägter Tastsinn. Ihr Kind kann Sie bereits riechen, schmecken und hören. All diese Eindrücke prägt es sich genau ein, und zwar so stark, dass es durchaus in der
Lage ist, Sie von anderen Müttern zu unterscheiden.

In den ersten bei den Stunden nach der Geburt ist der Saugreflex des Babys am größten. Nutzen Sie diese Tatsache aus, und legen Sie das Baby an Ihre Brust.Wird es nämlich bald angelegt, spürt es den innigen Körperkontakt – das legt den ersten Grundstein zu einer erfolgreichen Stillzeit

Das Baby ist da - DIE ERSTEN TAGE IM BABY LEBEN

Nahrungsaufnahme: Ganz von selbst findet ein Baby immer Mutters Brustwarze. Es ist sogar in der Lage, seine Mutter von anderen zu unterscheiden – durch den Geruch. Den hat es sich gleich nach der Geburt fest eingeprägt.

 

 

Das Baby ist da – Erstversorgung der Mutter

Wenn Sie eine Geburts- bedingte Verletzung haben, wird sie jetzt vom Arzt genäht. Dies kann je nach Größe der Wunde zehn Minuten bis zu einer Stunde dauern. Der Bereich wird auf jeden Fall lokal betäubt, es sei denn, Sie sind noch schmerzunempfindlich durch eine PDA.

Die Plazenta haftete während der Schwangerschaft an der Gebärmutter, mit einer Fläche, die etwa zwei Hände breit ist. Sobald die Plazenta ausgestoßen ist, hinterlässt sie natürlich eine dementsprechend große Wundfläche – und die blutet. Diese Blutung bezeichnet man als Wochenfluss, der gewöhnlich sechs bis acht Wochen andauert. Wie stark der Wochenfluss ist, also wie viel Blut Sie verlieren, ist von Frau zu Frau verschieden. Die Menge kann über diese Zeit verteilt durchaus einen halben Liter betragen.

Das Baby ist da– nach der Entbindung bleiben Sie noch für zwei Stunden in der Obhut der Hebamme im Kreißsaal. So können Sie in aller Ruhe mit Ihrem Partner die neue
„Dreisamkeit“ genießen – immer in der Sicherheit, dass bei Problemen oder Beschwerden ein Geburtshelfer in greifbarer Nähe für Sie ist.

In diesen zwei Stunden überprüft die Hebamme Ihren Kreislauf, die Stärke Ihrer Nachblutungen und die Rückbildung der Gebärmutter. Selbst wenn Baby und Plazenta bereits geboren sind, zieht sich die Gebärmutter noch regelmäßig zusammen. Erstgebärende merken von diesen Wehen so gut wie nichts – zum einen, weil diese Nachwehen nicht so stark sind, und zum anderen, weil sie voll und ganz mit dem neuen Familienmitglied beschäftigt sind.

Anders ist es bei Frauen, die schon einmal geboren haben. Sie können die Nachwehen zum Teil als richtigen Geburtsschmerz empfinden, und das über eine Dauer von drei bis fünf Tagen. Homöopathische Mittel machen diese Schmerzen erträglicher, ohne die wichtige Rückbildung zu unterdrücken. Wenn Sie als Mehrgebärende starke Nachwehen spüren, haben Sie in puncto Wochenfluss einen Pluspunkt, denn: Je stärker die Nachwehen, desto schneller verkleinert sich die Gebärmutter, desto weniger Wochenfluss.

 

NACHWEHEN

Woher kommen die Nachwehen? Während der Schwangerschaft hat sich die
Gebärmutter um ein Vielfaches ausgedehnt. Nach der Entbindung muss sie sich wieder auf ihre frühere Größe verkleinern – und dies geschieht, indem sie sich zusammen krampft. Mit jeder einzelnen Kontraktion zieht sich die Gebärmutter ein Stück mehr zusammen. Dabei gilt: Jede Geburt „leiert“ die Gebärmutter etwas mehr aus, das heißt, sie benötigt mehr Kraft, um zu ihrer Ursprungsgröße zurückzufinden.Darum sind die Nachwehen nach jeder Geburt heftiger.

 

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