Schwanger mit Hindernissen wenn plötzlich Komplikationen auftreten

Schwanger mit Hindernissen jede Frau, die ein Kind erwartet, wünscht sich natürlich, dass alles gut gehen wird. In den meisten Fällen tut es das auch

Schwanger mit Hindernissen dennoch gibt es ein paar „Hindernisse‘: die von allen Schwangeren – schon bei den allerersten Anzeichen – beachtet werden müssen.

Schwanger mit Hindernissen Hierzu gehören beispielsweise frühzeitige Wehen, Blutungen, eine Röteln Infektion oder eine Schwangerschaftsvergiftung. In solchen Fällen hilft positives Denken allein nicht weiter. Vielmehr ist dann der sofortige Besuch des betreuenden Arztes oder ein Gespräch mit Ihrer Hebamme angesagt. Zögern Sie nicht – keine Frage ist zu dumm!

Generell sollte jede Blutung sehr ernst genommen werden. Denn gleichgültig, zu welchem Zeitpunkt der Schwangerschaft sie auftritt, kann sie immer ein Zeichen dafür sein, dass die Schwangerschaft in Gefahr ist.

 

Blutungen in der frühen Schwangerschaft

Schwache Blutungen in den ersten Wochen stammen meist aus der Gebärmutterschleimhaut. Sie können leicht mit der Perioden Blutung verwechselt werden, denn sie treten gewöhnlich zu dem Zeitpunkt auf, an dem die nächste Menstruation fällig wäre. Allerdings ist diese Blutung nicht so stark und nicht so intensiv wie die übliche Periode. Es zeigt sich eher ein blutiger Ausfluss als Zeichen dafür, dass sich der Körper noch nicht vollständig auf die Schwangerschaft umgestellt hat. Es ist aber auch möglich, dass diese Blutung vom äußeren Muttermund herrührt, der in der Schwangerschaft besonders stark durchblutet ist und daher eher zu Blutungen neigt – was aber die Schwangerschaft in keiner Weise beeinträchtigt. Nicht selten taucht solch eine harmlose Blutung auf, wenn Sie mit Ihrem Partner geschlafen haben. Durch sanfte Untersuchungen kann der Arzt die Ursache der Blutung abklären. Meistens besteht kein Grund zur Besorgnis.

Leichte bis mittel starke Blutungen im ersten Trimester erfordern unbedingt ärztlichen Rat und medizinische Hilfe. Besonders dann, wenn sie mit ziehenden Schmerzen im Unterbauch oder Rücken einhergehen – sie könnten ein Hinweis auf eine drohende Fehlgeburt sein. Frauen, bei denen trotz Blutung die Schwangerschaft bestehen bleibt, müssen aber keine Angst haben, dass ihr Baby geschädigt wird.

Die Eileiterschwangerschaft

Blutungen können auch durch eine sehr seltene – Eileiterschwangerschaft enstehen. Hierbei hat sich das befruchtete Ei außerhalb der Gebärmutter, nämlich im Eileiter, eingenistet. Solange sich der immer größer werdende Zell Klumpen im Eileiter befindet, dehnt er den Eileiter (Tube) aus und droht, ihn zu zerreißen. Die Dehnung der Tubenwände ist meist mit starken Schmerzen auf einer Seite des Unterbauches verbunden. Eine Extrauteringravidität (EUG), also eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (Uterus), ist im Anfangsstadium häufig schwierig zu erkennen, stellt im konkreten Fall aber eine lebensbedrohliche Komplikation dar und muss daher immer – möglichst frühzeitig – operiert werden. Denn sie könnte ohnehin nicht ausgetragen werden.

So wird ein sorgfältiger Arzt manchmal die Verdachts Diagnose stellen, wenn er sich nicht ganz sicher ist, was aber nichts anderes bedeutet, als dass er eine Extrauteringravidität (EUG) noch nicht lOO-prozentig ausschließen kann. Wenn Ihr Frauenarzt Ihnen mitteilt, dass eventuell eine Eileiterschwangerschaft vorliegen könnte, ist dies noch kein Grund zur Sorge. In den meisten Fällen folgt jetzt lediglich eine engmaschige Überwachung der Schwangerschafts Entwicklung (Größe der Fruchthöhle und Hormonkonzentration im Blut). Meist erfolgt nach wenigen Tagen die Entwarnung, und es besteht doch noch eine intakte Schwangerschaft in der Gebärmutter. Für Ihren Frauenarzt gilt die Regel: Lieber lOO-mal daran denken, als einmal zu spät erkennen.

 

Schwanger mit Hindernissen. Blutungen am Ende der Schwangerschaft

Im letzten Trimester können Blutungen die Ankündigung für eine Frühgeburt sein. In diesem Fall sind strenge Bettruhe und gegebenenfalls Medikamente notwendig. Manchmal liegt die Plazenta falsch. Statt seitlich an der Gebärmutterwand zu haften, sitzt sie zu tief im unteren Teil der Gebärmutter und bedeckt damit den inneren Muttermund teilweise oder sogar ganz (Placenta praevia). Wenn dann gegen Ende der Schwangerschaft die ersten Vorwehen die Gebärmutter ausdehnen, können einzelne Plazenta Gefäße verletzt werden. Dadurch kommt es zu einer normalerweise schmerzlosen, hellroten Blutung. Anfangs kann die Menge klein sein, sie kann sich aber plötzlich zu einer massiven Blutung steigern.

 

Vorzeitige Plazentalösung

Eine falsch sitzende Plazenta wird in der Regel bei den Ultraschall-Screening- Untersuchungen erkannt und im Mutterpass dokumentiert. Sie haben dann bereits die entsprechenden Verhaltensregeln von Ihrem Arzt mit auf den Weg bekommen. Nicht vorhersehbar ist jedoch die – ebenfalls sehr seltene – vorzeitige Plazentalösung. Auch diese kann zu einem wirklichen Problem werden: Das Blut kann sich zunächst hinter der abgelösten Plazenta ansammeln und dann auch hier als anfangs nur geringe Blutmenge austreten. Bei einer Plazentalösung treten häufig auch starke Schmerzen auf. Eine Placenta praevia oder eine vorzeitige Plazentalösung sind allerdings sehr selten.

 

Schwanger mit Hindernissen

Bitte ins Krankenhaus

Dennoch: Wenn eine starke, hellrote Blutung auftritt – vergleichbar mit der Perioden Blutung oder sogar stärker, wenn außerdem Blut Klumpen mit herausfließen – bitte umgehend ein Krankenhaus aufsuchen, am besten liegend (den Krankenwagen rufen oder im eigenen Auto bzw. Taxi auf die Rücksitzbank legen). Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Schwangerschaftswoche Sie sich befinden und ob Sie Wehen verspüren oder nicht.

 

Schwanger mit Hindernissen UNTERSUCHUNGEN

~ Wichtig: Jede Blutung – gleichgültig, wie stark sie ist, und ganz besonders am Ende der Schwangerschaft – muss dringend abgeklärt werden. Aber auch starke Schmerzen, die sich nicht wie Wehen Schmerzen anfühlen, können bereits ein erster Hinweis auf innere Blutungen sein.

 

Schwanger mit Hindernissen, Fehlgeburt

Nur 25 Prozent aller befruchteten Eizellen enden mit der Geburt eines lebenden Kindes. Der überwiegende Teil nistet sich in die Gebärmutter ein, ohne dass die Frau davon weiß. Vielfach endet die Empfängnis durch eine frühzeitige Fehlgeburt, welche von der Frau als verspätete Periode angesehen wird. Tatsächlich werden nur rund 15 Prozent als Fehlgeburt (Abort) erkannt.

 

Die „drohende Fehlgeburt“

Ein Viertel aller Schwangerschaften enden bereits vorzeitig in den ersten zwölf Wochen. Das wichtigste Symptom sind vaginale Blutungen. Sie können mit oder ohne Schmerzen auftreten. Dabei handelt es sich um eine „drohende Fehlgeburt“, das heißt, mit guten Chancen lebt Ihr Baby, und die Schwangerschaft bleibt bestehen. Leichte Schmierblutungen in den ersten Wochen der Schwangerschaft bekommen Sie mit Bettruhe ganz gut in den Griff. Handelt es sich allerdings um sehr starke Blutungen, bei denen vielleicht Blutklumpen mit abgehen und krampfartige Bauchschmerzen auftreten, ist die Fehlgeburt meistens nicht mehr aufzuhalten. Je stärker der Schmerz, desto höher die Wahrscheinlichkeit eines Abortes.

 

Gründe für eine Fehlgeburt

Die Gründe für die vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft sind nicht immer leicht festzustellen. Tritt sie in den ersten Wochen auf, kann ein embryonaler Defekt die Ursache sein. Nicht selten spielt auch die Psyche eine große Rolle. Häufig kommen aber gleich mehrere Faktoren zusammen wie psychische Belastungen in der Partnerschaft oder am Arbeitsplatz, gekoppelt mit körperlichem Stress (z. B. Umzugskartons getragen, lange Autofahrten). Den wahren Grund wird man meist nie erfahren. Vielleicht war bereits die Eizelle oder das Spermium geschädigt, oder bei den ersten Zellteilungen kam es zu Fehlsteuerungen.

Manchmal reagiert auch die Mutter allergisch – ihr Immunsystem deutet den Embryo als Fremdling, weil er zur Hälfte aus väterlichem Gewebe besteht. Möglich ist auch, dass es der Eizelle nicht gelingt, sich in die Gebärmutter einzunisten. Bei einem Abort nach dem ersten Trimester liegt selten ein Chromosomendefekt vor. Der Fötus ist zwar normal entwickelt, kann aber aus verschiedenen Gründen nicht weiterwachsen, z. B. weil die Gebärmutter zu klein ist oder gutartige Verwachsungen (Myome) seine Weiterentwicklung behindern. Außerdem können Röntgenstrahlen, Medikamente,
Stoffwechselstörungen (z. B. Diabetes mellitus) oder akute Infektionskrankheiten den Fötus schädigen.

 

Der Körper braucht jetzt eine Auszeit

Je später der Abort erfolgt, desto mehr Zeit benötigt Ihr Körper, bis er wieder seinen Normalzustand erreicht hat. Die meisten Ärzte empfehlen, mindestens drei normale Zyklen bis zur nächsten Schwangerschaft abzuwarten, damit sich der Körper wieder erholen kann. Auch die Gebärmutterschleimhaut braucht Zeit, um sich wieder vollständig aufzubauen. Viele Frauen können die nächste Schwangerschaft kaum abwarten – häufig von der Angst geprägt, erneut eine Fehlgeburt zu erleiden. Aber: Statistisch gesehen trägt eine Frau nach einer Fehlgeburt kein höheres Risiko in sich als eine Schwangere ohne Fehlgeburt. Erst nach zwei Fehlgeburten hintereinander steigt die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten Abgang leicht an. Allenfalls die psychische Komponente – die Angst vor einer erneuten Fehlgeburt – kann so viel Stress verursachen, dass allein dadurch die neue Schwangerschaft gefährdet ist.

 

Schwanger mit Hindernissen, Frühgeburt

Scschwanger mit Hindernissen wenn plötzlich Komplikationen auftreten

Kleine Frühstarter benötigen gleich bleibende Temperaturen um die 37 Grad – genauso wie Mamas Bauch.

Von einer Frühgeburt spricht man dann, wenn das Baby nach der 24. und vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommt. Das ist bei rund sechs Prozent aller Schwangerschaften der Fall. Untersuchungen zeigen, dass einige Faktoren eine Frühgeburt begünstigen können – so spielen z. B. das Alter und die Körpergröße der Frau eine Rolle: Statistisch gesehen neigen junge Mädchen (unter 18 Jahre) sowie ältere Schwangere (über 38 Jahre), aber auch solche, die unter 1,56 Meter groß sind, zu Frühgeburten. Ebenfalls auffällig häufig sind Frühgeburten bei Ledigen, Geschiedenen und Frauen, die in sozial schwachen Verhältnissen leben. Dies mag sich aus der besonderen psychischen Anspannung erklären.Hinzu kommen Faktoren wie viel Rauchen, regelmäßiger Alkoholkonsum, starke körperliche Arbeit und Schwangerschaften in kurzen Abständen.

Ebenso können bestimmte Erkrankungen wie zu hoher oder zu niedriger Blutdruck, Asthma, akute Infektionskrankheiten (etwa Grippe, Nierenbeckenentzündung, fieberhafter Magen-Darm- Infekt) oder eine Schwangerschaftsvergiftung (Gestose) eine Frühgeburt
auslösen.

Fazit: Die regelmäßigen Kontrollen beim Frauenarzt und bei einer Hebamme sowie ein bewusstes Umgehen mit sich selbst können in einer Schwangerschaft nicht hoch genug eingeschätzt werden.

 

Schwanger mit Hindernissen. DIE CERCLAGE

~ Der Arzt kontrolliert bei jedem Vorsorgetermin mittels Ultraschall oder Abtasten, ob der
Muttermund fest verschlossen ist Ist dies nicht der Fall, kann er durch eine Umschlingung des Gebärmutterhalses (Cerclage) den Muttermund künstlich verschließen. Dies ist dann sinnvoll, wenn sich der Muttermund ohne Wehentätigkeit öffnet, was allerdings selten vorkommt Bei diesem Eingriff legt der Arzt unter Vollnarkose einen Seiden- oder Perlonfaden um den Gebärmutterhals (Cervix), Der Faden hält den Gebärmutterhals geschlossen. Etwa drei Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin, spätestens wenn die Wehen einsetzen, wird der Faden wieder gezogen. Eine Betäubung ist hierfür nicht notwendig.

 

 

Schwanger mit Hindernissen. MUTTERSCHUTZ

~ Wenn Ihr Kind zu früh auf die Welt kommt, d.h. vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche, sein Gewicht weniger als 2.500 Gramm beträgt oder es sehr pflegebedürftig ist, weil es noch nicht voll ausgereift ist, haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf zwölf (statt acht) Wochen Mutterschutz nach der Geburt.

 

 

Dem Baby Zeit geben

Jeder Tag, an dem das Baby noch im Mutterleib wachsen kann, macht es kräftiger. Darum ist auch das Ziel aller Ärzte und Hebammen, seinen Aufenthalt im Bauch so lang wie möglich hinauszuzögern. Das Hauptproblem bei Frühgeborenen ist das unreife Atmungssystem. Bis zur 34. Woche ist die Lungenreifung noch nicht vollkommen, sodass das Baby nach der Geburt lebensbedrohliche Atemstörungen bekommen kann. Erst nach der 34. Woche bildet der Körper des Ungeborenen vermehrt eine Substanz, das so genannte Surfactant, die dafür sorgt, dass sich die Lungenbläschen nach dem ersten Atemzug voll entfalten und beim Ausatmen nicht wieder zusammenfallen. Fehlt dieser körpereigene Stoff, kann sich die Lunge nicht mit Luft füllen und den Sauerstoff ins Blut abgeben.

Eine Frühgeburt kündigt sich meistens durch vorzeitige Wehen oder einen Blasensprung an. Arzt und Hebamme verordnen bei vorzeitigen Wehen strenge Bettruhe, notfalls sogar im Krankenhaus. Sobald es sich um echte Wehen handelt, die den Muttermund langsam öffnen, kann man versuchen, sie mit wehenhemmenden Medikamenten (Tokolytika) in Form einer Infusion oder als Tabletten aufzuhalten. Droht eine Frühgeburt durch einen schwachen bzw. bereits geöffneten Muttermund, kann dieser künstlich verschlossen werden.

 

Das Baby lässt sich nicht aufhalten. Schwanger mit Hindernissen

Wenn die Frühgeburt nicht aufzuhalten ist, muss das Baby auf sehr schonende Art geboren werden. Der Schädel ist noch sehr weich und empfindlich, darf also nicht so stark gequetscht werden. Bei einer spontanen Frühgeburt werden die Geburtshelfer daher eher einen Dammschnitt setzen – dem Kind zuliebe. Mit Sicherheit ist der Kaiserschnitt bei sehr kleinen Kindern oder einer Steißlage die sanfteste Variante. Wenn möglich, sollte er nicht unter Vollnarkose, sondern unter einer örtlichen Betäubung (PDA) stattfinden. Der Vorteil: Die Mutter kann die Geburt hautnah miterleben und ihr Baby herzlich in die Arme schließen, wenn es aus dem Bauch kommt.

Ob das Baby in den Brutkasten muss, hängt von seinem Gewicht und der vollendeten Schwangerschaftswoche ab. Besonders solche Frühgeburten, die weniger als 2000 Gramm wiegen, sind darauf angewiesen, dass sie eine konstante Temperatur von 37 Grad um sich haben. Auch die künstliche Beatmung, bei der ein dünner Schlauch in die Luftröhre geschoben wird, ist manchmal nötig und hängt von der Lungenreife des Babys ab.

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