Das Bewusstsein, die Seelisch-Geistige Entwicklung des Babys

Das Bewusstsein, Ihr Baby wird eine Persönlichkeit es entwickelt sich rasant. Ihr Baby kommt nicht wie ein unbeschriebenes Blatt Papier auf die Welt

Das Bewusstsein es entwickelt sich im Rahmen seiner Anlagen und im Zwiegespräch mit Ihnen. Dabei sammelt es Erfahrungen und lernt das Zusammensein mit den Menschen seiner Umgebung.

Das Bewusstsein, die Seelisch-Geistige Entwicklung des BabysWas unsere Babys mit ihrem Körper schon können, ist ganz offensichtlich. Was aber sich hinter ihrer Stirne abspielt, ist uns oft ein Rätsel. Erst seit etwa 20 Jahren gibt es eine systematische Baby Forschung auf diesem Gebiet, aber schon jetzt lässt sich sagen: Die geistig-seelischen Fähigkeiten eines Säuglings sind größer, als je angenommen wurde. Das »dumme Baby« ist eine irrige Vorstellung der Vergangenheit, der erfahrene Mütter und Kinderpflegerinnen ohnehin nie geglaubt haben. Nur die Möglichkeiten des Babys, sich zu äußern, sind seinem Können oft noch nicht gewachsen. Deshalb liegen die Verständigungsformen zwischen Kind und Eltern im ersten Jahr größenteils im nicht-sprachlichen Bereich.

 

Das Bewusstsein – Verständigung ohne Worte

Erwachsene sind gewöhnt, sich sprachlich mit ihres gleichen auseinander zusetzen. Deshalb erscheint es den meisten Eltern am Anfang recht schwierig, ihr Baby ohne Worte zu verstehen und mit ihm umzugehen. Viele Mütter fühlen sich, gerade wenn sie die Bedürfnisse des Kindes einmal nicht erahnen können, hilflos oder überfordert. Aber bedenken Sie: Die Anlage zur nicht sprachlichen Kommunikation hat jedes Baby, jede Mutter, jeder Vater. Mit der Zeit werden Sie die Äußerungen, seine Körpersprache, sein Verhalten interpretieren können – und Ihr Baby wird auf Ihr Verständnis wiederum reagieren.

 

Das Bewusstsein – Eine Unterhaltung zwischen Mutter und Kind

Wenn es Ihnen gelingt, diese Anlagen zu entfalten und zum Leben zu bringen, können Sie Ihrem Kind helfen, sein inneres Gleichgewicht zu finden. Es muss sich erst in die neue Welt einfühlen, seinen Rhythmus finden und Möglichkeiten zur Selbstregulation entwickeln. Wenn ihm das nicht gelingt, sind Schrei Phasen, Schlafstörungen und Unverständnis zwischen Eltern und Kind die Folge. Lernen Sie, Ihr Baby zu verstehen und auf Ihr Gefühl zu hören. Und geraten Sie nicht gleich in Panik, wenn das nicht immer gelingt. Es ist Ihr Kind und hat sicher ein wenig von Ihnen mitbekommen – haben Sie Vertrauen in diese Ihre Beziehung. Sie ist das beste, was Sie Ihrem Kind zu bieten haben. Auch ohne Worte möglich

 

Das Bewusstsein des Säuglings

Schon immer gab es Theorien der Psychoanalytiker über das frühe Bewusstsein von Säuglingen. Sie beruhten auf rückblickenden Aussagen von Patienten, denn Babys selber können uns leider nichts über ihre Vorstellungswelt erzählen. Doch fortgeschrittene Technik machte in den letzten Jahrzehnten eine experimentelle Forschung möglich.

 

Das Bewusstsein – Was man heute darüber weiß

Durch Registrieren von Blicken und Bewegungen – vor allem von mehr oder weniger intensivem Saugen – konnten Reaktionen des Babys auf bestimmte Bilder und Töne gemessen werden. Die Ergebnisse sind erstaunlich! Von Geburt an scheinen Babys mitzubekommen, dass sie mit ihren Handlungen etwas bewirken können.

Zwischen dem 2. und 6. Monat nehmen sie sich als körperliches Ganzes wahr, und zwar abgegrenzt von den anderen.

Mit etwa 7 bis 9 Monaten lernen sie, Erfahrungen und Gefühle mit anderen zu teilen. Vielleicht erstaunt Sie diese Erkenntnis nicht so sehr. Für die Fachwelt ist sie revolutionär: Freud sah den Säugling als Trieb Wesen, nur darauf aus, Lust zu gewinnen und Unlust zu meiden. Eine Sicht, die nicht mehr zu halten ist. Auch das sehr verbreitete Modell der Analytikerin Margaret Mahler von einer auf sich selbst bezogenen Phase des Babys in den ersten 4 bis 6 Wochen, einer darauf folgenden »symbiotischen« Phase, in der es sich mit der Mutter verschmolzen fühlt, um erst mit etwa 5 Monaten zwischen sich und anderen zu unterscheiden, hat sich durch die Untersuchungen nicht bestätigt. Statt dessen hat der Baby Forscher Daniel Stern ein neues (psychoanalytisches) Modell entwickelt, das am besten die Entwicklung des Innenlebens eines Babys nach den heutigen Erkenntnissen erklärt.

 

Theorie Daniel N. Stern

Auf den ersten Blick erscheint seine Theorie vielleicht ein wenig abstrakt, aber die Kernbotschaft lautet: Nehmen Sie Ihr Kind ernst in seinem Lebensgefühl, in seinen Gefühlsäußerungen, in seinen Wünschen. Folgen Sie Ihrem Gefühl und versuchen Sie ab und zu, sich in die Erlebnis- und Gefühlswelt Ihres Kindes zu tasten.

Versuchen Sie einfach, den Anblick der Gitterstäbe seines Bettchens, das Gleißen des Sonnenstrahl, aber auch das bohrende Hungergefühl nachzuempfinden. Das kann natürlich nie ganz gelingen, aber es macht Sie empfänglich für die Signale Ihres Kindes. Vielleicht verstehen Sie es danach einfach besser. Wenn Sie mehr über diese Gedanken lesen möchten, empfehle ich das »Tagebuch eines Babys« von Daniel N. Stern.

 

DIE SEELISCH-GEISTIGE ENTWICKLUNG DES BABYS
~ Daniel N. Stern spricht von Selbst Empfindungen und unterschiedet 4 Phasen, die sich nicht
ablösen, sondern aufeinander aufbauen. Das, was das Baby einmal begriffen hat, geht ihm
nicht mehr verloren, eine Erkenntnis, die wir aus unserem Erwachsenenleben kennen.

In den ersten 2 bis 3 Monaten ist es das Empfinden eines »auftauchenden Selbst«. In dieser Phase erlebt das Baby jeden Moment mit allen Sinnen. So übersetzt und verarbeitet es alles Geschehen rundum in körperliche Empfindungen und Reaktionen. Es unterscheidet noch nicht zwischen außen und innen, zwischen auslösendem Geschehen und Gefühl.

Zwischen dem 2. und 6. Monat entwickelt sich das »Kern-Selbst«, in dem der Säugling wahrnimmt, dass er seine eigenen Gefühle und seinen eigenen Willen hat – getrennt von dem der Mutter. Damit kann er mit ihr in Beziehung treten. Die Entwicklung des sozialen Lächeln fällt logischerweise in diese Phase.

Im 7. bis 9. Monat entwickelt sich die Empfindung von einem »subjektiven Selbst«, das eine zweite Perspektive mit sich bringt. Es ist nicht auf die Beobachtungen von Handlungen beschränkt, sondern entdeckt dahinter auch
Gefühle oder gar Motive. Erst jetzt sind bewusste »Interaktionen« zwischen dem Baby und anderen, vor allem der Mutter, möglich.

Erst zwischen dem 15. und 18. Monat entwickelt das Kind die Empfindung eines »verbalen Selbst«, in dem es die Fähigkeit zur Objektivität und Selbstbeobachtung entwickelt.

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