Liegen Sicherer Umgang mit dem Baby, gut gebettet in jeder Lage

Liegen Sicherer Umgang mit dem Baby So das Neugeborene kann weder sein Köpfchen heben noch sich selbst umdrehen. So, wie Sie es hinlegen, bleibt es liegen

Liegen Sicherer Umgang mit dem Baby, Bettchen, Wiege oder Stubenwagen sind in den ersten Monaten sein Hauptaufenthalt. Da ist es wichtig, dass Unterlage und Blickfeld stimmen, damit sich keine einseitige Haltung entwickelt.

Liegen Sicherer Umgang mit dem Baby So liegt das Baby richtig

 

Bettchen, Wiege, Stubenwagen?

In den ersten Wochen braucht Ihr Baby die Geborgenheit und Wärme seines Bettchens. Sie müssen Ihr Kind aber nicht ständig in einem ruhigen Zimmer lassen. Wenn es wach ist, schieben Sie das Bettchen in Ihre Nähe, lassen Sie Ihr Baby am Familienleben teilhaben. Natürlich sollte das »Nest- schon vorbereitet sein, bevor das Baby zur Welt kommt. Es gibt dabei eine Menge Alternativen für die Anschaffung.

 

Der Stubenwagen

Darunter versteht man ein Körbchen auf Rollen mit einem »Himmel« aus Stoff darüber. Es ist ausgesprochen leicht und lässt sich durch die ganze Wohnung schieben: so können Sie Ihr Kind immer bei sich haben, wenn Sie möchten. Das ist besonders nachts praktisch, wenn Sie noch stillen.

Dem Neugeborenen tut die Begrenztheit des Körbchens, das wirklich wie ein Nest wirkt, wohl, denn es erleichtert seine Anpassung an das neue Leben. Der Himmel verhindert, dass der Blick des Babys ins Leere geht, ist ein guter Sonnenschutz und dämpft gleichzeitig die Geräuschkulisse. Außerdem läßt sich ein Baby im Stubenwagen wunderbar in den Schlaf schuckeln und beruhigen.

 

Liegen Sicherer Umgang mit dem Baby, einziger Nachteil

Spätestens mit fünf bis sechs Monaten ist Ihr Baby dem Stubenwagen entwachsen. Versuchen Sie deshalb, ihn zu leihen oder second hand zu bekommen – Sie können ihn ja mit einer neuen Garnitur aufpeppen.

Eine Alternative zum Stubenwagen ist ein Tragekorb oder eine Tragetasche, eventuell in Kombination mit einem fahrbaren Untergestell (Fachhandel). So können Sie ohne viel Aufwand Ihr Kind einfach von Zimmer zu Zimmer mitnehmen.

Für kleine Babys eine gute Lösung:

Wenn Sie sich einen Kombi-Kinderwagen mit integrierter Tragetasche angeschafft haben und Sie im Wohnzimmer damit keine Platzprobleme haben, kann Ihr Baby tagsüber anfangs auch ohne weiteres darin schlafen. Für die Nacht nehmen Sie dann einfach die Tragetasche aus dem Wagen und stellen sie in die Wiege oder ins Kinderbettchen.

 

Liegen Sicherer Umgang mit dem Baby, die gute alte Wiege

Eine Wiege gibt’s entweder ähnlich wie den Stubenwagen auf Rollen mit Himmel oder ganz ursprünglich aus einem Stück gezimmert. Für die Stubenwagen-Wiegen, deren Schaukel Mechanismus sich übrigens auch feststellen lässt, gilt ähnliches wie
schon oben beschrieben. Die massiven Wiegen sind dagegen oft so groß, dass ein Kind darin bis zu einem Jahr schlafen kann.

 

Nachteil:

Sie lassen sich nicht rollen, und Sie müssen sich immer bücken, um Ihr Kind aufzunehmen. Sie sind eher einem Kinderbettchen gleichzusetzen. Wer eine große Wiege hat, kann danach gleich auf ein großes Kinderbett umsteigen, das sich später zum Jugendbett umrüsten lässt.

 

Praktisch: Gitterbetten

Liegen Sicherer Umgang mit dem Baby, gut gebettet in jeder Lage

Kinderbettchen mit Holzgitter werden heute gerne von Anfang an benutzt, denn sie können bis ins Schulalter »mitwachsen«. Möchten Sie mehrere Kinder haben, ist das aber nicht unbedingt sinnvoll. Das Kleinkind bekommt nämlich ohnehin irgendwann ein größeres Bettchen und vererbt sein kleines dem »neuen« Baby. Andernfalls ist es sicher am sparsamsten, gleich ein Bettchen auch für später anzuschaffen, günstig ist eine Größe von 1,40 m x, 70 cm.

  • Die Liegefläche sollte sich in der Höhe verstellen lassen, und zwar fürs kleine Baby ziemlich weit nach oben, damit Sie sich nicht bücken müssen.
  • Achten Sie darauf, dass die Gitterstäbe einen Abstand zwischen 6 und 7,5 cm haben. Sind sie breiter, könnte das Köpfchen dazwischen geraten.
  • Zwei oder mehr Stäbe sollten herausnehmbar sein, damit das ältere Kind ohne Kletterpartie aussteigen kann.
  • Damit sich schon das Neugeborene darin wohlfühlt und nicht stößt, sollten Sie einen wattierten Sicht- und Kopfschutz (ein sogenanntes Babynest, im Fachhandel) am Kopfende anbringen.
  • Bei großen Bettchen können Sie das Baby anfangs quer hineinlegen und die übrige Betthälfte mit Decken abgrenzen. Ihr Kind fühlt sich so geborgener. Oder Sie richten einen Tragekorb oder einen alten Wäschekorb als Bettchen her und stellen ihn einfach ins leere große Bett.
  • Es gibt auch Himmel für Gitterbettchen, ideal für die ersten Wochen.

 

Liegen Sicherer Umgang mit dem Baby – Was in jedes Bett gehört

Die richtige Unterlage

  • Die Matratze sollte nicht zu hart, aber auch nicht zu weich sein: Der Babyrücken darf sich nicht in die Unterlage eindrücken.
  • Für die ersten Monate reicht für das Fliegengewicht Ihres Babys eine 10 bis 15 cm dicke Schaumstoffmatte (Härte 3, Fachhandel). Für ein selbst gebasteltes Körbchen oder einen unvollständigen Stubenwagen können Sie sich die Matte zuschneiden lassen. Sie brauchen dann 2 Matten unterschiedlicher Größe, weil das Körbchen nach oben hin weiter wird. Anfangs legen Sie nur eine Matte hinein – dann ist die Schlaffläche kleiner. Wird Ihr Kind größer, wächst die Schlaffläche mit der zweiten Auflage.
  • Für ein Bettchen brauchen Sie dagegen eine Matratze. Roßhaar- und Kokoskernmatratzen sind sehr stabil und recht fest. Latex- oder Schaumstoffmatratzen sollten Sie auch in fester Qualität wählen: sie sind bei Allergiegefahr besonders empfehlenswert.
  • Auf die Matratze kommt ein dickes Molton- oder Baumwollstepptuch, darüber eine Nässeschutz-Auflage, die luftdurchlässig und waschbar sein sollte.

 

Achtung: keine Plastik- oder Gummiauflage nehmen, die die Körperatmung behindert.

Den Abschluss bilden ein Spannbetttuch oder weiches Moltonlaken.

  • Ein Kopfkissen ist überflüssig und störend. Statt dessen das Kopfende entweder mit einem Moltontuch oder mit einer zum Dreieck gefalteten Windel abdecken, die am Rand rundherum unter die Matratze geschoben wird. Diese Abdeckung können Sie immer wechseln, wenn Ihr Baby gespuckt hat, ohne dass Sie gleich alles frisch beziehen müssen.
  • Das Babylammfell hat in kürzester Zeit die Babybettchen erobert. Mit gutem Grund: Das Fell wärmt im Winter und kühlt im Sommer. Die Babys schlafen ruhiger und besser auf ihrem Kuschellager. Hygienische Bedenken sind überflüssig: Lammfelle für Babys sind sorgfältig gereinigt und lassen sich mit Wollwaschmittel schonend waschen. Überdies absorbiert Naturwolle leichte Verunreinigungen. Für Allergiker ist das Fell dagegen weniger empfehlenswert. Wer sich für ein Fell entscheidet, kann auf die verschiedenen Matratzenauflagen mit Ausnahme des Bezuges und der Kopfunterlage verzichten.

 

Liegen Sicherer Umgang mit dem Baby – Warm zugedeckt

  • Als Zudecke benötigen Sie eine leichte Woll- oder Synthetik Decke mit abziehbarem Baumwollüberzug.
  • Zum Wärmen gerade in den ersten Wochen ist ein leichtes Kopfkissen als Bettdecke (80 x 80 cm) ideal.
  • Wer eine strickende oder häkelnde Großmutter oder Tante hat, sollte sich eine Babydecke aus Wolle oder für Allergiker aus Synthetik wünschen. Sie schmiegt sich besonders gut an.
  • Leichte Baumwollschlafsäcke für Babys über einem Vierteljahr oder Wickelkleidchen für die ersten 3 Monate sorgen für Wärme und reichen als Tagesdecke im Sommer oft aus. Schlafsäcke sind gerade für nächtliche Strampelkinder besonders geeignet, da sie darin nicht auskühlen und auch keine Kunststücke mit der Bettdecke anstellen können. Es gibt übrigens auch dick wattierte oder mit Lammfell gefütterte Kindermodelle.

 

Die Wickelkleidchen sind praktisch für kleine Babys, die nachts noch gewickelt werden:

Man muss nicht das ganze Baby ausziehen, sondern einfach nur unten die Knopfleiste aufknöpfen, um an die Windel zu gelangen.

 

Liegen Sicherer Umgang mit dem Baby – Gut gebettet in jeder Lage

Liegen Sicherer Umgang mit dem Baby So liegt das Baby richtig

Ihr Baby kann anfangs seine Lage noch nicht allein ändern. Es sollte aber im stetigen Wechsel auf dem Rücken, dem Bauch oder der Seite liegen, damit sich seine Muskulatur gleichmäßig entwickeln kann. Machen Sie es sich deshalb zur Regel, nach jedem Wickeln seine Lage zu verändern. Mit einer Einschränkung: In der Nacht oder auch tagsüber, wenn das Baby unbeobachtet schläft, ist die Bauchlage tabu.

 

Wichtig!

Vermeiden Sie, Ihr Baby unbeaufsichtigt in der Bauchlage hinzulegen! Statistische Untersuchungen haben nämlich ergeben, dass »Bauchschläfer« häufiger vom sogenannten plötzlichen Kindstod betroffen werden. Nur, wenn Ihr Baby wach ist und Sie es unter Beobachtung haben, darf und soll es zum Spielen, Gucken und ersten Turnversuchen auf dem Bauch liegen. Denn das stärkt die Rückenmuskulatur und ist erste Voraussetzung zum Krabbeln.

Gerade in den ersten Wochen ist auch die Rückenlage nicht immer optimal. Oft wird nach dem Trinken eine kleine Menge wieder erbrochen, an der sich das Baby verschlucken kann, weil es den Kopf noch nicht automatisch dreht. Direkt nach dem Stillen oder Fläschchengeben sollten Sie Ihr Kind daher vorsichtshalber in der Seitenlage betten.

 

Eine Unterstützung in der Seitenlage braucht Baby nur in den ersten Wochen.

Auf der Seite bleibt das Neugeborene nicht ohne Unterstützung liegen. Rollen Sie ein Handtuch zur Wurst, und legen Sie es gegen seinen Rücken. Wechseln Sie regelmäßig die Liegeseite, sonst entwickelt sich schnell eine Schiefhaltung. Liegt Ihr Kind auf dem Rücken, können Sie Spielzeug darüber hängen – zum Anschauen und Bewegen. Das unterstützt die Beweglichkeit und Kraft der Ärmchen. Strampeln und Greifen aus der Rückenlage stärkt zudem die Bauchmuskulatur. Das Kind kann dabei besonders aktiv sein und bekommt viel von seiner Umgebung mit.

 

Wichtig: Perspektivenwechsel

Ihr Kind schaut immer dahin, wo es hell ist und wo etwas passiert. Steht das Bettchen an einer Wand und ist es der Hauptaufenthalt des Kindes, führt das zu einer einseitigen Kopfstellung. Drehen Sie deshalb täglich das Bett um die eigene Achse oder verlagern Sie das Kopfende täglich einmal von einem zum anderen Ende.

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