Nicht mehr nur ein Paar, nach der Geburt jetzt auch Eltern

Nicht mehr nur ein Paar, nach der Geburt jetzt auch Eltern eine Familie werden … ist wie eine Reise in ein anderes Land anzutreten

Nicht mehr nur ein Paar, nach der Geburt jetzt auch Eltern denn es macht aus einem Paar Eltern, aus Eltern Großeltern, aus dem Mann einen Vater, aus der Frau eine Mutter. Besonders einschneidend ist die Veränderung nach der Geburt des ersten Kindes

Nicht mehr nur ein Paar, nach der Geburt jetzt auch Eltern Eine ganze Familie wird geboren. Nach diesem »Umsturz« muss erst wieder ein Gleichgewicht gefunden werden, das allen gerecht wird. Was nicht immer leicht ist! Die neuen Rollen sind oft mit Riesen Erwartungen behaftet.

Die eigenen Kindheitserinnerungen kommen wieder hoch und stiften gefühlsmäßige Verwirrungen. Werden jetzt Probleme unter den Teppich gekehrt, kann das die ganze Familie belasten. Doch wer sich mit den widerstreitenden Gefühlen konfrontiert, wer die Chance nutzt, sich und die anderen neu zu erfahren, wer bereit ist, Gewohnheiten zu ändern, für den ist die »Geburt der Familie« ein wirklicher Neuanfang.

 

Nicht mehr nur ein Paar, nach der Geburt jetzt auch Eltern, nach der Geburt jetzt auch Eltern – Mit dem Neuankömmling

Nicht mehr nur ein Paar, nach der Geburt jetzt auch Eltern das gilt auch für das zweite, dritte, vierte Kind und für Stief Familien mit dem ersten gemeinsamen Baby: Zunächst gerät die Familie durch den Neuankömmling aus dem Gleichgewicht.

Doch das ist die Voraussetzung, um zu einem neuen Miteinander zu kommen. Denn wenn etwas Neues entsteht, muss etwas Altes zu Ende gehen. Am gewaltigsten sind die Veränderungen immer noch für die Mutter. Sie hat das Baby ausgetragen, geboren und kann es stillen. Wo zuvor Gleichberechtigung herrschte, fühlt sie sich womöglich wieder auf ihre traditionelle Rolle als Frau und Mutter zurückgeworfen.

Der Vater wiederum steht unter hohem Erwartungsdruck. Er weiß wohl, wie ein idealer Vater aussehen sollte, aber vorgemacht hat’s ihm meist keiner. Und schließlich gilt es noch, die Partnerschaft und Liebe zu erhalten, deren Frucht ja das Baby ist – und anfangs deren größte Belastung.

 

Nicht mehr nur ein Paar, nach der Geburt jetzt auch Eltern – Familie Partnerschaft

Auch nach der Geburt Ihres Kindes bleiben Sie Mann und Frau. Ihr Kind wird eines Tages seine eigenen Wege gehen – die Ehepartner aber haben sich für einen gemeinsamen Lebensweg entschieden. Wer jetzt beginnt, sich gegenseitig Papa und Mama zu nennen, beschränkt die Beziehung auf die Elternschaft. Und das ist auf Dauer keine Basis für eine Ehe. Machen Sie sich klar, dass diese Kosenamen für Ihr Kind reserviert sind – und für die eigenen Eltern. Verstehen Sie Ihr Verhalten als Alarmzeichen, wieder etwas für einander zu tun. Das soll nicht bedeuten, dass die Mutter nun auch als Frau zu funktionieren hat, sondern es ist eine Aufforderung, sich wieder als Paar wahrzunehmen, über eigene Sorgen und Wünsche zu reden – jenseits von Baby & Co.

 

Nicht mehr nur ein Paar, nach der Geburt jetzt auch Eltern – Gemeinsamkeit macht stark

Ein Baby kann eine Beziehung nicht verbessern oder kitten – aber auch nicht ruinieren. In dieser Zeit der äußersten Belastung treten nämlich Probleme zutage, die ein Paar bislang erfolgreich verdrängt hat. Mit anderen Worten: Eine schwierige Partnerschaft wird noch schwieriger und zerbricht vielleicht, eine gute dagegen wird zwar strapaziert, geht aber gestärkt aus den Konflikten hervor. Grundlage einer harmonischen Beziehung sind Achtung, Ehrlichkeit und Vertrauen. Wenn Sie vor der Geburt offen über Ihre Erwartungen und Ängste gesprochen haben, können Sie daran anknüpfen, wenn das Baby da ist.

Wenn dem Vater allerdings die grundsätzliche Bereitschaft zum Vater sein fehlt, sieht es schlecht für die Beziehung aus. Ein Mann, der jede Verantwortung für und Beschäftigung mit dem Baby ablehnt, entzieht letzten Endes der Partnerschaft die Basis. Denn eine völlig allein gelassene Mutter wird irgendwann wirklich lieber allein erziehen, statt mit einem Mann zusammenzuleben, der nur einen Teil ihrer Existenz teilt und akzeptiert.

 

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So vermeiden Sie Konflikte

Sie als Mutter brauchen die Unterstützung Ihres Mannes in jeder Hinsicht. Sie sollten ihm unbedingt klar machen, wie wichtig er für Sie ist.

• Machen Sie keinen Mutter-Baby-Club auf, der den Vater außen vor lässt. Schenken Sie ihm Vertrauen. Und trauen Sie ihm auch zu, mit Ihrem gemeinsamen Kind umgehen zu können.
• Degradieren Sie den Vater nicht zum Befehlsempfänger, der allenfalls das Fläschchen reichen, den Strampler holen und Windeln kaufen kann. Besprechen Sie alle Entscheidungen, Sorgen und Überlegungen, die das Baby angehen, mit ihm.
• Vielleicht braucht er ein bisschen Ermutigung oder einen Anstoß, das erfordert ein wenig Diplomatie Ihrerseits.
• Zeigen Sie ruhig Schwächen als Mutter, denn eine Super Mutter entmutigt jeden Vater.

 

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Das erste Mal »danach«

Zwei Drittel aller Frauen haben nach der Entbindung leichte Verletzungen – von inneren Rissen im Schleimhautbereich bis zum Dammschnitt. Jede Mutter hat aber eine große, innere Wunde in der Gebärmutter, die den Wochenfluss verursacht. Früher galt das Sekret als hoch infektiös und wurde fast abergläubisch als unrein stigmatisiert. Doch tatsächlich unterscheidet sich das Sekret nicht von anderen Wund Flüssigkeiten.

Wenn der Mann beim Geschlechtsverkehr mit einem Präservativ verhütet, ist theoretisch nichts dagegen einzuwenden. »Ohne« ist dagegen die Infektionsgefahr für die Frau zu groß, denn die Schleimhaut ist noch sehr empfindlich, hat Schrunden und Risse. Doch ich glaube, das frühere sexuelle Tabu während des Wochenbetts, das auch in anderen Kulturen üblich ist, hat den tieferen Sinn, der Mutter Zeit zu lassen. Zeit zu heilen, Zeit, zu ihrem Baby zu finden, Zeit zur Besinnung.

Die meisten Männer achten diese Schutzfrist instinktiv. Sie warten auf das erste Zeichen ihrer Frau. Andererseits gibt es sicher junge Mütter, die Sorge haben, ihr Mann gehe ihnen durch längere Enthaltsamkeit an eine Konkurrentin verloren. Am schönsten ist es sicher für eine Frau nach der Entbindung, wenn ihr Mann zärtlich und liebevoll mit ihr umgeht, ohne das gleich in sexuelle Forderungen münden zu lassen.

 

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Verhütung nach der Geburt

Der Irrtum, Stillen verhindere zuverlässig den Eisprung, ist der Vater vieler Kinder. Es ist wohl richtig, dass häufiges Stillen mit einem Abstand unter 4 Stunden durch die regelmäßige Hormonausschüttung einen Eisprung verhindert – aber zuverlässig ist das nicht. Werden die Still Abstände größer, kann’s trotz- dem passieren. Wer stillt, sollte deshalb verhüten (wer nicht stillt, erst recht).

Die Möglichkeiten

• Der männliche Beitrag zur Verhütung sind Kondome.

• Eine niedrig dosierte, Gestagen haltige Minipille verhütet ebenfalls sicher (sprechen Sie mit Ihrem Gynäkologen). Diese verschlechtert nur 1 bis 2 Tage die Milchbildung, danach normalisiert sie sich. Außerdem gehen Hormone so gut wie gar nicht in die Milch über.

• Diaphragma und Pessar sind nicht so sicher und vielleicht noch unangenehm einzusetzen.

• Die Spirale kommt erst in Frage, wenn die Gebärmutter Wand wieder dick und elastisch ist. Aber unbegrenzt sind die Möglichkeiten, sich ohne Penetration zu lieben.

 

Nicht mehr nur ein Paar, nach der Geburt jetzt auch Eltern- Probleme beim Sex

Auch wenn der Wochenfluss versiegt ist und alle Vorkehrungen gegen eine erneute Schwangerschaft getroffen wurden, gibt’s oft noch Probleme im Bett. Das kann viele Gründe haben. Manchmal ist die Dammnaht noch nicht verheilt oder nicht optimal genäht. Statt die Zähne zusammenzubeißen, unbedingt zum Arzt gehen: Eine auf Dauer schmerzhafte Dammnaht lässt sich korrigieren!

Manche frischgebackene Mutter kann ich mit ihrem veränderten Körper nicht anfreunden, findet sich unattraktiv und möchte sich deshalb am liebsten verstecken. Viele Frauen fühlen sich durch die Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit und durch den Dienst rund um die Uhr ausgelaugt, völlig übermüdet. Da bleibt für Lust wenig Platz. Wird es mit dem Nachtschlaf wieder besser, geht’s meist auch beim Sex bergauf.

Für manche Frauen liegt die Ursache der Lustlosigkeit tiefer. Sie sind enttäuscht über die fehlende Mithilfe ihres Mannes, fühlen sich allein gelassen und ausgenutzt. Hier hilft nur Ehrlichkeit und Gespräche, vielleicht auch eine Beratung. Eine als traumatisch erlebte Geburt kann eine tiefe Abneigung gegen jede Penetration auslösen. Ohne Hilfe eines Sexualtherapeuten oder einer Selbsthilfegruppe können Paare dieses Problem oft nicht befriedigend lösen. Fragen Sie Ihren Frauenarzt/Ihre Frauenärztin nach entsprechenden Adressen.

 

Das Wichtigste im »Jahr danach« ist Geduld

Das Baby ist 9 Monate im Mutterleib gewachsen. Mindestens so lange brauchen Körper und Psyche, um sich wieder zu regenerieren. Gehen Sie als Paar behutsam miteinander um. Geben Sie sich Zärtlichkeit und Wärme, dann stellt sich die Lust meist von selber wieder ein.

 

DARF DAS BABY INS EHEBETT?

Gar nicht so einfach, diese Entscheidung. Denn Babys im Eltern Bett schlafen oft besonders gut und entwickeln sich ausgesprochen positiv. Außerdem: Wer nachts X mal aufgestanden ist, um das Kind zu beruhigen, gibt irgendwann auf und holt sich den Schreihals ins warme Nest.
Doch da ist auch die Sorge: Gehört unser Bett uns nie mehr alleine?

Wird es zur Familien Einrichtung, völlig ungeeignet für jegliche Liebesspiele? Diese Bedenken sollten Sie offen miteinander besprechen. Wenn Sie die Unterbringung im Eltern Bett beibehalten, könnte Ihre Befürchtung wahr werden. Doch wenn Sie es abends immer zuerst in seinem Bettchen schlafen legen, wird es sich nach und nach damit anfreunden, selbst wenn es später noch einige »Rückfälle« gibt.

 

Trotz Baby Zeit für einander finden

Auch das gibt’s: Unsere Entbindungsklinik bot uns ausdrücklich an, den letzten Abend das Baby in der Obhut des Säuglingszimmers zu lassen, um noch einmal zu zweit auszugehen. Die Erinnerung an diesen schönen, unbeschwerten Abend hat mich in den folgenden anstrengenden Wochen noch oft aufgebaut. Eine Beziehung braucht Höhepunkte, um lebendig zu bleiben. Wenn man nur Pflichten und Alltag miteinander teilt, verarmt die Ehe. Schöne Stunden dagegen wirken sich positiv aus.

Wir sehen und präsentieren uns wieder von der Schokoladenseite. Außerdem lassen sich Probleme außerhalb der eigenen vier Wände viel lockerer und leichter besprechen. Das muss nicht in den ersten Monaten sein. Aber nach einem halben Jahr sollten Sie es einmal wagen.

 

Nicht mehr nur ein Paar, nach der Geburt jetzt auch Eltern – Freizeit zu zweit

Voraussetzung für einen Abend ohne Baby sind engagierte Großeltern, Freunde oder ein Babysitter. Vielleicht können Sie gegenseitiges Sitten vereinbaren mit Freunden, die ebenfalls ein Baby haben. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Warten Sie nicht auf das gütige Schicksal. Nur, wenn Sie sich einen festen Termin setzen, werden Sie den Abend zu zweit realisieren.

Am besten ist es, wenn Sie den Ausgeh-Abend zu einer festen, monatlichen Einrichtung machen: Der Babysitter und später auch Ihr Kind können sich darauf einstellen. Gerade im ersten Jahr können Sie Zweisamkeit auch pflegen, ohne Ihr Baby abzugeben: Spaziergänge lassen Zeit für Gespräche, eine Radtour ebenfalls. Nur in die Kneipe sollten Sie Ihr Kind besser nicht mitnehmen. Das Abendbrot wird lange die Mahlzeit sein, die Sie ohne Kind zusammen einnehmen. Auch wenn’s nur Schnittchen gibt: Setzen Sie sich dazu in Ruhe an den Tisch, nutzen Sie das Stündchen zur Entspannung und zu Gesprächen. Denn vor dem Fernseher finden Sie sicher nicht zueinander.

 

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~ Ein Wochenende ohne Baby kann Kraft geben. Solange Sie stillen, geht das natürlich nicht, und auch in den ersten 4 Monaten sollten Sie Ihr Baby lieber nicht so lange aus der Hand geben. Aber im zweiten Halbjahr können Sie durchaus einen Versuch machen. Wenn Sie Ihr Baby zum Beispiel zu den Großeltern geben, sollten Sie die ersten 24 Stunden auch dort bleiben, bis es sich eingewöhnt hat. Besser ist eine Betreuung in der vertrauten Umgebung. Wichtig: eine Liste mit Eigenheiten, Vorlieben, Abneigungen und Ritualen und natürlich Ihre Telefonnummer.
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Es geht nicht immer gemeinsam

Schon als Paar ist es wichtig, auch eigene Freundschaften und Hobbies zu pflegen. Das ändert sich nicht mit der Geburt des Kindes. Natürlich haben Freundschaften, die von beiden geteilt werden, die größten Chancen. Aber allein aus praktischen Gründen sollten Sie auch ohne Anhang Unternehmungen wagen. Wenn Sie keinen Babysitter haben, kann wenigstens ein Partner mal mit Freunden ins Kino gehen. Und wenn Ihnen Sport wichtig ist, können Sie sich gegenseitig frei geben. Schlecht, wenn immer nur ein Partner aushäusig ist. Aber ebenso schlimm, wenn alles nach dem Motto geht: Wenn ich nicht weg kann, musst du auch zu Hause bleiben.

 

FAMILIENLEBEN TOTAL MUSS NICHT SEIN

»Cocooning« nennen Trendforscher die Tendenz, sich in die eigenen vier Wände zurückzuziehen und förmlich »einzuspinnen«. Niemals ist die Tendenz dazu so groß, wie nach der Geburt des ersten Kindes. Aus Zeitmangel und purer Erschöpfung werden Kontakte nach außen nicht mehr gepflegt. Die gewohnten Freizeitaktivitäten mit alten Freunden lassen sich aus praktischen Gründen nicht mehr fortsetzen. Die Interessen nach der Geburt des Kindes wandeln sich – kinderlose Paare und Singles ziehen sich oft zurück. Am Ende fällt dann den jungen Eltern in ihrer Isolation buchstäblich die Decke auf den Kopf. Das muss nicht so sein. Einerseits können sich durch das Baby auch neue Beziehungen entwickeln:

• Baby Kurs und Geburtsvorbereitung bieten erste Möglichkeiten zum Kennenlernen.

• Still Gruppe, Spielplatz und Mutter- Kind-Kreise sind wahre Kontaktbörsen. Wer die Anzeigenblätter liest, findet Anzeigen (Ur Krabbelgruppen, Betreuungs- Austausch und Gesprächskreise.

• Mütter können sich untereinander ungeheuer helfen und unterstützen – praktisch und moralisch. Der Informationsaustausch in diesen informellen Kreisen ist sehr hilfreich: Sie finden dort Experten (für jedes beliebige Baby Thema, Vermittlung von Babysittern und die neusten Infos über die Kindergarten Situation. Und nichts spricht dagegen, dass bei besonderer Sympathie aus einem solchen Kontakt eine richtige Freundschaft wird.

• Auch (für bestehende Beziehungen können Sie etwas tun: Wirklich gute, alte Freunde verliert man in der Regel nicht. Wichtig ist gegenseitiges Verständnis (für die unterschiedliche Situation. Tun Sie nicht so, als ob alles beim alten geblieben wäre. Überlegen Sie vielmehr, welche Gemeinsamkeiten es noch gibt. Erwarten Sie von Ihren alten, kinderlosen Freunden kein übergroßes Verständnis, sondern erinnern Sie sich daran, wie Sie früher über frischgebackene Eltern dachten.

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