Entwicklung – Ihr Baby vom 1. bis 4. Monat die wichtigsten Monate

Entwicklung – Ihr Baby vom 1. bis 4. Monat erstaunlich, welche Entwicklungsschritte ein Kind im ersten Lebensjahr bewältigt

Entwicklung – Ihr Baby vom 1. bis 4. Monat die Entwicklungsschritte Ihres Babys zu verstehen und einfühlsam zu begleiten. Aus dem hilflosen kleinen Wesen wird ein selbstbewusstes Krabbelkind

Entwicklung - Ihr Baby vom I. bis 4. Monat Entwicklung – Ihr Baby vom 1. bis 4. Monat

Im Laufe der ersten 5 Monate wächst Ihr Kind um etwa ein Viertel seiner Geburtslänge und hat sein Geburtsgewicht fast verdoppelt! Seine Haut ist rosig und fest, sein Körper rundlich und prall. Seine Bewegungen werden gezielt er, es greift nach Spielzeug, hält den Kopf, gibt Töne von sich – und lächelt Sie an. Diese Entwicklung ist möglich durch das Zusammenspiel aller Sinne.

Doch noch ist Ihr Baby ein Säugling, mit dem Löffel sollten Sie ihm noch nicht kommen. Meist hat es bis zum 4. Monat seinen Rhythmus gefunden – vielleicht schläft es jetzt schon durch.

Was Ihr Baby jetzt schon kann

Hören und Sehen

Ihr Kind hört mit 2 Monaten eher schlechter als bei der Geburt.

Doch im 3. und 4. Monat macht es wieder Fortschritte, vor allem wenn es Bild und Ton verknüpfen kann. Seine Sehschärfe entwickelt sich enorm: Es sieht noch etwas verschwommen, kann aber Gesichtszüge unterscheiden. In den ersten Wochen hat es seine Augen noch nicht ganz im Griff: Schielen und Über-Kreuz- Schauen ist noch normal.

Doch mit 3 Monaten sollten die Augenbewegungen stabil sein. Anfangs muss es Gegenstände fixieren, um sie zu sehen und braucht einen Sehabstand von etwa 25 cm.

Am Ende des 4. Monats kann es nicht nur Bewegungen in diesem Abstand folgen, sondern auch Dinge betrachten, die sich von ihm weg oder auf es zu bewegen. Beim Erkennen vertrauter Gesichter hilft ihm das Hören der Stimme.

 

Entwicklung – Ihr Baby vom 1. bis 4. Monat. Bewegungen werden gezielter

Parallel dazu verläuft seine motorische Entwicklung. Viele seiner Reflexe verlieren sich. Das ganze Kind streckt und löst sich in seiner Körperhaltung.

Mit 2 Monaten öffnet sich das Fäustchen immer mehr, es kann Dinge greifen und bewegen, aber es lässt sie dann nicht mehr los. Seinen Kopf kann Ihr Baby erst für Sekunden heben.

Im Laufe des 3. Monats lernt es, auch einzelne Gliedmaßen zu bewegen, ohne dass der ganze Körper mit geht. Dadurch kann es sich auf die Seite drehen und viel besser zugreifen. Es entdeckt seine Hände als Spielzeug, betrachtet sie, lutscht an ihnen, streckt sie nach Dingen aus.

Am Ende des 4. Monats greift es ganz gezielt nach Gegenständen, hält sie aber nicht fest. Erleichtert wird ihm diese Bewegung durch seine verbesserte Körperkontrolle: Es hebt nun seinen Kopf um etwa 90 Grad und hält ihn, wenn man es hinsetzt.

 

Das regt Ihr Baby an

Noch ist Ihr Kind ziemlich unbeholfen. Doch am Ende des 4. Monats kann es seine Umgebung schon einordnen und mit seinen Händen etwas anfangen. Auch sein Körper wird etwas beweglicher, aber es kann seine Position noch wenig verändern. Deshalb stehen Spiele im Vordergrund, bei denen Sie der aktive Part sind: Sie geben Ihrem Kind das Spielzeug in die Hand, massieren seinen kleinen Körper sanft oder halten es beim Schwimmen. Schön, wenn Sie voll stillen können. Noch braucht es relativ viel Ruhe und Schlaf, um all das Neue zu verarbeiten.

 

Greifen und Festhalten. Entwicklung – Ihr Baby vom 1. bis 4. Monat

Am besten spielt Ihr Kind jetzt in der Rückenlage, denn in dieser Position hat es den größten Blickwinkel und viel Armfreiheit. Meist wird es noch in seinem Bettchen liegen. Seine Greif Technik wird zunehmend besser: Es beginnt, Dinge zu begreifen. Im zweiten Monat können Sie ihm ein Spielzeug in die Hand drücken, das es jetzt gut festhalten kann.

 

Leichte Spielzeuge

Am besten sind leichte Spielzeuge, die Geräusche machen, wie eine Rassel, ein Plüschtier mit Schellen oder ein Klapper Ring. Ihr Kind entdeckt, dass es durch seine Bewegung die Geräusche hervorruft und ist begeistert.

Im dritten Monat können Sie ein -Spiel Trapez – eine Schnur, an der einzelne Spielteile, Glöckchen und Perlen hängen – in Griffweite über sein Bettchen spannen. Es kann danach greifen, es in Bewegung versetzen, Töne und Bewegung hervorrufen. Im vierten Monat will Ihr Baby wirklich zugreifen.

 

Entwicklung - Ihr Baby vom 1. bis 4. Monat. EXTRA-TIPP
~ Testen Sie zwischendurch, ob Ihr Baby auch richtig hört: Erzeugen Sie in der Nähe Ihres Kindes, aber nicht Sicht- oder spürbar, ein Geräusch. Ab dem 3. Monat kann das so leise wie das Rasseln des Spielrings sein. Wenn Ihr Baby nicht darauf reagiert, sollten Sie den Kinderarzt konsultieren. Bestätigt sich Ihr Verdacht, können Sie sich zu einem HNO-Arzt überweisen lassen, der eine spezielle Ausbildung auf dem Gebiet der Phoniatrie und Pädoaudiologie hat.

 

Musik, die Ihr Kind beruhigt

Mit der Entwicklung des Gehörs wird Ihr Kind auch immer empfänglicher für Musik. Eine Spieluhr in weicher Knuddel Hülle gehört deshalb zur »Grundausrüstung« Ihres Babys. Sie können ihre Melodie in den Tagesablauf so einbauen, dass daraus ein kleiner Ritual wird. Vielleicht lassen Sie sie beim Einschlafen spielen oder beim Bäuerchen machen.

Durch die wiederkehrende Melodie bekommt der Tagesablauf für das Baby Strukturen.

Mehr als eine Spieluhr ist dagegen leicht verwirrend – allenfalls im Auto oder im Kinderwagen kann es eine spezielle »Unterwegs-Melodie« geben.

Aber überlassen Sie die Musik nicht nur Maschinen: Nichts ist schöner für Ihr Kind, als Ihre Stimme zu Hören. Singen Sie ihm Lieder vor, je nach Stimmung lustige, beruhigende, oder tröstende. Beschränken Sie sich auf ein kleines Repertoire, dann erkennt Ihr Baby die Lieder immer wieder, und das macht schon einen Teil ihrer Wirkung aus.

 

Entwicklung – Ihr Baby vom 1. bis 4. Monat

Ein guter Zeitpunkt für die Babymassage

Der Frauenarzt und Geburtshelfer Frederick Leboyer hat diese uralte, indische Kunst in Europa populär gemacht. Das sanfte, einfühlsame Streicheln regt die Muskulatur und die Durchblutung an und sorgt gleichzeitig für Entspannung. Wenn Sie etwas Übung haben, können Sie Ihr Kind mit Ihren Handbewegungen beruhigen oder sogar seine Bauchschmerzen wegmassieren. Gerade jetzt, wo es beginnt, sich zu strecken und die Bewegungen zu kontrollieren, hilft Ihrem Baby die Massage zur besseren Wahrnehmung seines eigenen, kleinen Körpers.

 

Entwicklung – Ihr Baby vom 1. bis 4. Monat. Wichtig!

Nur, wenn Sie wirklich jeden Tag eine Viertelstunde Zeit dafür reservieren können, sollten Sie mit der Massage beginnen. Denn Ihr Baby lernt vor allem durch Wiederholung.

Am besten besorgen Sie sich ein Buch mit Anleitungen zur Massage. Oder Sie belegen einen entsprechenden Kurs bei einer freien Hebamme (Adressen finden Sie über die Landeshebammenverbände, Gesundheitsämter, Familienbildungsstätten, durch Ihren Arzt/Ärztin oder von anderen Müttern).

Lernen Sie vorher die Bewegungen auswendig, damit Sie sich ganz auf Ihr Kind konzentrieren können.

Am innigsten ist der Kontakt, wenn das Baby auf Ihren Oberschenkeln ruht. Dazu sollten Sie sich auf den Boden setzen, den Rücken angelehnt. Sie können aber auch auf der Wickelkommode oder dem Boden massieren.

Ihr Kind sollte nackt sein. Achten Sie deshalb auf eine Zimmertemperatur von 25 bis 26°C. Im Sommer ist eine Freiluft Massage herrlich, aber windgeschützt und nicht in der prallen Sonne.

Viele Babys reagieren auf die ungewohnte Nacktheit oder die ersten Massage Bewegungen mit einem spontanen »Bächlein«. Damit die Pfütze nicht Ihren Schoss überschwemmt, sollte Ihr Baby zumindest mit einer Flockenwindel gesichert sein. Sie können auch einfach ein dickes Handtuch unterlegen.

Reiben Sie ein neutrales Baby Öl (normales, möglichst un-parfümiertes Pflege Öl) oder ein spezielles Babymassageöl zwischen Ihren Händen, bis sie ganz warm sind, dann ist die Berührung für Ihr Baby besonders angenehm.

 

Wenn Ihr Baby nicht mag, geben Sie nicht gleich auf.

Vielleicht ist es müde oder hungrig oder hat einen vollen Magen. Vielleicht reagiert es erschrocken auf die ungewohnte Situation. Streicheln Sie weiter, singen Sie ihm sein Lieblingslied vor, reden Sie mit ihm, dann wird es sich bald entspannen. Bleibt Ihr Kind quengelig, machen Sie lieber eine Pause, nehmen es auf und starten etwas später einen neuen Versuch. Die Massage ist ein wortloses Zwiegespräch zwischen Ihnen und Ihrem Kind.

 

Wie gesund ist Babyschwimmen?

Richtig schwimmen kann Ihr Kind frühestens mit 3 Jahren lernen. Beim Baby schwimmen geht es eher um Bewegung im Wasser – zusammen mit den Eltern. Denn durch die tragende Kraft des Wassers kann sich der »an Land« noch recht schwer fällige Säugling dort viel freier bewegen. Wunderkinder oder gewaltige Entwicklungssprünge sind von so einem Kurs aber nicht zu erwarten.

Wenn Sie mit Ihrem Kind einen Baby Kurs besuchen möchten, sollten Sie vor dem 3. Monat damit beginnen.

Denn dann verfügt das Kind noch über den »Atemschutzreflex«:

Wenn Mund und Nase im Wasser sind, wird die Atmung blockiert. So gerät kein Wasser in die Lunge. Im Kurs wird dieser Reflex trainiert und bleibt Ihrem Kind erhalten, ein deutlicher Vorteil beim späteren Schwimmen lernen. Außerdem macht das gemeinsame Schwimmen Spaß! Neigt Ihr Kind zu Infektionen der Atemwege, verzichten Sie allerdings lieber aufs Schwimmen.

 

Wichtig! Voraussetzungen fürs Schwimmen

Das Baby muss gesund sein und freie Atemwege haben. Es sollte seinen Kopf schon halten können. Seine Schluck-, Nies- und Hustenreflexe müssen funktionieren.
Das Wasser sollte eine Temperatur von mindestens 33 „C und »Trinkwasserqualität«
haben. Länger als 20 Minuten sollte der Badespaß nicht dauern.

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