Alles für den gesunden guten Schlaf Ihres Säuglings

Alles für den gesunden Schlaf von wegen »schlafen wie ein Babys! Babys schlafen meist nicht so, wie wir Eltern uns das wünschen

Alles für den gesunden Schlaf sie haben oft Schwierigkeiten, zur Ruhe zu kommen, sie werden schnell wieder wach, und sie schlafen vor allem nicht dann, wenn wir müde sind: Nachts.

Alles für gesunden Schlaf Ihres Babys Das kann die ersten Monate mit dem Neugeborenen sehr belasten, denn nichts ist so anstrengend wie ständiger Schlafentzug. Doch wenn Sie das Schlafverhalten Ihres Babys verstehen, können Sie sich darauf einstellen und sich dann selbst zwischen durch die Erholungspausen verschaffen, die Sie jetzt so nötig brauchen.

 

Alles für gesunden Schlaf Durchschlafen: Ein Wunschtraum?

Babys schlafen anders. Durch den kurzen Wechsel der verschiedenen Schlafphasen wird ein Baby immer wieder zwischendurch wach. Länger als 2 bis 3 Stunden Schlaf am Stück ist daher in den ersten Monaten noch nicht drin. Untersuchungen zeigten sogar, dass Neugeborene tagsüber mehr schliefen, während sie nachts besonders wach waren. Ein regelmäßiger Tag-Nacht-Rhythmus wie bei uns Erwachsenen entwickelt sich in einer Art biologischer Anpassung erst im Laufe des vierten und fünften Monats. Lassen Sie sich also nicht von der Frage, ob Ihr Baby schon lieb durchschlafe und von Berichten über durchschlafende Wunder Babys aus der Fassung bringen. Unter »Durchschlafen« wird nämlich nicht etwa völlige Nachtruhe verstanden, sondern eine Ruhephase von Mitternacht bis etwa 5 Uhr morgens. Und das »schaffen« mit sechs Monaten etwa 80 Prozent der Babys. Eine längere Ruhe ist einfach noch nicht möglich, weil Ihr Baby mit seinem begrenzten Fassungsvermögen noch viele kleine Mahlzeiten braucht, um seinen Energiebedarf zu decken.

SCHLAFPHASEN UND SCHLAFDAUER

Wie die Erwachsenen hat das Baby auch drei Schlafphasen: den Tiefschlaf, die Übergangsphase und den Aktivschlaf. Doch im Gegensatz zu den »Großen« beginnt das Baby mit dem unruhigen Aktivschlaf. Die Schlafphasen wechseln viel häufiger ab, und der Aktivschlaf nimmt 80 Prozent der Schlaf dauer in Anspruch. In diesen Phasen ist das Baby oft unruhiger als in wachem Zustand. Im Laufe des dritten Monats gleichen sich dann die Schlafphasen denen der Erwachsenen an. Dann dominiert der Tiefschlaf. In der täglichen Schlafdauer von Babys gibt es erhebliche individuelle Unterschiede. Als Anhaltspunkt können Sie sich trotzdem nach folgenden Werten richten. Wobei Babys natürlich diese Zeit nicht »am Stück« schlafen.

1. bis 2. Monat 16 bis 19 Stunden
3. bis 4. Monat 15 bis 18 Stunden
5. bis 6. Monat 14 bis 16 Stunden
7. bis 8. Monat 13 bis 15 Stunden
9. bis 12. Monat 12 bis 14 Stunden

 

Alles für gesunden Schlaf – Tipps für eine gute Nacht

Es ist umstritten, ob man Babys den Tag-Nacht-Rhythmus beibringen kann. Doch wenn er sich gar nicht einstellt und Sie die unruhigen Nächte zu sehr schlauchen, können Sie versuchen, die Anpassung zu unterstützen.
• Wenn Ihr Kind tagsüber häufig draußen steht, nimmt es das Tageslicht ganz anders wahr, der Unterschied zwischen Tag und Nacht wird deutlicher. Auch der Platz in der Wohnung sollte viel Tageslicht haben (ohne direkte Sonne).
• Wenn Sie tagsüber die Wachphasen des Babys zum Spielen nutzen, nachts aber außer Wickeln und Stillen keine Attraktionen anbieten, wird die Nacht eher zur Ruhephase. Machen Sie nachts auch keine Festbeleuchtung an, sondern nur dort, wo Sie es zum Stillen oder Wickeln brauchen, gedämpftes Licht.
• Wecken Sie Ihr Kind tagsüber in regelmäßigen Abständen zum Füttern. Wenn es dadurch mehr Milch trinkt, hält es nachts länger durch.
• Kälte oder Wärme kann den Schlaf stören. Ein Schaffell als Unterlage gleicht Temperaturschwankungen aus und lässt das Baby tiefer schlafen.
• Lassen Sie Ihr Baby auf keinen Fall länger schreien – dann kommt es die ganze Nacht nicht mehr zur Ruhe.

EXTRA-TIPP

Kinderärzte entwickelten eine Therapie für hartnäckige Nachtschreier: Notieren Sie die nächtliche Aufwachzeit. Wecken Sie nach der Beobachtungsphase Ihr Kind 15 bis 30 Minuten vor der Zeit, stillen oder füttern Sie es, schmusen Sie mit ihm und legen Sie es wieder hin. In der nächsten Nacht wecken Sie Ihr Kind 15 Minuten später. Mit der Zeit wird es länger schlafen. Bei Rückschlägen verlagern Sie den Zeitpunkt wieder kurz vor die Schreizeit. Das System: Ihr Baby wird fürs Schlafen »belohnt«, nicht fürs Schreien.
• Überlegen Sie, ob Sie Ihr Kind nachts wirklich wickeln müssen. Nass liegen soll es natürlich nicht, aber zuviel kalte Luft am Po macht wach!
• Füttern von Brei Mahlzeiten statt Milch hat keinen Einfluss aufs Durchschlafen.

Wichtig!

Für viele Babys ist die räumliche Trennung Schlafstörer Nummer 1! Verbannen Sie Ihr Baby deshalb nicht um jeden Preis schon in den ersten Monaten ins Kinderzimmer. Probieren Sie aus, ob es Ihrem Kind genügt, in seinem Körbchen neben Ihnen zu stehen oder ob es am besten direkt mit im Elternbett schläft· Haben Sie keine Sorge, es zu zerdrücken, denn davor bewahren Sie und das Kind Ihre Instinkte. Auch die Angst vor schlechten Gewohnheiten und Verwöhnung ist unbegründet.
Im Gegenteil: Körperliche Nähe ist rur einen Säugling das Natürlichste von der Welt. Außerdem können Sie selbst die Schlafphasen Ihres Kindes ohne Zeitverzug nutzen und sind morgens nicht ganz so gerädert

 

Alles für gesunden Schlaf – So findet Ihr Kind besser in den Schlaf

Nicht nur das Durchschlafen, auch das Einschlafen fällt Ihrem Baby oft nicht leicht. Ist es zu aufgedreht, findet es überhaupt keine Ruhe. Verzweifelte Eltern kommen dann auf die abenteuerlichsten Ideen, um ihr Baby zum Einschlafen zu bringen: sie packen es ins Auto und fahren um den Block, sie lassen die Waschmaschine laufen oder tanzen Tango.

 

Einstimmen auf sanfte Träume

Natürlich ist es gut, herauszufinden, was das Baby ins Land der Träume geleitet, aber lassen Sie sich nicht auf extreme Marotten ein. Sie können das Familienleben nachhaltig belasten und zum Alptraum werden.

Alles für gesunden Schlaf – Vielleicht helfen Ihnen folgende Tipps:

• Sorgen Sie in der Zeit vor dem Einschlafen für Ruhe: weder Fernsehen oder Radio noch tobende Geschwister oder ein Einkaufsbummel stimmen aufs Zubettgehen ein.
• Wiegen und Schaukeln sind immer noch wunderbare Einschlafhilfen. Haben Sie Geduld dabei und versuchen Sie, einen gleichbleibenden Rhythmus einzuhalten.
• Alte Wiegenlieder wie »Schlaf, Kindchen, schlaf« und Eia, popei haben eine uralte Tonfrequenz, die auf Babys einen beruhigenden Einfluss hat. Buchtipss für bewährte Kinderlieder .
• Trage- und Tanzbewegungen beruhigen viele Säuglinge. Nehmen Sie das Tragetuch zur Hilfe, wenn Ihnen das Baby zu schwer ist. Wenn Sie einen monotonen Rhythmus über 5 bis 10 Minuten einhalten, wird Ihr Kind müde.
• Schlafrituale, die sich jeden Abend wiederholen, helfen ebenfalls. Ein Gute- Nacht-Lied, ein kleines Gebet, dieselbe Beleuchtung haben einen Wiedererkennungseffekt auch schon in den ersten Monaten.
• Vielleicht kann Ihr Partner das Baby zu Bett bringen. Er hat im Moment möglicherweise mehr Geduld als Sie.
• Manche Kinder werden durchs Baden wach, aber andere macht es müde.
Geben Sie entweder Melissenöl oder Hopfenextrakt ins Bad (Dosierung nach
Packungsbeilage, rubbeln Sie das Kind nicht ab, sondern packen Sie es in warme Handtücher. Nach dem Anziehen legen Sie es gleich ins vorgewärmte Bettchen.
• Setzen Sie sich mit Ihrem Kind in einen Schaukelstuhl, das ist auch für Sie erholsam.

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